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Küpe

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Küpe Die

Bd. 2, Sp. 1093a
Die Küpe, Mz. die — n, ein tiefes Gefäß, eine Kufe. I Berlin ist die Küpe ein Bierfaß von bestimmter Größe und eine Küpe Bier hält daselbst 2 Faß, 4 Tonnen, 16 Öhmchen, oder 384 Quart oder Maß. Bei den Färbern ist die Küpe ein kupferner Kessel, in welchem die Wolle  blau gefärbt wird; daher sie auch Blauküpe heißt. Uneigentlich verstehen die Färber darunter auch die Mischung und Zubereitung der Stoffe, welche sie zum Blaufärben nehmen. Eine Küpe anstellen, ansetzen, die blaue Farbe in dem Kessel zubereiten. Eine Küpe abstählen, vermittelst des Stahles die rechte Zeit erforschen, wenn der treibenden Küpe Kalk gegeben werden muß, damit sie nicht zurückschlage. Auf der Küpe einfärben, die Zeuge zum Färben in die Küpe einlegen. Auf der Küpe zusetzen, zumachen, die Küpe durch frischen Idig oder Waid wieder verstärken. Die Küpe ausfärben, alle Farbetheile durch Färben aus derselben ziehen. Die Küpe erholt sich, wenn sie schwarz gestanden hat oder dem Durchgehen nahe gewesen ist und wieder hergestellt wird. Die Küpe führen, die Farbenbrühe zum Färben auf lange Zeit geschickt erhalten. Die Küpe gehet süß, wenn sie wenig oder gar keinen Kalk bekommen hat; die Küpe hat eine fette Lauge, wenn die Brühe viel Farbetheilchen des Idigs bei sich hat. Die Küpe hat eine gute Blume, wird gut, wenn sie einen kupferblauen Schaum bekömmt, der nicht gleich zerplatzt. Die Küpe in den Trieb bringen, ihr nachhelfen, durch Erwärmen, fleißiges Aufrühren  Die Küpe ist angekommen, ist zum Gebrauch fertig. Die Küpe schlägt zurück, wenn ihr im Treiben zur Unzeit Kalk gegeben wird. Die Küpe stehet schwarz, wenn sie zu viel Kalk bekommen hat. Die Küpe treibt, wenn sich die Färbestoffe auflösen. Die Küpe verschärfen, verspeisen, ihr Kalk geben. Die Küpe wegschlagen, die Farbenbrühe derselben wegschütten. S. auch Kiepe.
1820 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    KüpeDie

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Die Küpe , Mz. die — n , ein tiefes Gefäß, eine Kufe. I Berlin ist die Küpe ein Bierfaß von bestimmter Größe und eine Kü…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Küpe

    Goethe-Wörterbuch

    Küpe term techn der Färberei: wäßrige Lösung eines Farbstoffs zum Färben von Textilien [ für: βαφή ; tinctura ] N3,42,2 …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Küpe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Küpe , ein größeres Gefäß, besonders in der Färberei das große kesselartige Gefäß, in dem die Zeuge gefärbt werden, und …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kuepe

21 Bildungen · 18 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

kuepe‑ als Erstglied (18 von 18)

kü̑peker

MNWB

kuepe·ker

° kü̑peker , m. , Böttcher (Holmberg Handwerkerbez . 181: Nordhorn). S. kü̑per.

küpenblau

DWB

kuepen·blau

küpenblau , in der färberei, blau das durch indigo in der küpe gegeben wird, als subst. wie adj., z. b. küpenblaues tuch. in Aachen kuppenbl…

kü̑pendrāger

MNWB

kuepen·drager

° kü̑pendrāger , m. , wohl = ° korfdrēger 1 (Hamburg 1508 [Hoeck Georgsk. 33]; oder l. kîpen- ?).

Kǖpenkǟrl

WWB

Kǖpen-kǟrl m. Handwerker, der Fässer anfertigt ( WmWb ).

Küperbaas

MeckWB

kueper·baas

Küperbaas m. Küfer-, Kellermeister: (ick) hadd' ... in 'n Ratskeller mit den Küperbaas to väl Arrak ... pröwt Bri. 7, 218.

Kǖperlē¹sk

WWB

Kǖper-lē¹sk f. Rohrkolben (Typha) ( Mün Hi).

Kǖperman

WWB

kuep·erman

Kǖper-man m. Handwerker, der Fässer anfertigt (Frbg.) ( Lhs Em).

Küpern

Adelung

kuep·ern

Küpern , bey den Webern, S. Adelung Köper .

Küperspiker

Campe

kueper·spiker

Der Küperspiker , des — s , d. Mz . w. d. Ez. eine Art Spiker, die etwa 1¼ Zoll lang sind.

kuepe als Zweitglied (3 von 3)

indigküpe

DWB

indig·kuepe

indigküpe , f. bei den färbern eine blauküpe, die mit indig angestellt ist, im gegensatz zur waidküpe. Jacobsson 2, 312 a .

waidküpe

DWB

waid·kuepe

waidküpe , f. ' bei den färbern, ein fasz, worin der waid zur farbe bereitet wird; ingleichen die darin befindliche zubereitete waidfarbe, z…