Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Mahr m.
Mahr m.
Mahr m. elbisches, ehemals weiblich vorgestelltes Wesen, das sich nachts dem Schlafenden auf die Brust setzt, ‘Nachtalbe, quälendes Nachtgespenst, Traumgestalt, Alpdrücken’, ahd. mara f. (9. Jh.), mhd. mar(e) m. f., asächs. mara, mnd. mār(e) m. (auch f.?), mnl. māre f. (vgl. mnl. nl. nachtmerrie), afries. merie, aengl. mære, mare f. m., engl. (night)mare, anord. schwed. mara f. (germ. *mara-, *marō-) ist verwandt mit tschech. můra ‘Albe’, russ. kikímora (кикимора) ‘Gespenst, das nachts spinnt, Hausgeist’, serbokr.-kslaw. mora ‘Hexe’ und air. mor(r)īgain ‘Alpkönigin’. Weiteres unsicher. Wenn sich daraus ie. *morā f. ‘Albe’ erschließen läßt, ist eine Verbindung mit der Wurzel ie. *mer(ə)- ‘aufreiben, reiben’ (wozu auch morsch und mürbe, s. d.) möglich. Verdeutlichend Nachtmahr m., nahtmare (15. Jh.), mnd. nachtmar, mnl. nachtmare, nl. nachtmerrie, engl. nightmare.