Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Mohn m.
Mohn m.
Mohn m. Der Name der seit alters bekannten Ölpflanze lautet ahd. mago (9. Jh.) und (ablautend mit grammatischem Wechsel) ahd. māho (10. Jh.; ebenso asächs. māho), woraus (mit auslautendem -n aus den flektierten Kasus) mhd. māge(n), māhen, mān (mnd. mān) und auch das doch wohl mit Länge anzusetzende ahd. mān (Hs. 13. Jh.). Daneben stehen die Zusammensetzungen nd. Mahnkopp, nl. maankop (d. i. ‘Mohnkopf’, nach der runden Fruchtkapsel) und norw. valmue, schwed. vallmo, aschwed. valmoghe, d. i. ‘Schlafmohn’, vgl. norw. (mundartlich) vale ‘tiefer Schlaf’, schwed. (mundartlich) valbjörk ‘Kreuzdorn’, eigentlich ‘Schlafdorn’, vgl. gleichbed. schwed. sömntorn. Außergerm. vergleichbar sind griech. mḗkōn (μήκων), kslaw. makъ, russ. mak (мак). Da der Mohn aus dem Mittelmeergebiet stammt, kann eine alte Entlehnung ie. *mā̌k- bzw. *mā̌ken- aus einer Mittelmeersprache angenommen werden. Nhd. hält sich Mahn bis ins 18. Jh. (in Mundarten bis heute); Verdunklung des Vokals setzt im 15. Jh. ein, und vom 18. Jh. an wird Mohn allgemein üblich.