Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Manschette f.
Manschette f.
Manschette f. ‘(gesteifter) Ärmelaufschlag’ (Anfang 19. Jh.), ursprünglich ‘Handkrause aus Spitze’ (Ende 17. Jh.), vgl. Spitzenmanschette (um 1800), Übernahme von gleichbed. frz. manchette, eigentlich ‘Ärmelchen’, Deminutivum zu frz. manche ‘Ärmel’, aus lat. manica ‘langer Ärmel an der Tunika, der bis über die Hand geht’ (zu lat. manus ‘Hand’). In fester Wendung Manschetten haben ‘Angst haben’ (18. Jh.). Aus der Studentensprache, da die beim Degenfechten hinderlichen Spitzenmanschetten als Grund für die Verweigerung einer Mensur angegeben werden? Oder anspielend auf angstvolles Zittern der Hände, das sich auf die Manschetten überträgt (vgl. die Manschetten zittern ihm, 18. Jh.)? Jedenfalls gilt der modische Manschettenträger als ein ängstlich um sich und seinen Putz besorgter Mensch.