innerlich attr gelegentl ohne Flexionsendung (zB GWB131,73,12 Was wir bringen [1802]); mehrf subst, auch im Superl; mit gut 250 exzerpierten Belegen (bei leichtem Überwiegen des adv gegenüber dem attr Gebrauch) deutlich geringer belegt, in den Anwendungsbereichen aber weitgehend deckungsgleich mit ‘innere’(sd)1) 1 im Inneren von etw (gelegen, vorhanden, stattfindend) a räuml-konkr; speziell auch: im (menschl) Körperinneren die sogenannte Tempelherrncapelle [des Schlosses zu Eger], obgleich i. sehr verletzt, doch so reinlich als möglich gehalten GWBT8,103,20 v 30.8.21 Schwierigkeiten .. ein i. vollkommen reines Flintglas zu bereiten GWBN4,263,11 FlH VI [Behauptung de la Chambres] daß die fixen Farben i-e Lichter der Körper seien GWBN3,296,2 FlH V als der Erdkörper mich wissenschaftlich zu interessiren anfing und ich seine Gebirgsmassen im Ganzen, wie in den Theilen, i. und äußerlich kennen zu lernen mich bestrebte .. GWBN9,124,22 GeolBöhm Löschpapier .. mit Kampher bestreut, ward äußerlich, Kampher gleichfalls, in kleinen Dosen, i. angewandt [gegen rheumat Beschwerden] GWB33,204,16 Camp GWBN2,115,14 FlP 194 GWB36,122,12 TuJ 1817 GWB35,15,22 TuJ 1790 GWB45,296,17 Diderot,Malerei uö b in (mehr od minder) abstr u übertr, auch bildhafter Verwendung iSv intern; bes im gesellschaftl-sozialen Kontext [mBez auf Nees’ Präsidentschaft der ‘Kaiserl Leopoldinisch-Carolinischen Akademie der Naturforscher’] Lassen Sie mich ja bald vernehmen .. wie sich Ihre Gesellschaft i. und äußerlich gestaltet GWBB31,205,6 Nees 24.6.19 Einem redlichen Deutschen, dem es um die wahre Naturwissenschaft zu thun ist, muß dieser i-e Krieg der französischen Physiker [Akademiestreit] höchst willkommen sein GWBN51,414,28 Fl WarteSteine Alle diese i-en Gänge und Wege [der menschl Seele] werden durch Schauspiele, besonders durch die Tragödie mit elektrischen Funken durchschüttert GWB51,151,14 ThS II 5 GWB341,77,26 KuARheinMain Köln uö iSv landesintern [Weisl:] Franken und Schwaben .. glimmt noch von den Resten des i-en verderblichen Bürgerkriegs GWB8,82,17 Götz2 III Aberglaube und Druck und ein falsches System politischer Ökonomie haben mehr beigetragen, Sicilien wüste zu machen, als die schlimmsten Wirkungen von Kriegen und i-en Unruhen hätten thun können GWB46,196,24 Hackert TgbKnight daß, in dem Maße wie die persische Macht i. zerfiel, Philipp von Macedonien eine Einheit gründen konnte GWB7,27,13 DivNot Geschichte GWB7,193,12 DivNot dellaValle uö 2 einer Sache innewohnend, immanent, im Wesen bzw in der inneren Anlage, Organisation, Struktur von etw liegend [unter dem Eindruck des Hochgebirges] die ewige i-e Kraft der Natur fühlt man sich ahnungsvoll durch jede Nerve bewegen GWB19,272,2 BrSchweiz II [Idee der Urpflanze] Mit diesem Modell .. kann man .. Pflanzen in’s Unendliche erfinden .. die, wenn sie auch nicht existiren, doch existiren könnten und .. eine i-e Wahrheit und Nothwendigkeit haben GWB31,240,15 ItR~B8,233,4 ChSteinCharlotte Albertine Ernestine v. Stein, geb. v. Schardt 8./9.6.87 Wir haben gesehen, daß diese [der Fortpflanzung dienenden] Organe, welche selbst von äußerer Gleichheit bis zur größten Unähnlichkeit sich verändern, i. eine virtuelle Gleichheit haben GWBN6,287,21 PhysiolPfl [mBez auf Miltons ‘Paradise Lost’] Der Gegenstand ist abscheulich, äußerlich scheinbar und i. wurmstichig und hohl GWBB14,139,6 Schiller 31.7.99 Eine Materie erhält durch die Arbeit eines echten Künstlers einen i-en, ewig bleibenden Werth .. GWB47,56,24 Kunst u Handw GWBT1,282,23 v 8.10.86 GWBN7,343 SpiralTend [nach Martius] GWBN8,129,10 ZwKnoch GWBB26,310,8 FSVoigt 26.3.16 uö iSv genuin, ursprünglich, intim; subst ‘das I-e’ für: das Wesentliche, Ureigene [betr Vorstellungen üb die Entwicklung des Menschengeschlechts, im Gefolge von Herders ‘Abhandlung üb den Ursprung der Sprache’, 1772] Ganz im i-sten Bezug auf seine Organe sowohl als seine Geistesfähigkeiten sei nun dem Menschen die Sprache angeboren GWB32,183,2 ItR ein Buch wie den dritten Theil der Ideen [Herders ‘Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit’, 1787] .. eben das Echte, Große, I-e was es hat, hat es in, aus und durch jenen Begriff von Gott und der Welt GWB32,112,12 ItR in der umschreibenden Fügung ‘so (recht) i.’ für: von innen heraus, von Grund auf (in Übereinstimmung mit der Natur einer Sache) in Verona muß ich mir was leichtes auf den Leib schaffen; es ist zwar nicht heis aber so recht i. warm, wovon ich seit solanger Zeit keinen Begriff gehabt habe GWBT1,185,15 v 13.9.86 [mBez auf Vertonung von ‘Scherz, List u Rache’] Ihre Accompagnements sind sehr glücklich und entspringen so i. aus der Melodie wie die Melodie aus dem Gedichte daß alles zum schönsten Ganzen wird GWBB7,151,23 Kayser 28.12.85 uö(selten) ‘i-er Wert, Gehalt’: der (exakt definierte) materielle (Gegen-)Wert eines Objekts; nur bezogen auf Münzprägungen Die nothwendigste Eigenschaft eines Münzfußes, die aus dem Bergiffe desselben herfließt, ist, daß er fest, sicher, gewiß sey. Der Staatsmann, der Kapitalist, der Handelsmann .. muß einen festen Maaßstab haben .. keinem von ihnen kann verborgen bleiben, daß das Geld nicht durch den Stempel, sondern durch einen gewissen i-en Werth Geld sey A2,379,30 Münzgutachten [vor 23.11.93] K A2,380,27 ebd uö 3 bezogen auf den Menschen, bes die tiefer liegenden, basalen Schichten der Persönlichkeit; öfter subst a jds innere, individuelle Anlage, Wesensart, seinen Charakter, auch seine momentane (Gesamt-)Konstitution od Befindlichkeit betreffend; öfter in Überschneidung mit b so sag’ ich vom Palladio: er ist ein recht i. und von innen heraus großer Mensch gewesen GWB30,77,15 ItR~T1,214,1 v 19.9.86 [üb den frz Schauspieler FJTalma] Talma gehört nun ganz eigentlich der neusten Welt an; sein Bestreben war, das I-ste des Menschen vorzustellen GWB40,132,21 FrzSchausp der Dichter .. der vom Himmel i. auf das köstlichste begabt ist .. muß auch von außen ungestört mit seinen Schätzen in der stillen Glückseligkeit leben GWB21,128,4 Lj II 2 Wenn man das Leben zugebracht hat sein I-es auszubilden, mit dem Wunsche auch nach außen genießbar und nützlich zu werden .. GWBB29,121,12 Schubarth [2.4.18] K Alles Gute mit dir! i., wenn nicht äußerlich GWBB24,22,4 Zelter 29.10.13 GWBT1,283,20u26 v 8.10.86 GWB491,213,1 Bossi,Leonardo Abendmahl GWB29,9,19 DuW 16 GWB35,89,14 TuJ 1801 uö in individueller Charakterisierung iSv gefühlvoll, herzlich; subst iSv Geistiges, Sublimes; zugl Bed b einbegreifend [mBez auf Kondolenzbrief eines Kaufmanns an G] Goethe meinte, es müsse doch ein i-er, empfindungswarmer Mensch seyn Gespr Kanzl Müller 5.1.31 [mBez auf Porträt des Theosophen Louis Claude de St. Martin] In der Silhouette hätt ich so viel innerliches nicht gesucht, mehr sinnliches GWBB5,109,4 Lavater [9.?4.81] einmal anthropomorphisierend von chem Elementen Man muß diese todtscheinenden und doch zur Thätigkeit i. immer bereiten Wesen wirkend vor seinen Augen sehen .. wie sie einander suchen, sich anziehen, ergreifen, zerstören .. und sodann aus der innigsten Verbindung wieder in .. neuer, unerwarteter Gestalt hervortreten GWB20,55,17 Wv I 4 b stärker den geistig- seelischen od gefühlsmäßigen Bereich, insbes emotionale Affekte akzentuierend; auch in bildhaftem Zshg [im Rückblick auf die Geschichte der Frz Revolution] das was mich i. beschäftigte, erschien mir immerfort in dramatischer Gestalt GWB33,263,28 Camp [Faust:] Ich fühl’s, vergebens hab’ ich alle Schätze | Des Menschengeists auf mich herbeigerafft, | Und wenn ich mich am Ende niedersetze, | Quillt i. doch keine neue Kraft GWB14,86 Faust I 1813 [Egm, üb jugendl Würfelspiel mit Alba:] da stand er grimmig, log Gelassenheit, und i. verzehrte ihn die Ärgerniß, mehr über mein Glück als über seinen Verlust GWB8,294,4 Egm V Die Harmonie seines [Werthers] Geistes war völlig zerstört, eine i-e Hitze und Heftigkeit, die alle Kräfte seiner Natur durcheinander arbeitete, brachte die widrigsten Wirkungen hervor AA116,26 Werth2 II [üb ‘Werther’] Es ist darin so viel I-es aus meiner eigenen Brust, so viel von Empfindungen und Gedanken, um damit wohl einen Roman von zehn solcher Bändchen auszustatten Gespr (FfA II 12,528,10) Eckerm 2.1.24 GWB151,100 Faust II 6804 GWB20,195,17 Wv I 18 GWB24,31,2 Wj I 2 GWB412,347,16 Anz:Wallenstein englÜbs uö(oft) gelegentl mit der Nuance des Verborgenen, Heimlichen, Verhohlenen od des (ganz) Eigenen, Persönlichen [Charlotte betreibt die Abreise Ottilies] Eduard .. schien ihr die Sache ganz zu überlassen; allein schon war i. sein Entschluß gefaßt GWB20,169,19 Wv I 16 [üb ‘Tasso’] Alles geschieht darin nur i.; ich fürchtete daher immer, es werde äußerlich nicht klar genug werden Gespr Kanzl Müller 23.3.23 [Alpenüberquerung in rasender Fahrt] so leid es mir that, diese herrlichen Gegenden mit der entsetzlichsten Schnelle .. zu durchreisen, so freuete es mich doch i., daß ein günstiger Wind hinter mir herblies und mich meinen Wünschen zujagte GWB30,32,19 ItR So sehr nun auch diese Neigung [zur Naturbetrachtung] mich i-st ergriffen hatte .. GWB32,45,15 ItR GWBT1,270,9 v 5.10.86 GWB33,178,17 Camp GWBB6,324,10 ChStein 9.7.[84] GWBT1,325,16 v 26.10.86 uö iSv in der Vorstellung [Besuch im Haus der Kölner Kunstsammler-Familie Jabach] wo mir das was ich sonst nur i. zu bilden pflegte, wirklich und sinnlich entgegentrat GWB28,285,23 DuW 14 in der attr Vbdg ‘i-e Lehre’ iSv auf Verinnerlichung, Vergeistigung hin angelegt Der christlichen Kirche .. sind wir die Erhaltung der Kunst .. schuldig. Denn obgleich die neue, i-e, sittlich-sanftmüthige Lehre jene äußere, kräftig-sinnliche [antike] Kunst ablehnen .. mußte, so lag doch in dem Geschichtlichen der Religion ein .. vielfacher .. Same GWB341,160,21 KuARheinMain Heidelb idVbdg ‘aufs i-ste gepeinigt’ iSv innerlichst, im tiefsten Innern bzw innerlich aufs heftigste GWB52,271,10 ThS VI 12 Syn GWBinnere(auch: im I-n) zu 1 GWBinnen zu 1a GWBinnerhalb 1) nach Adelung2 2,1384 gehört ‘innere’ stilist der “edlern Schreibart” an Nikolaus LohseN.L.