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Kür

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
19 in 14 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Kür

Bd. 2, Sp. 1097b
Kür, Mz. die — en. 1) Die Wahl, die freie Gewalt zu wählen. Die Kur haben, die Wahl haben, wählen können. Ein böses Weib, ein offnes Grab, Wer zwischen beiden hat die Kür, Der wähle dieses, rathen wir, Nicht jenes. C. I gemeinen Leben auch die Kör, und in alten Urkunden Kor. Ehemahls bedeutete Kur auch die Wahl oder Erwählung selbst, daher noch in manchen besonders N. D. Städten die Rathswahl die Kur genannt wird. Dann auch, die durch freie Wahl und Übereinkunft der Obrigkeit und Unterthanen bestimmten Gesetze und die auf Übertretung derselben festgesetzten Strafen, welche Bedeutung sich gleichfalls noch in manchen O. S. Dörfern erhalten hat, wo die Kur oder die Kür eine kleine Geldstrafe ist, welche derjenige erlegen muß, der auf Erfodern des Richters bei der Zusammenkunft der Gemeine ausbleibt. 2) I engerer Bedeutung wird im Deutschen Staatsrechte Kur von der Wahl eines Reichsoberhauptes gebraucht, wo es besonders das Recht eines Fürsten bedeutet, das Oberhaupt des Reichs wählen zu dürfen, verbunden mit allen dazu gehörigen Vorrechten, Würden und Ländern; in welchem Falle die Mehrzahl nicht üblich ist. Mit der Kur beliehen werden, mit der Würde eines Kurfürsten und seinen Rechten und Ländern. Die Kur haftet auf der Kurmark Brandenburg. Uneigentlich bezeichnet Kur auch das Land, auf welchem dieses Recht, die Kur haftet oder mit dessen Besitze dieses Recht verbunden ist. Mit der Kur Brandenburg beliehen werden. Besonders kömmt es in dieser Bedeutung und zwar ohne Deutewort und als Eigenname in den Zusammensetzungen, Kurbrandenburg, Kurböhmen  vor, für das Kurfürstenthum Brandenburg  Auf den Reichstagen wurde auch oft der Kurfürst selbst oder sein Stellvertreter, der Gesandte gemeint, wenn es z. B. hieß, Kurmainz führt den Vorsitz auf den Reichstagen 
1788 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kürstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    kür stf. prüfung, prüfende wahl. ahd. churî Graff 4,519. sît ab er mit vrîer kür den kampf wolde bestân sô lie siʒ sîn u…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kuerM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    kuer , M. Vw.: s. kūre (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kür

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Kür , Mz. die — en . 1) Die Wahl, die freie Gewalt zu wählen. Die Kur haben, die Wahl haben, wählen können. Ein böses We…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kür

    Goethe-Wörterbuch

    Kür (freie) Wahl; hier, in etymologisierender Verstärkung von ‘Willkür’, iSv Anspruch, Streben, Zielsetzung [ Faust zu M…

  5. modern
    Dialekt
    Kürn.

    Mecklenburgisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Kür n. die Spielkarte Cœur, Herz: Kür, Herr Oberförster! Ausruf, wenn Herz ausgespielt wird.

  6. Spezial
    Kür

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kür f. (-,-en) 1 ‹sport› eserzize lëde m. 2 (das Küren, Wahl) lîta (lîtes) f. ▬ eine schwierige Kür laufen fá n ri eserz…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kuer

259 Bildungen · 254 Erstglied · 2 Zweitglied · 3 Ableitungen

kuer‑ als Erstglied (30 von 254)

Küras

WWB

kue·ras

Kür a s Kürass ( Rek Da). ¶ RhWb 4,1754: Kürass .

Kürasdrel

WWB

Küras-drel m. ungeschnittener Cordstoff (Baumwollplüsch) ( WmWb ).

Kürassiere

Meyers

kuerass·iere

Kürassiere (mittelalterlich Kyrisser, Kürisser, Korazzen ), ursprünglich neben den von Kopf bis zu Fuß gepanzerten Lanzenreitern ( Lantziere…

Kürassīr

WWB

Kürassīr m. Kürassier, schwerer Reiter ( Dor Wl).

Küraßreiter

PfWB

kuerass·reiter

Küraß-reiter m. : = Küraß 1, Keresreiter [RO-Feilbg (PfId. 75) Kühn Hamet 117]. Der eß bei de Kehresreiter, / Naⁿ , waß sa'schte dodezu! [ K…

kürbære

Lexer

kuer·baere

kür-bære adj. BMZ wälbar: erwälenswert, vorzüglich Trist. 6185.

kürbäumen

DWB

kuer·baeumen

kürbäumen in dem schon 3, 1372 angeführten sprichw. bei S. Frank 2, 110 b wer kürbäumen wil, der faulbäumet gern, dort von gesuchtem wollebe…

kürbäumig

RhWB

kuer·baeumig

kür-bäumig -:m- Sieg , MülhRh , Eusk-Zülp Adj.: unentschlossen, zu lange wählend, bes. empfindlich im Essen (störrig bei Pferden Sieg-ODoll…

Kürbaum

RhWB

kuer·baum

Kür-baum (s. S.) m.: 1. a. kr- eine uralte Eiche in dem Walde von Dinsl-Hiesf ; kȳr- auserlesener Baumstamm uWupp 1870. — b. kȳər- an der S…

kürbe

DWB

kürbe gleich kirchweih, s. d.

Kürbêêre

Adelung

kuer·beere

Die Kürbêêre , plur. die -n, in einigen Gegenden, ein Nahme der Beeren des Hartriegels, welche auch Horlsken und Hernsken genannt werden. S.…

kürbeln

DWB

kürbeln , gleich kürmeln ( s. d. ): si kürbelt und schlürket an der rede und wird gar ( ganz ) sprachlose. Schades sat. u. pasqu. 2, 260 , i…

KÜRBEƷ

BMZ

KÜRBEƷ stm. kürbiß. ahd. churbiʒ Graff 4,487. cucurbita churbeʒ, kurbeʒe, churbiʒ, kurbs sumerl. 40, 44. 55,72. gl. Mone 7,599. voc. o. 43,4…

kürbeʒgarte

BMZ

kürbeʒgarte kürbeʒkërne kürbeʒrëbe s. das zweite wort.

Kürbis

Pfeifer_etym

kuer·bis

Kürbis m. Der heute für eine wohl aus Amerika stammende Gattung rankenbildender Gemüsepflanzen und deren große kugelige Früchte geltende Nam…

kürbis

FWB

1. die Pflanze Cucurbita lagenaria L, Kürbis.; 2. ›Harnisch, Panzerjacke‹.

Kürbisgefräß

PfWB

kuerbis·gefraess

Kürbis ✝ -gefräß n. : = Kürbiskopf . Die Buwe mache 'n Kaerbsegfress / Un schtelle's in en Fenschder [ Birmelin Penns Poems 30]; zum Grundw.…

Kürbiskern

PfWB

kurbi·skern

Kürbis-kern m. : wie schd., Keʳweskeʳn u. ä. [verbr.]. Südhess. IV 53 ; Rhein. IV 1757 ; Els. I 469 . —

Kürbiskopf

PfWB

kuerbis·kopf

Kürbis-kopf m. : 'Nachbildung eines Kopfes aus einem Kürbis mit einer Kerze im Innern', ein Schreckmittel, -kopp [mancherorts, auch Gal]; vg…

kuer als Zweitglied (2 von 2)

Bauernwillkür

Wander

bauern·willkuer

Bauernwillkür Bauernwillkür ist frei. – Graf, 21, 235. Mhd. : Alle buern wikoer is vry. ( Richthofen, 269, X, 1. ) Das deutsche Mittelalter …

willkür

DWB

will·kuer

willkür , f. I I. herkunft und form. I@1 1) zu wille m. und kür f. ( daher: des allgewaltigen willens kür Göthe 15, 299 Weim. ); jüngere bil…

Ableitungen von kuer (3 von 3)

erküren

DWB

erküren , fehlerhafter infinitiv, den man im 18 jh. zu dem praet. erkor bildete. die wahre gestalt kann nur lauten erkiesen, höchstens, nach…

küre

DWB

küre , s. kürein, auch folg.

verküren

RhWB

ver-küren: 1. fərkȳ·ə.rt überdrüssig einer sonst gern gegessenen Speise Sieg-Hänschd . — 2. sich v., sich verplappern Verbr. wie k. 2.