Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Koralle f.
Koralle f.
Koralle f. Name lebender oder versteinerter, Kolonien (Stöcke) bildender Hohltiere warmer Meere, aus deren Kalkskeletten zusammenhängende versteinerte Massen (Inseln, Riffe) entstehen können, vgl. Koralleninsel, Korallenriff (19. Jh.), auch ‘Schmuckstein aus dem Kalkgerüst der roten Edelkoralle’ mhd. koral, koralle m., aus gleichbed. afrz. coral (vgl. frz. corail) oder mlat. corallus, das mit vielen Varianten auf spätlat. corallum, lat. corallium (älter cūral(l)ium), griech. korál(l)ion (κοράλ(λ)ιον), auch kūrálion, kōrál(l)ion (κουράλιον, κωράλ(λ)ιον) zurückgeht. Wahrscheinlich handelt es sich um ein Mittelmeerwort unbekannter Herkunft. Erwogen wird auch Univerbierung von griech. kórē halós (κόρη ἁλός) ‘Tochter des Meeres’ als Übersetzung eines ähnlichen ind. Ausdrucks. Zumindest läßt die wechselnde Schreibweise im Griech. die Annahme eines Zusammenhangs mit griech. kórē, kū́rē, kṓra (κόρη, κούρη, κώρα) ‘Jungfrau, Mädchen, Tochter’ vermuten.