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Haue

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
12 in 10 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Haue

Bd. 3, Sp. 325
Haue hāu, hǫ·u., hā: Rhfrk, Mosfrk, Rip, NBerg, SNfrk in Grevbr, MGladb, sonst Nfrk hak [Geld-Weeze hǫuk] [h: May, Aden; h: Aden-Rodder; hä·u. Ottw (nur in Stockh.); hE·y. Trier-Fell; hǫ·u.f, hā:w Bernk, Saarbg, Merz hier u. da, Boppard, Meis; hęχ Saarbg-Wilting]; Pl. -ə(n); das Demin. Rip durchweg hχə; Simm-Belth hājəlχə] f.: 1.a. Hacke mit nicht zu schräg stehendem, nicht zu breitem Blatt, zum Aufhacken des Bodens bei Feld- u. Gartenarbeit; es kommt bei diesem Gartengerät vor allem auf die Stellung des Blattes zum Stil (Hälft) an; de H. steht ze vell ze Foss (Fuss); se steht ze vell unger sech zu schräge, — ze pil zu gerade Rip, Allg.; de platte H. mit breiterem Blatte, das mehr rechtwinklig steht, zum Abschuppen des Rasens, der Weinberge benutzt (s. auch Schachelier); im Hunsr wird die H. auch zum Abhacken des Holzes benutzt; Sichel Gummb-Drabenderhöhe; halfschleit H. Häpe Remschd; besondere Arten führen bes. Namen, Garden-, Keil-, Kreuz-, Pil-, Rott-, Schiffel-, Spitz-, Stock-, Sträuels-, Unter-, Wiesenh. (s. d. W.). — Et Höche ist meist eine Hacke mit breiter Klinge an einer Seite u. zwei Zinken (Karst) an der andern Seite. — RA.: Wie ich oss un dronk, geht die H. ihre Gangk Bernk-Wolf. Die (Frau) hät de H. on och de Schöpp (Schaufel) das Regiment Bergh-Blatzh. De drett Frau brängk Schöpp on H. zum Grabmachen Schleid. Met Schöpp on H. werke (schaffe) grobe Arbeit verrichten, wirklich arbeiten Schleid, Allg. Der ös möt er H. net klen ze brenge der Unermüdliche, Schwatzhafte Rip. — b. das dreiarmige Eisen (Kreuzkopfgelenk) am Kopfe des Langeisens in der mittleren Öffnung des oberen Mühlsteines, des Läufers, diesen tragend Rhfrk, Mosfrk, Rip, Selfk. — 2. übertr. a. verächtl. Mund; de H. fege Bergh-Hüchelhv. — b. ich sen e Höche habe nur zwei Zähne im Oberkiefer MüEif.
1827 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Haue

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Haue , plur. die -n, ein Werkzeug zum Hauen, doch nur in engerm Verstande, ein Werkzeug in die Erde zu hauen, oder d…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Haue

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Haue , soviel wie Dexel (s. d.).

  3. modern
    Dialekt
    HauePl.

    Pfälzisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Haue 1 Pl. : ' Schläge, Prügelstrafe ', umgspr., Haawe [KU-O'staufb], Haue [ PS-Geisbg LU-Friesh ]. Es setzt Haue [ LU-L…

  4. Sprichwörter
    Haue

    Wander (Sprichwörter)

    Haue 1. Die Haue will einen Stiel haben. – Eiselein, 285; Simrock, 4394. 2. In die Haue gehört ein Stiel. 3. Der Haua en…

  5. Spezial
    Haue

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Haue f. (-,-n) sapa (sapes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit haue

95 Bildungen · 80 Erstglied · 13 Zweitglied · 2 Ableitungen

haue‑ als Erstglied (30 von 80)

Haueohr

SHW

Haue-ohr Band 3, Spalte 165-166

Hauebeªrg

WWB

haue·bearg

Haue-beªrg Hauberg; Gemeindewaldung, die alle 13 Jahre abgeholzt wird, um eine tadellose Eichenlohe zu erhalten ( Alt Ei).

Hauebīle

WWB

haue·bile

Haue-bīle f. [verstr.] breites Beil; zum Spalten harter Klötze ( Olp Ro ), zum Behauen, Glätten von Balken ( WmWb ).

Hauebrügge

WWB

haue·bruegge

Haue-brügge f. [WMünsterl] Flacheisen, leicht abgerundet (Werkzeug des Dachdeckers für Schiefer oder Eternit) ( WmWb ).

Hauebuk

WWB

haue·buk

Haue-buk m. [WMünsterl] 1. Hauklotz für den Holzschuhmacher. — 2. dreibeiniger Bock zum Fertigen von Reisigbündeln ( WmWb ).

hauech

AWB

hau·ech

hauech , haueko Gl 3,364,54. W A 43,14 s. habuh.

Hauêchel

Adelung

Der Hauêchel , plur. die -n, eine Pflanze; Ononis L. Besonders die stachlige Art derselben, welche bey uns in den Feldern und dürren Gründen…

Hauedop

WWB

haue·dop

Haue-dop m. [WMünsterl Rek] Kreisel. — Spez.: mit einer Schnur angetriebener Setzkreisel für Jungen, ca. 8 cm hoch, 7 cm im Durchmesser ( Wm…

Hauedoplīne

WWB

Haue-dop-līne f. [WMünsterl Rek] nach unten dünner werdende Leine zum Antreiben des Kreisels. — Spez. Angaben: 1,20 m lang, am oberen Ende m…

haüen

ElsWB

haüe n , haue n [hàja Hi. Roppenzw. Ruf. Su. ; hòjə Hlkr. Katzent. M. Dü. ; haùə Str. Ndrröd. ; hœỳə Molsh. K. Z. Zinsw. Betschd. ; haùwə Mü…

Haüenhäckele

ElsWB

Haüe n häckele [Hàjahèkələ Hi. ] n. Hacke und Karst vereinigt in einem Werkzeug.

Haüer

ElsWB

Haüer [Hàjər Roppenzw. ] m. Klotz, worauf Holz gespalten wird. — Schweiz. 2, 1813.

Hauehǟpe

WWB

haue·haepe

Haue-hǟpe f. Gerät mit kürzerem Stiel, um Gras und Getreide zu mähen (Frbg.) ( Enr Oe).

Hauehakke

WWB

haue·hakke

Haue-hakke f. „Hacke und Karst vereinigt, benutzt zur Gartenarbeit“ ( Olp Ro).

Hauehǖre

WWB

haue·huere

Haue-hǖre f. [Wal] Abgabe von Roggen und Hafer. ⟨ Hach - ⟩

haüig

ElsWB

haüig [hàjik Su. Osenb. Logelnh. ] Adj. schneidig, scharf. s haüige Teil die Schneide Su. — Schweiz. 2, 1814.

Haueindem-rse

WWB

Haue-in-dem-Ärse jmd., der kurz angebunden ist ( Mes Br).

haueisen

DWB

haue·isen

haueisen , n. eisen, womit der sattler und riemer verzierungen in leder haut. bei den feilenhauern ein eisen, worin die feilen ruhen, wenn d…

Haueklinge

WWB

haue·klinge

Haue-klinge f. [verstr.] Klinge mit Griff zum Beschneiden des Hufes (Werkzeug des Hufschmieds).

Haueklötseken

WWB

Haue-klötseken n. a) Hauklotz zum Spalten von Holz. — b) kurz gedrungenes Mädchen (spött.) ( Alt Lü).

Haueklots

WWB

Haue-klots m. [verstr.] 1. Hauklotz zum Spalten von Holz. — 2. ungeschickte, tölpelhafte Person ( Hal Bh). ⟨ -klo(t)s [verstr.], - klot [ Hf…

haue als Zweitglied (13 von 13)

gartenhaue

DWB

garten·haue

gartenhaue , f. haue, kleiner karst als gartengerät. Adelung ; gartenhaw, sarculum Henisch 1360 , gartenhäwlein Denzler 2, 121 b .

gerinnhaue

DWB

gerinnhaue , f. das eiserne instrument, wormit der zimmersteiger oder zimmerling die gerinne (2, b, β ) aushauet Herttwig bergbuch (1710) 17…

hakenhaue

DWB

haken·haue

hakenhaue , f. breite eingebogene haue, womit minierer den lehmigen und festen boden aushauen. Jacobsson 2, 190 a .

keilhaue

DWB

keil·haue

keilhaue , f. ligo. Steinb. 1, 707 , eine haue, deren eisen keilförmig, lang und etwas gekrümmt ist, zum aufhauen festen bodens, alten gemäu…

Lêttenhaue

Adelung

letten·haue

Die Lêttenhaue , plur. die -n, im Bergbaue, eine Haue, welche nur zwey Finger breit ist, womit das lettige Gebirge los gehauen wird; die bre…

radehaue

DWB

rade·haue

radehaue , f. haue zum roden und andern landarbeiten, bei den steinbrechern zum ausbrechen der platten in den steinbrüchen. Jacobsson 3, 340…

reuthaue

DWB

reut·haue

reuthaue , f. wie reuthacke. Jacobsson 3, 408 a ; räuthauw pastinum Frischlin nom. 266 . vgl. radehaue , rodehaue .

rundhaue

DWB

rund·haue

rundhaue , f. eine im bergwerk verwandte axt, mit der man die rasen aufschlägt, wenn man schürfen oder einschlagen will. min. u. bergwerksle…

spitzhaue

DWB

spitz·haue

spitzhaue , f. spitze haue, spitzhacke. öcon. lex. (1744) 2782. Eggers kriegslex. 2 (1757) , 956. Adelung, erdhaue Jacobsson 1, 608 b , gros…

steinhaue

DWB

stein·haue

-haue , f. ' ist eine ... zugespitzte hacke, welche zum abbrechen der steine vom felsen ... benutzt wird ' Helfft landbaukunst 346 ; -hauer;…

stockhaue

DWB

stock·haue

stockhaue , f. , hackenartige rodehaue mit querer schneide: instrumentum quo eradicatio fit Frisch 2, 337 c ( Jacobsson 4, 301 b ; Adelung )…

weinhaue

DWB

wein·haue

-haue , f. nach vereinzeltem vorkommen in obd. wb. des 15. jahrh.: grebel vel winhau / sarculus Diefenbach gloss. 512 c , und bei Luther 9, …

Ableitungen von haue (2 von 2)

Gehaue

Campe

Gehaue , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

Haü(e)

ElsWB

Haü(e) , Hau , Hoü [Hoỳə Steinbr. Fisl. Sier. Strüth ; Hàiə Roppenzw. ; Hài Bf. ; Hày Scherw. Dessenh. ; Hœỳ Barr Bisch. K. Z. Betschd. ; Ho…