Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Lunte f.
Lunte f.
Lunte f. ‘Zündschnur’. Frühnhd. Lund (Ende 15. Jh.), Lunten, Lunte (16. Jh.) ‘Lampendocht, Lumpen, Fetzen, Zündschnur’ setzt sich nur in der Bedeutung ‘Zündschnur’ durch, vgl. entsprechendes mnd. lunte, nl. lont. Die Herkunft ist unklar. Vielleicht ist an mhd. lünden ‘brennen, glimmen’ anzuknüpfen? Oder ist, von ‘Lappen, Fetzen’ (Luther) ausgehend, Verwandtschaft mit nd. Slunt(e), nl. slenter ‘Lumpen, Fetzen’ anzunehmen? Lunte riechen ‘Unheil ahnen’ (17. Jh.), nl. lont ruiken, eigentlich ‘den Gefahr verkündenden Geruch der glimmenden Zündschnur wahrnehmen’. In der Jägersprache Lunte ‘Schwanz des Fuchses’ (2. Hälfte 18. Jh.), nach seiner brandroten Farbe.