Eintrag · Nachträge (Mecklenb.)
Lüd' Pl.
Leute; zu 2a: häufig das Gesinde (ohne die Kinder des Bauern), bes. auf Gutshöfen, vgl. Zss. Lüd'hiring, -kœk, -stuw.
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Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege
Lüd' Pl. Leute Mi 51 b ; Dim. : Lüdkens (1741) Kohf. Hg. 27, 2; kosend in der Anrede Lüdings, im Volksreim leewen Lüting…
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Wortbildung
113 Bildungen · 98 Erstglied · 10 Zweitglied · 5 Ableitungen
MeckWB
Lüd'bänk Pl. -en f. bewegliche Bank in der Leutestube Ha Lank ; Gü Lohm ; Ro Iv .
MeckWB
Lüd'brüder m. Spötter, Betrüger Jeppe 22. Me. 3, 546.
MeckWB
Lüd'brüderi f. Menschenfopperei: wegen Lüd'brüderi durch zauberischen Hokuspokus wurde im 18. Jahrh. ein Schäfer in der Gegend von Bützow zu…
RhWB
Lüddejahr lydəj:r Elbf : ein Finkenschlag, wie vierontwentigste Johr, Reizefizier.
MeckWB
lüdden (lautl. lrn ), Präs. lürrst, lürrt, Part. lürrt, ä. lött läuten Mi 51 b ; Gü Kobr 1. mit den Kirchenglocken a. volles Geläut aller G…
MeckWB
Lüdder m. Glockenläuter.
RhWB
luddern II, lüddern Rip -ud- Sieg ; -yd- Schleid-Hellenth ; -ød- Eusk-Lechenich schw.: bummeln, müssig umherstrolchen; s. läudern, loddern. …
MNWB
* lü̂debedrêger Leutebetrüger (Meigerius Ee 4).
WWB
Lǖde-be-drīter m. Betrüger, Gauner ( Dor Wl).
WWB
Lǖde-brǖder m. [ Min Lippe] Person, die andere narrt.
Meyers
Lüdecke , Karl Johann , Architekt, geb. 1826 in Stettin, gest. 21. Jan. 1894 in Breslau, erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Bauak…
WWB
Lǖde-disk m. Gesindetisch ( Sos So).
WWB
Lǖde-fet n. Branntwein als Lohn für das Läuten ( Bek Vh).
WWB
Lǖde-filler m. Menschenquäler ( Honc ).
MeckWB
Lüdefreter m. a. Spr. übertr. Tod Gry. Wed. D 6 a .
MNWB
lü̂degelt , n. , Bezahlung für Glockenläuten.
MNWB
° lü̂dehîer Leuteschänder (Agricola 22; hd. finantzer ).
MNWB
lü̂dekesch , adj. , (Münzen:) in Lüttich geschlagen , vgl. borbōnen, engel, +° grîfon.
WWB
Lǖde-köster m. [verstr. Münsterl] Küster, Kirchendiener, der für das Läuten zuständig ist.
WWB
Lǖde-küᵉderen n. [verstr.] Gerede.
MNWB
° lü̂delêf , adj. , κοινωνικός (Bugenhagen- Bibel 1. Tim. 6, 18; φιλάνθρωπος Sap. 7, 23; Luther: leutselig, später behülflich ). Vgl. lü̂tsâ…
MNWB
° lü̂delêflichêⁱt , f. , φιλανθρωπία (Bugenhagen-Bibel Tit. 3,4; Luther: leutseligkeit, danach in lutherischer Lit.). Vgl. lü̂tsâlichê(i)t.
WWB
Lǖde-lē²me m. [ Bri Wal] Menschenkot.
MNWB
1° lü̂delĩk , adj. , ansprechbar, zugänglich, affabilis (Aegid. Rom. 62).
Meyers
Lüdemann , 1) Karl , prot. Theolog, geb. 6. Juli 1805 in Kiel, gest. daselbst 18. Febr. 1889, ward 1831 Prediger an der dortigen Nikolaikirc…
WWB
~~~lǖden n. [verstr.] Glockenzeichen für das Angelus-Gebet.
WWB
Lǖdens-büᵉne Mädchenschlafraum ( Wie Heierm ).
Meyers
Lüdenscheid , Stadt im preuß. Regbez. Arnsberg, Kreis Altena, auf dem Bergrücken zwischen Lenne und Volme, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie H…
WWB
lüdens-dul Adj. heiratslustig ( Det Is).
WWB
Lǖdens-feªger m. Mann, der Mädchen nachläuft ( Hfd Wk).
MeckWBN
Wossidia Brotlüd' m. Pl. Leute, die das Brot, das Getreide beaufsichtigen, in der Sage vom Mäuseturm: hür, wo de Brotlüd' weitern (wehklagen…
MeckWBN
Wossidia MeckWB Butenlüd' m. Pl. 2. Leute, die auf dem Felde arbeiten Müll. Reut. 22 a .
MeckWBN
Wossidia Daglöhnerlüd' m. Pl. Taglöhner Müll. Reut. 23 b .
MeckWBN
Wossidia MeckWB Fuhrlüd' m. Pl. Fuhrleute; auffällige Schreibung: Fohrlüd' S. Neum. Volksm. 253 aus Ha Hagenow@Vellahn Vell , wo ôr > uo.
MeckWBN
Wossidia Gautslüd' m. Pl. Gutsleute Müll. Reut. 42 b .
MeckWBN
Wossidia Gedränkslüd' m. Pl. Menschen, die regelmäßig alkoholische Getränke trinken: Gedränkslüd' sünd dat nich Wi Wismar@Poel Poel .
MeckWBN
Wossidia Hawlüd' m. Pl. Gutsarbeiter Müll. Reut. 52 b ; S. Neum. Volksm. 148.
MeckWBN
Wossidia Schääpslüd' Pl. Seeleute, Matrosen H. Schröd. Buerh. 2, 52.
MeckWBN
Wossidia Schausterlüd' Pl. Schusterfamilie Müll. Reut. 113 a .
MeckWBN
Wossidia Sloßlüd' Pl. Schloßbewohner: de ganzen Sloßlüd' S. Neum. Volksm. 200.
MNWB
2 belü̑den , swv. , einläuten (z. B. den Rechtstag; ein Leichenbegängnis).
MeckWB
Gelüd' n. Geläute: dat ganze Gelüd' (alle Glocken) Reut. 3, 412. Dä. 148 b .
MNWB
gelü̑de , n. , Geläute.
MNWB
°* echtesman , -lü̑de gerichtlich bestellter Taxator, Abschätzungskommissar.
MNWB
vērlü̑de pl. zum folgenden.