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Krüd'

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MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Krüd' f., n., n., f., n.

Bd. 4, Sp. 697
Wossidia Krüd' 1. f. mit Zucker eingedicktes Fruchtfleisch oder -saft, sowohl Mus, wie Plummen-, Wörtel-, Hambuttenkrüd', als auch Sirup oder Gelee, wie von Runkel-, Wurzel- und Birnensaft und von Holunderbeeren; Mi 47a; 'von beiderlei (nämlich Feld- und Garten-) Hambutten ... kann man auch ein wohlschmekkendes Mus (Krüde oder Krüh nennens die Mecklenburger) kochen' Nützl. Beitr. 1766, S. 303; Wörtelkrüd' dient statt der Butter auf Brot Mi Nachl.; Plummenkrüd' E. Krüg. 68; Krüde von Fliederbeeren als Brotaufstrich Mantz. Ruh. 18, 17; Krüd' als Sirup aus Wörteln nach dem Flachsbraken gegeben GüGüstrow@OldenstorfOld; allgem. 2. n. a. Spr. eingemachtes und gezuckertes Obst, Konfekt: '2 ßl för Krüde' (16. Jahrh.) Nützl. Beitr. 3 (1770) 81; hat der neue Meister dem Amt bei seiner Aufnahme zu geben: 'unde schal denne ... esken des donredages vor der cruceweken vor den amptbroderen allen unde des sondaghes dar neghest vor den radheren unde gheven denne krude' (Wi 1509—20) F. Crull Goldschm. IV; 'item, wat dat Krüde belanget, einem ideren schaffer is bewilliget 1 schil. tho geven' (1574) Grab. Lohgerb. 2, 52. 3. n., f. a. Spr. Gasterei, Festbewirtung: 'des Tages nach dem Schießen hat der neue König seine Krude (oder Gasterey) geben müssen' D. Schröd. Wism. 134; vgl.: 'wen dat krude des sondages ... wesen schall' (Lübeck 15. Jahrh.) Nd. Jb. 3, 85. Zur sprachlichen Form und Sache vgl. Nd. Jb. 1, 45; 3, 85; Nd. Kbl. 33, 11. Zss.: Beeren-, Fleeder-, Plummen-, Runkel-, Wörtel-, Zipollenkrüd'. — Mnd. krde n. — Dä. 257b.
1517 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Krüd'f., n., n., f., n.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Krüd' 1. f. mit Zucker eingedicktes Fruchtfleisch oder -saft, sowohl Mus, wie Plummen-, Wörtel-, Hambuttenkrüd', als auc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit krued

53 Bildungen · 49 Erstglied · 0 Zweitglied · 4 Ableitungen

krued‑ als Erstglied (30 von 49)

Krüd'bänk

MeckWB

krued·baenk

Krüd'bänk f. Bank, auf welcher Obst und andere Früchte ausgepreßt wurden; an dem einen Ende fing den Saft ein untergesetztes Gefäß auf Wi HN…

Krüd'beer

MeckWB

krued·beer

Krüd'beer f. zum Bereiten von Sirup oder Gelee (Krüd') geeignete Birnensorte Ro Dierh ; dazu 'Krud-Birnenbaum' (1732) Krüg.-Ploen 205.

Krüd'brot

MeckWB

krued·brot

Krüd'brot n. eine Semmelart in Form von Stollen; weil in Wi früher viel gebacken, auch Wismarsch Strümp genannt: 'Item de Wißmarschen geven …

Krüddelbirne

RhWB

krueddel·birne

Krüddel-birne -idəlbīr Koch-Leienkaul Laub Lutzerath f.: einer, der an allem zu mäkeln hat.

Krüddelig

Wander

Krüddelig Hä ess esu krüddelig wie en Ei. ( Bedburg. ) Zur Bezeichnung grosser Reizbarkeit sind mir aus Bedburg neben der vorstehenden Reden…

Krüddelkopf

RhWB

krueddel·kopf

Krüddel-kopf (s. S.) -īdəl- Trier-Stdt ; -id- May ; -yd- Köln-Kalk Stdt m.: dass.

Krüddelkräutchen

RhWB

krueddel·kraeutchen

Krüddel-kräutchen -idəlgręidχə(n) Saarl-Dilling ; -īd- Bitb n.: 1. Springkraut, impatiens noli tangere, auch Kr., rehr mich net on. — 2. übe…

krüddeln

RhWB

krüddeln gegenüber dem allg. verbr. krüddelig sein ist das Verbum nur noch sehr vereinzelt in Gebrauch, u. zwar -id- Birkf (selten), Saarbr-…

Krüddelsack

RhWB

krueddel·sack

Krüddel-sack -idəl- Saarl-Nade, Bernk-Hunolst , Kobl-SSebastian ; -īrəl- Simm-Laub ; -ydəl- Sieg-Ägid m.: dass.

krüddern

RhWB

krüddern -yd- Elbf schw.: einen kr., absichtlich ärgern, reizen, plagen, quälen.

krü̑deken

MNWB

krude·ken

krü̑deken, n. , Pflänzchen, Kräutlein , junge, zarte Pflanze, auch übertr., ên selsen k. kostbare Pflanze (von der Liebe zu Gott).

Krüden

Adelung

kru·eden

* Der Krüden , des -s, plur. inus. im gemeinen Leben einiger Gegenden, ein Nahme des Hahnenkammes, Bidens L. welcher auch Gabelkraut und Zwe…

Krüdĕner

Meyers

krued·ener

Krüdĕner , 1) Barbara Juliane von, bekannte Pietistin und Schriftstellerin, geb. 11. Nov. 1764 in Riga, gest. 25. Dez. 1824 in Karasu-Bazar,…

krü̑denêr(e)

MNWB

krude·nere

krü̑denêr(e) , krü̑dener , ° krü̑der (SL, wohl auch Seibertz Ub. 3, 45), m. , Kräuter-, Gewürzhändler , Spezereihändler, Kräutersammler , wi…

Ableitungen von krued (4 von 4)

entkrü̑den

MNWB

entkrōden; entkrü̑den , swv. , von Hinderung , Anspruch befreien.

gekrü̑de

MNWB

gekrü̑de , n. , Gewürz, Spezerei, s. krü̑de.

krü̑de

MNWB

krü̑de und weitere Komposita, gekrü̑de s. 1 krût.