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klacken

mnd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 9 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

klacken

klacken

kleckern Vb. ‘tropfenweise fallen, Kleckse, Flecke machen’, übertragen ‘langsam, mühsam vorwärtsgehen, vorankommen’, Iterativbildung (17. Jh.) zu heute nur noch mundartlichem klecken Vb. ‘(von Flüssigkeiten) geräuschvoll fallen, Flecke machen, schmieren’, übertragen ‘gut vonstatten gehen, gut ausgehen, ausreichen’, ahd. (9. Jh.), mhd. klecken ‘platzen, krachen, bersten, (sich) spalten, klecksen, klatschen, schallend schlagen’, übertragen ‘ausreichen, genügen, wirksam sein’. Verwandt sind Klack m. ‘Riß, Spalt, Knall, Krach, Klecks, Fleck’, ahd. (11. Jh.), mhd. klac (Genitiv klackes) ‘Riß, Spalt, Knall, Krach, Klecks, Fleck’. Entsprechend klack Interjektion schallnachahmend für einen knackenden, klatschenden Ton (beim Brechen, beim Reißen, beim Aufprall einer breiigen, tropfenden Masse), auch (zumal in der Doppelung klack klack) für einen kurzen, harten Ton. Expressiv erweitert klacks Interjektion Dazu Klacks m. ‘kleiner Fleck, eine kleine Menge dickflüssiger Substanz (wie Marmelade, Senf), Geringfügigkeit’ (18. Jh., doch wohl älter) sowie klacken Vb. ‘platzen, klatschen, schlagen, Flecke machen’ (17. Jh.), iterativ klackern (18. Jh.), engl. to clack ‘klappern, rasseln’, anord. klaka ‘zwitschern, gackern’, vielleicht auch griech. glázein (γλάζειν) ‘einen Gesang erklingen lassen’. Diese offensichtlich schallnachahmenden Bildungen führen auf ie. *glag-, eine Erweiterung der Schallwurzel ie. *gal- ‘rufen, schreien’, die sich auch in anord. kalla ‘nennen, sagen, rufen’ (woraus wohl engl. to call ‘rufen’), aslaw. glagolъ ‘Wort’, glagolati ‘reden, sprechen’, russ. (älter) gologólit’ (гологолить) ‘schwatzen, plappern’, mir. gall ‘Ruhm’ sowie (über andere Erweiterungen) in Klage, klingen (s. d.) fortsetzt. – erklecklich Adj. ‘ausreichend, beträchtlich, erheblich’ (17. Jh.), zu dem im 19. Jh. untergegangenen Präfixverb erklecken ‘genügen, helfen, nützen’ (16. Jh.), vielleicht schon (zweifelhaft belegtes) mhd. erklecken. Klecks m. ‘(Farb-, Tinten)fleck, Klümpchen’ (18. Jh.), älter Kleck (16. Jh.), aus klecken rückgebildet. klecksen Vb. ‘Kleckse machen, schlecht malen, schreiben, Zähflüssiges worauf fallen lassen’ (18. Jh.), zu Klecks bzw. Iterativbildung zu klecken.
2192 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    klackensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    klacken , sw. V. nhd. klecksen, hinklecksen Hw.: s. klackeren; vgl. mhd. klecken (1) E.: s. klak W.: s. nhd. (ält.) klec…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Klacken

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Klacken ,

  3. modern
    Dialekt
    klacken

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    klacke n s. klecken.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klacken

5 Bildungen · 2 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von klacken 2 Komponenten

klac+ken

klacken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

klacken‑ als Erstglied (2 von 2)

Klackenholz

RhWB

klacken·holz

Klacken-holz glagən- Saarl-Lisd n.: Holunder, aus dem die Klacken 1 b gefertigt werden.

Klackenmoll

RhWB

klacken·moll

Klacken-moll klakəmol Prüm-Steffeln ; glāgərdəmlərt Prüm-Bernd m.; klagəme·l. f. Prüm-Ringhuschd : Feuerunke.

klacken als Zweitglied (1 von 1)

upklacken

MNWB

° upklacken , swv. : aufklecksen, „ dar ... [ werd ] vör de wescherin ein klumken seep upklacket ” (Lauremberg ed. Lappenberg 75).

Ableitungen von klacken (2 von 2)

beklacken

RhWB

be-klacken -ā:g- Saarbg , Trier , Bitb schw.: 1. etwas, einen (sich) b., beschmutzen, bes. die Kleider, Windeln. — 2. übertr. a. betrügen, b…

verklacken

RhWB

ver-klacken bə(r)- : 1. eine Gegend mit etwas v., einen Gegenstand recht viel unter die Leute verkaufen; den hot dei Gegend beklakt demet. —…