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küpe

nhd. bis Lex. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
4 in 4 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

küpe f.

Bd. 11, Sp. 2756
[]küpe, f. bottich, kufe, farbekessel. 11, 1@aa) die form ist eine nd., die jedoch im vocal mit hd. kufe keineswegs stimmt, dem vielmehr nd. kôpe entspricht, s. darüber kufe I, a und b. küpe müszte hd. keufe heiszen, wie keubel wirklich besteht, s. kübel 1, b. c. 1@bb) nd. kpe gibt aus Hamburg Richey 144, als probe 'fleeschküpe, worin man einsalzet', bei Schütze holst. id. 2, 367 auszerdem blauküpe der färber (s. 3). auch im brem. wb. 2, 899 steht zwar küpe, aber als korb (s. kiepe 1, a, dazu kufe I, c und e, β), als kufe nur aus Richey, die brem. form ist vielmehr kope. auch andre wbb. geben zwar küper, aber kein küpe, wie Dähnert, bei Strodtmann 364b ist es dem Osnabr. abgesprochen (es heiszt küve, s.kübel 1, b). auch bei Chytraeus find ich nur kope cupa, weinfasz Hamb. 1594 cap. 93. 1@cc) daneben umlautlos kupe. so aus Berlin bei Adelung eine kupe bier, zwei fasz oder vier tonnen haltend, ungefähr was in Meiszen kufe. ostfries. kupe bottich, z. b. braubottich (auch lohgrube) Stürenb. 129a, wie das. kuper für küper. und so schon in einem nd. voc. des 15. jh., das aber zum rhein. neigt, cupe cupa Dief. 163a. 22) überhaupt erscheint das wort auch im rheinischen gebiete. in der Cölner gemma (nach nl. vorlage) kuyp dolium Dief. 189b; dagegen im 15. jh. nrh. kupen diota Dief. 183a, also zweihenkeliges gefäsz, in einem mehr mhr. voc. kyp cupa, kypenmacher cupifex 163a, ob für küpe? wieder anders in Aachen kupp f., färbekessel zum indigofärben Müller u. Weitz 136, ob die kürze urspr. ist? vgl. küffe, koffe unter kufe I, d. 33) im nhd. hat es geltung gewonnen nur in der färberei, wollfärberei ( Adelung). mnl. weetcûpe waidküpe hor. belg. 6, 262b, das wort könnte von den Niederlanden, wo die tuchmacherei einen alten mittelpunkt hat, ausgegangen sein. 3@aa) eig. der kessel selber, urspr. eben eine hölzerne kufe: wenn er bedachte dasz alles tuch schon zur farbe bereit, die küpe schon anfange zu kochen .. Arnim 1, 284; seine einbildungskraft erfüllte den raum mit küpen, feuerstellen, mit farbevorräthen .. 276. 3@bb) aber auch der inhalt des kessels, die mischung, auch die art ihrer zubereitung ( Adelung): wenn man die schnecke (purpurschnecke) zerstöszt, ihre feuchtigkeit auspresst und im kessel kocht, so ist in der küpe zuerst keine bestimmte farbe zu sehen. Göthe 53, 48. 3@cc) im engsten sinne von dem blaufärben durch indigo, genauer blauküpe (die blaue farbe Schütze holst. id. 2, 367), wieder sowol der kessel wie sein inhalt und das ganze verfahren. daher z. b. eine küpe anstellen, die blaue farbe im kessel zubereiten (Ad.); es gibt warme und kalte küpe, waidküpe, urinküpe u. a.
2676 Zeichen · 80 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    KüpeDie

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Die Küpe , Mz. die — n , ein tiefes Gefäß, eine Kufe. I Berlin ist die Küpe ein Bierfaß von bestimmter Größe und eine Kü…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Küpe

    Goethe-Wörterbuch

    Küpe term techn der Färberei: wäßrige Lösung eines Farbstoffs zum Färben von Textilien [ für: βαφή ; tinctura ] GWB N3,4…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Küpe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Küpe , ein größeres Gefäß, besonders in der Färberei das große kesselartige Gefäß, in dem die Zeuge gefärbt werden, und …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kuepe

27 Bildungen · 18 Erstglied · 9 Zweitglied · 0 Ableitungen

kuepe‑ als Erstglied (18 von 18)

kü̑peker

MNWB

kuepe·ker

° kü̑peker , m. , Böttcher (Holmberg Handwerkerbez . 181: Nordhorn). S. kü̑per.

küpenblau

DWB

kuepen·blau

küpenblau , in der färberei, blau das durch indigo in der küpe gegeben wird, als subst. wie adj., z. b. küpenblaues tuch. in Aachen kuppenbl…

kü̑pendrāger

MNWB

kuepen·drager

° kü̑pendrāger , m. , wohl = ° korfdrēger 1 (Hamburg 1508 [Hoeck Georgsk. 33]; oder l. kîpen- ?).

Kǖpenkǟrl

WWB

Kǖpen-kǟrl m. Handwerker, der Fässer anfertigt ( WmWb ).

Küperbaas

MeckWB

kueper·baas

Wossidia Küperbaas m. Küfer-, Kellermeister: (ick) hadd' ... in 'n Ratskeller mit den Küperbaas to väl Arrak ... pröwt Bri. 7, 218.

kǖperen

WWB

kuep·eren

kǖperen V. Küferarbeit verrichten ( Kr. Beckum Bek Al).

Kǖperlē¹sk

WWB

Kǖper-lē¹sk f. Rohrkolben (Typha) ( Kr. Münster Mün Hi).

Kǖperman

WWB

kuep·erman

Kǖper-man m. Handwerker, der Fässer anfertigt (Frbg.) ( Kr. Lüdinghausen Lhs Em).

Küpern

Adelung

kuep·ern

Küpern , bey den Webern, S. Adelung Köper .

Küperspiker

Campe

kueper·spiker

Der Küperspiker , des — s , d. Mz . w. d. Ez. eine Art Spiker, die etwa 1¼ Zoll lang sind.

kuepe als Zweitglied (9 von 9)

Idigküpe

Campe

idig·kuepe

Die Idigküpe , Mz. die — n , eine Küpe, zum Färben mit Idig. Bei den Färbern, die aus Idig bereitete blaue Farbe zum Färben selbst. Eine Idi…

indigküpe

DWB

indig·kuepe

indigküpe , f. bei den färbern eine blauküpe, die mit indig angestellt ist, im gegensatz zur waidküpe. Jacobsson 2, 312 a .

rührküpe

DWB

ruehr·kuepe

rührküpe , f. ein bottich der färber, worin die lösung des indigo durch rühren vollendet wird. Jacobsson 3, 467 b .

setzküpe

DWB

setz·kuepe

setzküpe , f. bei der indigobereitung ein beckenförmiges gefäsz am boden der ruheküpe, worin sich der dicke schlamm des indigo setzt. Jacobs…

urinküpe

DWB

urin·kuepe

urinküpe , f. , ' so heiszt nach dem betr. gefäsz die methode, den indigo durch faulenden urin zu reduziren und zu lösen ' Mothes baulex. (1…

waidküpe

DWB

waid·kuepe

waidküpe , f. ' bei den färbern, ein fasz, worin der waid zur farbe bereitet wird; ingleichen die darin befindliche zubereitete waidfarbe, z…

wauküpe

DWB

wau·kuepe

wauküpe , f. eine mit wau angesetzte küpe, zeuge darin zu färben Campe. —