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Kuckuck

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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11 in 10 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Kuckuck Der

Bd. 2, Sp. 1076b
Der Kuckuck, des — s, Mz. die — e. 1) Ein Zugvogel, welcher gegen Ende Aprils zu uns kömmt und im August wieder in wärmere Länder ziehet, dessen Schnabel fast rund, nach vorn etwas umgebogen und an den Seiten ein wenig eingedrückt ist; die Nasenlöcher sind mit einem erhobenen Rande versehen und die Zunge ist pfeilförmig, ungetheilt und flach (Cuculus canorus L.); im O. D. Guckgauch, Gugger, Gauch, im N. D. auch Maivogel. I Deutschland giebt es zwei Arten davon, eine größere, die gemeinste, von der Größe einer Taube und am Oberleibe meist aschgrau, und eine kleinere, braun von Farbe. Merkwürdig ist es, daß der Kuckuck seine Eier nicht selbst ausbrütet, sondern sie in die Nester der Grasemükken, Bachstelzen, Zaunkönige und ähnlicher kleiner Vögel leget, welche sie mit ihren eigenen Eiern ausbrüten. Eine ausländische Art ist der Honigkuckuck. Der Kuckuck ruft seinen eigenen Namen aus, sagt man sprichwörtlich von einem Menschen, der durch seine Reden seine Denkart verräth, oder auch, der an Andern tadelt, was er selbst an sich hat. Х Er wird den Kuckuck nicht wieder rufen hören, er wird den Sommer nicht erleben. Uneigentlich nennt man auch ein Spielzeug der Kinder mit kleinen Bälgen, womit man einen dem Schreien des Kuckucks ähnlichen Ton hervorbringt, einen Kuckuck. I gemeinen Leben ist Kuckuck oft die versteckte Benennung des Teufels. Daß dich der Kuckuck! 2) Der Güldengünsel oder Berggünsel (Ajuga pyramidalis L.). 3) Blauer Kuckuck, ein Name des kriechenden oder blauen Günsels (Ajuga reptans L.). 4) Das gefleckte Knabenkraut, die Stendelwurz (Orchis maculata L.). 5) † I Wittenberg, der Name eines Bieres. 6) Auf den Schiffen, eine Laterne, die ganz dicht ist oder in welcher man das Licht ganz verborgen halten kann. Röding.
1762 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kuckuck

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Kuckuck , S. Adelung Guckguck .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kuckuck

    Goethe-Wörterbuch

    Kuckuck etwa die Hälfte der Belege ‘Guckguck’ u ‘Guckuck’, einmal ‘Guckuk’ 28,161,28 1 (nach seinem Ruf benannter) Wald-…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kuckuck

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Kuckuck ( Cuculus L .), Gattung der Klettervögel aus der Familie der Kuckucke ( Cuculidae ), schlank gebaute Vögel mit k…

  4. modern
    Dialekt
    Kuckuckm.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Kuckuck m. : 1. 'der Vogel K.', Guguck (ˈgugug) [allg.]. De G. ruft, kreischt [verbr.]. Man erwartet den ersten Kuckucks…

  5. Spezial
    Kuckuck

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ku|ckuck (Cuculidae) m. (-s,-e) ‹ornit› cuch (cuc) m. ✒ singt der Kuckuck auf der Sonnenseite, wird das Wetter schön can…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kuckuck

85 Bildungen · 84 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

kuckuck‑ als Erstglied (30 von 84)

Kuckucker

RhWB

kuck·ucker

Kuckucker gugugər Pl. t.: Spottn. für Walddörfler, z. B. Simm-Schlierschd , Kreuzn-BurgSponh usf. (s. K. 2 a β).

Kuckucksammer

Campe

kuckuck·sammer

† Die Kuckucksammer , Mz. die — n , ein Name der Grasmücke, weil sie die in ihr Nest gelegten Kuckuckseier ausbrütet.

Kuckucksbähnel

PfWB

Kuckucks-bähnel n. : 'die Bahn Lambrecht-Elmstein', Gugucksbähnl [ NW-Elmst ]; vgl. Heidelbeer(en)bähnel . —

Kuckucksbauer

PfWB

kuckuck·s·bauer

Kuckucks-bauer m. : 'Kleinbauer', scherzh., -baueʳ [mancherorts], -baieʳche, -bäueʳche [ ZW-Battw KL-Einsdhf ]; vgl. Geiß(en)bauer . Südhess…

Kuckucksbein

GWB

kuckuck·s·bein

Kuckucksbein Kukuks-, Guckucks- anatom: Steißbein (os coccygis) N8,271,8 VersGestaltTiere [ Zit s v Heiligenbein ] N(Corpus V B,22 Nr33) Mor…

Kuckucksblume

Campe

kuckuck·s·blume

Die Kuckucksblume , Mz. die — n , der Name verschiedener Pflanzen. 1) Einer Pflanze, deren kleine Blumen einfachen Nelken ähnlich sind und d…

Kuckucksbrot

PfWB

kuckuck·s·brot

Kuckucks-brot n. : 1. 'Sauerklee (Oxalis acetosella)', -brot [»vielfach« ( Wilde 219)]. Syn. s. Hasenklee 1. — 2. 'Buschwindröschen (Anemone…

Kuckucksbühne

RhWB

kuckuck·s·buehne

Kuckucks-bühne -bȳən Remschd f.: abgetrennter Raum des Hammerwerkes, in dem der Blasebalg steht.

Kuckuckschiefer

Campe

kuckuck·schiefer

Der Kuckuckschiefer , des — s , d. Mz . von mehrern Arten, w. d. Ez. eine Art Schiefer von bläulicher Farbe mit rothen Flecken, welcher im M…

Kuckucksdreck

RhWB

kuckuck·s·dreck

Kuckucks-dreck Wittl-Monzel , Bernk-Dhron Neumag , Mülh-Rh-Osth, Dinsl-Walsum m.: Harzfluss an Steinobstbäumen.

Kuckucksdriss

RhWB

kuckuck·s·driss

Kuckucks-driss -dres-, –ø-, –zs, –eis, –øy, –ē-, –- Sieg-Bergh , Eusk-Scheven, Rheinb-Queckenbg , Bo-Volmershv , MülhRh-Ensen , Bergh-Buir …

Kuckuckse

RhWB

Kuckuckse Sol (um 1867) Sg. t. f.: Frau mit Markttasche.

kuckuck als Zweitglied (1 von 1)

Ringelkuckuck

Adelung

ringel·kuckuck

Der Ringelkuckuck , des -es, plur. die -e, eine Art Kuckucke mit vergoldeten Flügeln und einem Ringel um den Hals; Cuculus alis deauratis Kl…