Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Huldigung
Huldigung
Huld f. ‘Wohlwollen, Gunst, Gnade, Geneigtheit’, ahd. huldī (8. Jh.), hulda (Hs. 12. Jh.), mhd. hulde ‘Dienstbarkeit, Ergebenheit, Treue (des Lehnsmanns seinem Herrn gegenüber), Geneigtheit, Wohlwollen (des Herrn gegenüber den Untergebenen)’, asächs. huldi, mnd. hülde, hulde, aengl. hyldu, mnl. nl. hulde, afries. helde, hulde, anord. hylli, aschwed. hylle sind Abstraktbildungen zu dem unter hold (s. d.) dargestellten Adjektiv. Die gekürzte, einsilbige Form Huld tritt zuerst (15. Jh.) im Obd. auf. – huldigen Vb. ‘einer Sache mit Überzeugung anhängen, sie vertreten’, älter ‘seine Verehrung zu erkennen geben, sich einem Herrscher durch Treuegelöbnis unterwerfen, Ergebenheit bezeugen’, spätmhd. huldigen ‘sich geneigt machen, für sich gewinnen’; vgl. ahd. hulden ‘beschwichtigen, versöhnen, für sich gewinnen’ (9. Jh.), mhd. frühnhd. hulden ‘geneigt machen, Dienstbarkeit, Treue geloben’. Huldigung f. (15. Jh.); vgl. mhd. huldunge, frühnhd. huldung.