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keilen

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
12 in 9 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

keilen

Bd. 4, Sp. 392
keilen schw.: I. trans. u. absol.: 1. in sinnl. Bed. absol. einen Keil eintreiben zum Auseinandertreiben oder zum Befestigen; se sen am k.; e Stöck Holz usənenk.; ene Sten fask. oder verk.; dat ös ävver su drengekilt, dat krig mer jo net mih los; ene Pos en de Erd k. Rip, OBerg. RA.: Der os am Klenken k. verrichtet unnütze Arbeit Waldbr-Geilenkausen. — 2. übertr. a. absol. u. etwas (einen) k., roh, unsanft werfen; se k. dir en de Birre werfen Knüttel (Steine) in den Birnenbaum; de freche Blagen k. möt Sten op de Dür, möt Knöppeln de Äppel van de Böm; jet (plomp) hink., derhink., op de Erd (Boddem) k. hinwerfen; Nöss, Äppel udgl. heraf-, herongerk.; Sten herenk. ins Gebäude; de Sache herusk. hinauswerfen Rip, OBerg, Grevbr, MGladb, Erk, Kemp, Geld (in diesen Geb. neben -ī:- auch -e·i.-), Neuw, Goar, Bernk, Trier, Prüm (überall -ę·i.-); se sen am k., k. sech (-ī:- u. -e·i.-) werfen mit Schneeballen Malm, Monsch, Jül, Dür, Bergh, Erk; -ę·i.- Prüm-Daleiden, Goar-Bacherach; -e·i.- mit Steinen werfen Kemp-Amern; drute k. Klickersp.; in einer Kaule wird von jedem Mitspielenden die gleiche Anzahl Klicker eingesetzt; mit einem Wurfkl. wird vom Ant aus in die Kaule geworfen; die hierbei herausgeschleuderten Klicker fallen dem Werfer zu Sol (-ī:-); drenkeile gelt net! — b. ein derbes Stück Brot udgl. erobk. abschneiden Trier-Kenn. — c. etwas vollstopfen α. z. B. ein Loch zustopfen u. das Hineingestopfte mit dem Hammer festschlagen; keil den Owen es gehireg fülle den Ofen gehörig; ebbes hinink. (herenk.) unordentlich in einen Behälter stopfen Kreuzn, Goar, Bernk, May, Daun, Prüm, Bitb, Trier; et git Erpele (Kartoffeln), dat mer de Stross domöt keile kann Köln-Badrf; de Bit (Bütte) as gekeilt bis oben angefüllt Trier-Köwerich, — vollgekeilt Prüm-Burb, — gekeiltevoll Bitb-Kyllbg, Daun-Katzwinkel; do häs der ävver de Gilles (Bauch) gekilt an Speisen dich übernommen Rheinb-Flamersh. — β. de Botter (Käs udgl.) k. dick auftragen; de keilt awer ebbes B. op et Brut; gehireg dropk. Bitb, Prüm, Daun, May, Altk, Sieg, MülhRh, Sol (-i·l.-). — γ. sich k., stark essen, sich mit Speise vollpfropfen; ech hon mech got (gehirig, dichtig) gekeilt Koch-Lutzerath, MüEif, Sieg-ODollend, Aach (-i·l.-), Neuss, Düss; e keilt sech der Baselmanes (an) Neuss; de Jong hat sich an dem Fladem gekilt MüEif. RA.: We sech wellt k., darsch (darf) sech net ile (eilen) Sieg-ODollend. — d.α. absol. bei Versteigerungen drauf losbieten, um die Wette bieten Goar, Prüm-Mürlenb 1860. — β. schnell verkaufen; wat fortk. Duisb. — e. absol. ein Sputum auswerfen; die ganze Stuff hoste voll gekeilt Verbr. wie Keil 1 e γ. — f. einen k. α. antreiben, drängen, quälen; an dem muss mer immer k., sust git's Stick sonst macht er nicht voran; hinner äm k.; anenanner k. Kreuzn-Sobernh Strombg, Meis-Abtw, Birkf, Wend (kęiələ Wend-Baumholder; -ęid- Wend-Offenb), Simm, Trier-Mehring, Eif (o. O.); einen mit Worten bearbeiten, überreden (aus der Studentenspr.) Saarbr. — β. sich k. (auch im -ī:-Geb. meist -e·i.-), sich prügeln, zanken, balgen, raufen Simm, Ottw, Kobl, Bernk, Trier, Neuw, Sieg, Dür, Eup (-ī:-), MGladb, Erk, Kref, MülhRuhr (-i-), Mörs (-ī-); do han se ävver es gehüreg dropgekeilt; dropgek., he hät et verdent (verdient)! Sieg. — g. absol. :- fluchen Berg, Sieg; s. donnerkeilen. — h. absol. -ę·i.- spottend nachsprechen May-OMendig. — II. intrans. mit ‘sein’, schnell laufen, entrinnen, schnell fahren; die sen ävver gekeilt, durch-, langs-, heran-, heraf-, herunner-, herengekeilt (usf.); k. gohn; fort-, wegk.; de kom ävver sihr gekilt; dat Perd kilt der a mir derlangs, dat hätt ken Düvel opgehale Rip, NBerg, Ruhr, Mörs, Kref, MGladb (in diesen Geb. neben -ī:- auch -e·i.-), Siegld, Neuw, Aden, Bernk, Wittl; ennen k. make gohn wegjagen Mörs; sech k. sich eilen, plagen Mörs-Friemersh; he kilt dran macht sich aus dem Staube Schleid-Reifferschd; keilern Bernk-Dusemond; Keilerches Verstecksp., wobei einige fortlaufen u. ein Männchen hinter sich zeichnen; sobald dies geschehen ist, verstecken sie sich u. dann erst dürfen sie gesucht werden Kreuzn-Sponh. — Abl. die Keilerei (bes. auch Rauferei, in dieser Bed. mit -ei- Allg.), dat Gekeil(s), der Keiler, sich zerk. (Rip).
4293 Zeichen · 125 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Keilen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Keilen , verb. reg. act. et neutr. und zwar letzteres mit dem Hülfsworte haben. 1) Mit Keilen spalten, oder befestigen. …

  2. modern
    Dialekt
    keilentr. v.

    Lothringisches Wb. · +5 Parallelbelege

    keilen tr. v. D. Si. mit einem Keil versehen.

  3. Spezial
    keilen

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    keilen umg. устраивать потасовку, драться, возиться, ссориться (не имеет отношения к "клину") Kaum ist das Scheinwerferl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit keilen

8 Bildungen · 0 Erstglied · 5 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von keilen 2 Komponenten

kei+len

keilen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

keilen als Zweitglied (5 von 5)

auskeilen

DWB

aus·keilen

auskeilen , cuneis firmare, cuneare. steht sowol gleichbedeutig mit einkeilen, als ihm entgegengesetzt für eingekeiltes auskeilen. bergmänni…

bekeilen

DWB

beke·ilen

bekeilen , cuneis instruere. bekeilt heiszt auch betrunken.

einkeilen

DWB

ein·keilen

einkeilen , cuneare, schw. inkila, dän. indkile: eintreiben und einkeilen. Luther 6, 154 ( s. vorhin einkauen); hier war fülle ineinander ge…

verkeilen

DWB

verk·eilen

verkeilen , verb. 1 1) mittels eines keiles befestigen, mhd. verkîlen. nhd. einen balcken verkeilen, cuneis adactis trabem firmare. Steinbac…

zukeilen

DWB

zukeilen , v. , mit einem keil verschlieszen: es ist auch gut, wenn man die mäuselöcher mit holtz zukeilet allg. haushalt. lex. 2, 283 b ; d…

Ableitungen von keilen (3 von 3)

bekeilen

DWB

bekeilen , cuneis instruere. bekeilt heiszt auch betrunken.

verkeilen

DWB

verkeilen , verb. 1 1) mittels eines keiles befestigen, mhd. verkîlen. nhd. einen balcken verkeilen, cuneis adactis trabem firmare. Steinbac…

zerkeilen

DWB

zerkeilen , verb. , durch einen eingetriebenen keil zertheilen; cuneis findere, in diversas partes dissolvere Stieler 909 ; frei einen strah…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „keilen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/keilen/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „keilen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/keilen/rhwb. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „keilen". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/keilen/rhwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_keilen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„keilen"},
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  urldate      = {2026-05-20},
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