Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Happen m.
Happen m.
Happen m. ‘mundgerechtes Stück, Bissen’, seit dem 18. Jh. nachweisbar und wahrscheinlich lautmalend in der Kindersprache entstanden (vgl. die Interjektion happ, die das Zuschnappen lautlich nachahmt). Das gleichlautende Verb nd. nl. happen ‘schnappen, verschlingen’ bringt 1, 528 (bei Annahme einer affektischen Gemination der germ. Formen) in Zusammenhang mit lat. capere ‘nehmen, fassen, ergreifen’, griech. káptein (κάπτειν) ‘schnappen, schlucken’ und dadurch mit der Wurzel ie. *kap- ‘fassen’ (s. heben), die als Nachahmung des Schnapplautes aufzufassen sein dürfte. – happig Adj. ‘gierig, unmäßig, schwer zu schlucken’ (18. Jh.), meist übertragen im Sinne von ‘derb, ungewöhnlich stark’. daher auch ‘unzumutbar, Unwillen erregend’.