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Hürde

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Hürde

Bd. 2, Sp. 1329
Die Hürde, plur. die -n, eine von Ruthen, Zweigen oder Draht geflochtene bewegliche Wand; gemeiniglich nur noch in einigen einzelnen Fällen. Dergleichen sind die von Weiden geflochtenen Hürden, sich in einer Belagerung dahinter zu decken; die Hürden der Tuchmacher, die Wolle darauf zu schlagen; die Darrhürden, worauf das Malz gedarret wird, und welche zuweilen auch von Draht sind; die Käsehürden, die Käse darauf zu trocknen u. a. m. In engerer Bedeutung werden die Schafhürden, oder solche geflochtene Wände, welche den Schafen des Nachts auf dem Felde zur Sicherheit dienen, und an einander gesetzet werden können, Hürden genannt. Die Hürden aufschlagen. Auf 300 Stück Schafe rechnet man 20 Hürden, jede sieben Ellen lang. Wo denn auch wohl der auf solche Art[] umschlossene Platz eine Hürde, oder im Plural die Hürden genannt wird. Anm. Im gemeinen Leben bald Horde und Horte, bald auch Hurte und Hürte, bey den Schwäbischen Dichtern Huirste, im Nieders. Hordt, im Angels. im Diminut. Hyrdl, im Engl. Hurdle, im Griech. κορδυλη, im mittlern Lateine Hurdictum. Einige Sprachlehrer leiten es von Herde und Horde ab andere von dem alten hirten, bewahren, S. Hirt. Allein da im Wend. eine solche Hürde mit Versetzung des r Hroda, ein Zaun Hrodz, und zäunen hrodzu, genannt wird, so siehet man bald, daß es auch mit dem Latein. Crates verwandt ist, und entweder zu Ruthe, oder auch zu Haar, so fern solches ehedem auch Baumäste bedeutete, abstammet. S. Krätze. Im mittlern Lateine sind Hardes, und im Franz. Hards und Harcelles, aus weidenen Ruthen geflochtene Stricke, S. Gerte. Wenn es in dem Schwabenspiegel heißt, den, welcher mit Zauberey umgehet, solle man auf einer Hurte verbrennen, so scheinet es hier mehr zu Hort, ein Berg, Haufen, als zu diesem Hürde zu gehören, zumahl da es in dem alten Augsburgischen Stadtrechte ausdrücklich durch Scheiterhaufen erkläret wird. S. Hort.
1894 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hürde

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Hürde , plur. die -n, eine von Ruthen, Zweigen oder Draht geflochtene bewegliche Wand; gemeiniglich nur noch in eini…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hürde

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Hürde , s. Horde .

  3. modern
    Dialekt
    Hürde

    Rheinisches Wb.

    Hürde vereinzelt hīərt Koch-Laub , -ȳə- Bergh-Hüchelhv ; -ă- Elbf ; hylšə Geld-Leuth f. (n.): Schafshürde; sonst Parəch…

  4. Spezial
    Hürde

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Hür|de f. (-,-n) 1 (Beeinträchtigung, Hindernis, Hemmnis) impedimënt (-nc) m. , inciamp (-s) m. 2 (Zaun) si (sis) f. 3 (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit huerde

14 Bildungen · 12 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

huerde‑ als Erstglied (12 von 12)

hürdengerte

DWB

huerden·gerte

hürdengerte , f. gerte, wie sie zum flechten der schafhürden dient; hürtgerten vimen Schottel 1339 .

Hürdenlauf

LDWB2

huerden·lauf

Hür|den|lauf m. (-[e]s, ...läufe) ‹sport› saltada cun impedimënc f. , saltada sura i ciavaloc f.

hürdenmacher

DWB

huerden·macher

hürdenmacher , m. verfertiger von hürden; bei Stieler 868 hurtmacher, cratitor, hürtmacherin, ejus uxor aut alia femina crates vinciens, siv…

hürdenstecken

DWB

huerden·stecken

hürdenstecken , m. stecken, der das flechtwerk der hürden zusammenhält; bei Frisch 1, 478 c hurtenstecken.

hürdenwand

DWB

huerden·wand

hürdenwand , f. aus hürden geflochtene wand: hürdenwände, cratitius Frisch 1, 478 b ; cratitii parietes hürdwände Kirsch cornuc.; hürdwend, …

huerde als Zweitglied (2 von 2)

Darrhürde

Adelung

darr·huerde

Darrhürde , plur. die -n, häselnen Ruthen oder Draht geflochtene Horden, auf welche das Malz bey dem Darren ausgebreitet wird.

schafhürde

DWB

schaf·huerde

schafhürde , f. hürde zum einpferchen von schafen. Adelung. schaaf-horden oder hurden öconom. lex. (1731) 2143. Luther schreibt schafhürte, …