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Henke

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Henke

Bd. 9, Sp. 167
Henke, 1) Heinrich Philipp Konrad, protest. Kirchenhistoriker, geb. 3. Juli 1752 zu Hehlen im Braunschweigischen, gest. 2. Mai 1809 in Braunschweig, wurde zu Helmstedt 1778 außerordentlicher und 1780 ordentlicher Professor der Theologie und Direktor des theologischen Seminars, 1800 Generalsuperintendent der Diözese Schöningen, 1803 Abt von Königslutter, 1804 Vizepräsident des Konsistoriums und Kurator des Carolinums in Braunschweig. Er schrieb eine verdienstliche »Allgemeine Geschichte der christlichen Kirche« (neue Aufl., Braunschw. 1795–1806, Bd. 1–6), fortgesetzt von Vater (Bd. 7–9,1818–20). Außerdem gab er eine Reihe von Zeitschriften heraus: »Magazin für die Religionsphilosophie, Exegese und Kirchengeschichte« (Helmstedt 1793- 1804); »Archiv für die neueste Kirchengeschichte« (Weimar 1794–99) etc. Vgl. Wolff und Bollmann, Denkwürdigkeiten aus Henkes Leben (Helmst. 1816). 2) Adolf Christian Heinrich, Mediziner, geb. 12. April 1775 in Braunschweig, gest. 8. Aug. 1843, studierte seit 1795 in Helmstedt und Göttingen, ließ sich 1802 als Arzt in Braunschweig nieder, wurde 1805 Professor in Erlangen, begann daselbst 1809 seine Vorlesungen über Staatsarzneikunde und wurde 1816 Professor der Physiologie, Pathologie und Staatsarzneikunde, 1818 Professor der Therapie und Direktor der klinischen Anstalten. Er schrieb: »Handbuch der allgemeinen und speziellen Pathologie« (Berl. 1806–08, 3 Bde.); »Handbuch zur Erkenntnis und Heilung der Kinderkrankheiten« (Frankf. 1809; 4. Aufl. 1837, 2 Bde.); »Lehrbuch der gerichtlichen Medizin« (Berl. 1812; 13. Aufl. von Bergmann, 1859); »Abhandlungen aus dem Gebiete der gerichtlichen Medizin« (2. Aufl., Leipz. 1822–34, 5 Bde.); auch gab er seit 1821 die »Zeitschrift für die Staatsarzneikunde« heraus und schrieb anonym: »Darstellung der Feldzüge der Verbündeten gegen Napoleon 1813–1815« (Erlang. 1814–16, 4 Bde.). 3) Ernst Ludwig Theodor, Kirchenhistoriker, Sohn von H. 1), geb. 22. Febr. 1804 in Helmstedt, gest. 1. Dez. 1872, habilitierte sich 1827 in Jena, wurde 1828 Professor am Carolinum in Braunschweig, 1833 außerordentlicher Professor in Jena, 1836 Konsistorialrat in Wolfenbüttel, 1839 ordentlicher Professor der Theologie in Marburg, 1849 zugleich Ephorus des theologischen Seminars. Außer seinem Hauptwerk »Georg Calixtus und seine Zeit« (Halle 1853–1860, 2 Bde.) schrieb er: »Papst Pius VII.« (Marburg 1860); »Konrad von Marburg« (das. 1861); »Die Eröffnung der Universität Marburg« (das. 1862); »Kaspar Peucer und Nik. Krell« (das. 1865); »Jakob Friedrich Fries, aus seinem handschriftlichen Nachlaß dargestellt« (Leipz. 1867); »Zur neuern Kirchengeschichte« (Marburg 1867). Aus seinem Nachlaß erschienen: »Neuere Kirchengeschichte« (hrsg. von Gaß, Halle 1874–80, 3 Bde.), »Ergebnisse und Gleichnisse« (Leipz. 1874) und »Vorlesungen über Liturgik und Homiletik« (Halle 1876). Vgl. Mangold, Ernst Ludwig Theodor H. (Marburg 1879). 4) Wilhelm, Anatom, Sohn des vorigen, geb. 19. Juni 1834 in Jena, gest. 17. Mai 1896 in Tübingen, studierte seit 1852 in Marburg, Göttingen, Berlin, wurde Assistent von Donders in Utrecht, habilitierte sich 1858 als Privatdozent in Marburg, wurde daselbst Prosektor und 1864 außerordentlicher Professor, ging 1865 als Professor der Anatomie nach Rostock, 1872 nach Prag und 1875 nach Tübingen. 1895 trat er in den Ruhestand. Er veröffentlichte: »Die Gruppe des Laokoon« (Leipz. 1862); »Handbuch der Anatomie und Mechanik der Gelenke« (das. 1863); »Das Auge und der Blick« (Rostock 1871); »Zeichnen und Sehen« (2. Aufl., Berl. 1886); »Die Menschen des Michelangelo im Vergleich mit der Antike« (das. 1871); »Beiträge zur Anatomie des Menschen mit Beziehung auf Bewegung« (Leipz. 1872); »Topographische Anatomie des Menschen in Abbildung und Beschreibung« (Berl. 1879–83, 2 Bde.); »Handatlas und Anleitung zum Studium der Anatomie im Präpariersaal« (das. 1888–89); »Vorträge über Plastik, Mimik und Drama« (Rostock 1892).
3928 Zeichen · 77 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    henkeswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    henke ( ahd. hangju Graff 4,768 ) swv. hänge, henke. — schon in Notkers schriften wird henchen (suspendere) von hengen (…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    HenkeM.=PN

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Henke , M.=PN Vw.: s. Henneke (3) L.: MndHwb 2, 275 (Henke)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    henkef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    henke , f. fest am ende der dresch- oder erntezeit, wo die geräte an den nagel gehenkt werden; drischel-, flegel-, siche…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Henke

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Henke , Adolf Christian Heinrich, ein Verwandter des Vorigen u. berühmter medicin. Schriftsteller, geb. 1775 zu Braunsch…

  5. modern
    Dialekt
    Henke

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Henke s. Henk .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit henke

216 Bildungen · 154 Erstglied · 59 Zweitglied · 3 Ableitungen

henke‑ als Erstglied (30 von 154)

Henkebach

SHW

Henke-bach Band 3, Spalte 263-264

henkebühel

KöblerMhd

henke·bühel

henkebühel , st. M. nhd. „Henkbühl“, Galgenhügel Q.: Chr (15. Jh.) E.: s. henken (1), bühel W.: nhd. DW- L.: DRW

Henkedüppen

RhWB

henke·dueppen

Henke-düppen (s. S.) meist hęŋkəl(ts)- n.: Topf mit Henkel. RA.: Dem es ener no met zwei Pennige aus em Hinkelsdeppe dem Furchtsamen Wend-Ma…

Henke, Ernst Ludw. Theod

DWBQVZ

--- Jakob Friedrich Fries. aus dem handschriftlichen nachlasse dargestellt. Leipzig 1867 . ---

Henkeglas

RhWB

henke·glas

Henke-glas Rhfrk, Mosfrk hęŋgə- (usf.), sonst hęŋkəl(ts)- n.: Glas mit Henkel im Gegens. zum henkellosen Köppchen.

Henke, Heinr. Phil. Konr

DWBQVZ

--- allgemeine geschichte der christlichen kirche nach der zeitfolge. Braunschweig 1788—1802. VI. — QV II ( ohne ausgabenbezeichnung ) —. --…

Henke, Herm. Ed. Wilh

DWBQVZ

--- oeffentliches recht der schweizerischen eidgenossenschaft und der kantone der Schweiz. nebst grundzügen des allgemeinen staatsrechts. Aa…

Henkekorb

RhWB

henke·korb

Henke-korb Rhfrk, Mosfrk hęŋgə- (usf.) [ Prüm-Rommersh hęŋk- ] doch auch hier wie sonst stark mit hęŋkəl(ts)- durchsetzt; hęnkə- Köln-Stdt m…

Henkelkorb

SHW

Henkel-korb Band 3, Spalte 265-266

Henkelkrug

SHW

Henkel-krug Band 3, Spalte 265-266

Henkelblume

Campe

henkel·blume

Die Henkelblume , Mz. die — n , bei Planer, der Name eines an den Seeufern in Idien wachsenden Gewächses, welches ein Bäumchen mit hangenden…

henkelboum

MWB

henkel·boum

henkelboum stM. ‘Balken zum Aufhängen von Gegenständen’ cuplę a copulando : henkilboum / hengelboͮm SummHeinr 1:268,266; copulæ : henkilboma…

henkelducaten

DWB

henkel·ducaten

henkelducaten , m. dukaten der mit einem henkel versehen ist, damit er als halsschmuck getragen werden kann.

henkelflasche

DWB

henkel·flasche

henkelflasche , f. flasche mit einem henkel oder henkeln: liesz sich eine grosze henkelflasche reichen. Arnim kronenw. 1, 281 .

henkelform

DWB

henkel·form

henkelform , f. eine form von thon, lehm oder gips, worin ein henkel zu einer glocke oder zu zinnernen kannen gegossen wird. Jacobsson 2, 25…

Henkelgefäß

Campe

henkel·gefaess

Das Henkelgefäß , des — es, Mz. die — e , ein mit einem Henkel oder mit Henkeln versehenes Gefäß.

henke als Zweitglied (30 von 59)

bëtschënke

Lexer

betsch·enke

bët-schënke swm. abgabeschinken. pätschenke Urb. Son. 91,40. Zingerle fasst es als »wadschinke«; vgl. bëtvake.

bierschenke

DWB

bier·schenke

bierschenke , f. caupona, bierhaus, bierkneipe, wofür man heute bierlocal sagen hört.

bērschenke

KöblerMnd

bēr·schenke

bērschenke , M. nhd. Schenkwirt Hw.: vgl. mhd. bierschenke E.: s. bēr (1), schenke W.: s. nhd. (ält.) Bierschenk, M., „Bierschenk“, Bierwirt…

erbeschenke

KöblerMhd

erbe·schenke

erbeschenke , sw. M. nhd. „Erbschenke“, erbliches Hofamt des Mundschenk Q.: Urk (1441) E.: s. erbe (2), schenke (1) W.: nhd. Erbschenk, M., …

Êrbschênke

Adelung

erb·schenke

Der Êrbschênke , des -n, plur. die -n, ein Erbbeamter verschiedener ansehnlichen Stifter und fürstlichen Personen, S. Adelung Schenke Die Er…

flegelhenke

DWB

flegel·henke

flegelhenke , f. ein schmaus, wenn die erntedrescher die flegel an den nagel henken. bei Stalder 1, 162 unter pflegelhänki, vgl. sichelhenke…

gehenke

Lexer

geh·enke

ge-henke stn. BMZ gehenke, eine am brustriemen des pferdes hängende zierrat Er. ;

Geschenke

Campe

Х Das Geschenke , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

helleschenke

Lexer

helle·schenke

helle-schenke swm. höllenwirt, teufel. dar zuo wil im brûwen der helleschenke ein sunder bier Mart. 60,73.

hoveschenke

KöblerMhd

hovesch·enke

hoveschenke , sw. M. nhd. Hofschenk, Inhaber des Schenkenamts Q.: MGHConst (1347) E.: s. hof (1), schenke (1) W.: nhd. (ält.) Hofschenk, M.,…

hove|schenke

MWB

hove|schenke swM. ‘Hofschenk, Inhaber des Schenkenamts’ (zur Sache vgl. DRW 12,450ff.): wan wir unserm liben getruwen Ulrich von Hochsteten …

hōchzītschenke

KöblerMhd

hōchzītschenke , st. F. nhd. Hochzeitsgeschenk Q.: NP (13./15. Jh.) E.: s. hōchzīt, schenke (2) W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 1320 (hôchtîdsch…

judengeschenke

KöblerMhd

juden·geschenke

judengeschenke , st. N. nhd. Judengeschenk, Abgabe der jüdischen Bürger Q.: DRW (1431) E.: s. jude, schenken W.: nhd. DW- L.: DRW

klippschenke

DWB

klipp·schenke

klippschenke , f. nordd., geringe schenke, wie klippkrug ( Adelung ): das bierschild zu einer klippschenke. Fr. Müller 1, 169 . s. auch klap…

kneipschenke

DWB

kneip·schenke

kneipschenke , f. kleine schlechte schenke. Adelung. der wirth, der in seiner kneipschenke wissentlich morden läszt, ist nicht ein haar bess…

kollācienschenke

KöblerMnd

kollācie·n·schenke

kollācienschenke , M. nhd. Schenkmaß für Gelage E.: s. kollācie, schenke (1) L.: MndHwb 2, 615 (kollâcienschenke)

Meisterschenke

DRW

meister·schenke

Meisterschenke, f. Umtrunk der Zunftmitglieder zu Ehren der neuen Zunftmeister vgl. Meisterbier, Meisterwein 1490 WürzbPol. 200

metschenke

DWB

met·schenke

metschenke , m. metverkäufer, wirt der met schenkt: item am freitag nach Margarethe hat man alle kandel und andere mesz zu allen gastgeben, …

minneschenke

Lexer

minne·schenke

minne-schenke swm. der m. ist aller meist der übersüeʒe gotes geist Msh. 2,175 b .

Morgenschenke

DRW

morgen·schenke

Morgenschenke, f. eine Pfründeneinnahme in Form von Wein vgl. Pfründwein (I) eyn jslicher thumprobst adir forminder ... sollen vns [thuͤmdec…

nāchschenke

KöblerMhd

nāchschenke , sw. M. nhd. „Nachschenk“, Mundschenk Q.: UvEtzWh (vor 1297) E.: s. nāch, schenke W.: nhd. DW- L.: Lexer 147c (nāchschenke), Le…

Ableitungen von henke (3 von 3)

behenke

BMZ

behenke swv. behänge. der heide glanz ins meien zît mit touwe behenket W. Wh. 364,23.

erhenke

BMZ

erhenke swv. erhänge. in hæt erhenget (erhenket?) daʒ gotes her Reinh. 1023.

gehenke

Lexer

ge-henke stn. BMZ gehenke, eine am brustriemen des pferdes hängende zierrat Er. ;

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APA
Cotta, M. (2026). „henke". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/henke/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „henke". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/henke/meyers. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „henke". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/henke/meyers.
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