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Hanne

GWB bis sprichw. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
8 in 7 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Hanne

Bd. 2, Sp. 351
Hanne Hanne, fasse Muth, die Russen kommen. (Brandenburg.) Offenbar aus der Zeit, in welcher die Russen als Verbündete gemeinschaftlich gegen die Herrschaft der Franzosen kämpften. Das Wort wird bei verschiedenen Anlässen als Ermunterungszuruf angewandt. [Zusätze und Ergänzungen] 2. Bei menner Hanne ward ke Tobakfeuer gekriegt. (Grunau bei Hirschberg.) Professor Palm erzählt den Ursprung dieser Redensart unter der Ueberschrift: Der Bauer auf Freiersfüssen, in folgender Weise: Am Sonntag Nachmittag oder am Feierabende des Wochentages macht sich der junge Freiersmann mit der kurzen Tabakspfeife auf den Weg zu dem Hause des Mädchens, auf das er ein Auge geworfen. Draussen an dem kleinen Schiebefenster stehend, das bei keinem Bauerhause fehlen darf, klopft er an und spricht: »Sed gebata im a Bissla Tobakfeuer.« Darunter birgt er die Anfrage an das Mädchen oder deren Angehörige, ob sein Eintritt erwünscht sei oder nicht. Wird ihm nun, oft nach langem Harren wegen vorgängiger Berathung drinnen, die Antwort: »Mer hon ke Tobakfeuer«, so bedeutet dies einen Korb, und der Freier entfernt sich. Ist dagegen die Werbung willkommen, so lautet die Antwort: »Kummt ock rei, an hult's Ich« (d.h. kommt nur herein und holt's Euch). Oft lautet die verneinende Antwort auch unwirscher als oben. Des Krämers Hanne in Grunau war ein schönes Mädchen, an dessen Schiebefenster oft geklopft wurde. Unwillig über die häufige Störung rief deshalb der Vater dem klopfenden Freier kurzweg die oben angeführte Redensart zu.
1515 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hanne

    Goethe-Wörterbuch

    Hanne 1 als (beliebiger) Mädchenname in einem burlesken Soldatenlied Heut schwören wir der H. [Anna Var ], | Und morgen …

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hanne

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Hanne , Johann Wilhelm , protest. Theolog, geb. 29. Dez. 1813 zu Harber im Lüneburgischen, gest. 25. Nov. 1889 in Hambur…

  3. modern
    Dialekt
    Hanne

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Hanne [hànə Vbg. u. s.; haonèt Av. ; hánt, hántχən Si. ] weibl. Vorname Johanna. Daneben auch Jenn, Jenni.

  4. Sprichwörter
    Hanne

    Wander (Sprichwörter)

    Hanne Hanne, fasse Muth, die Russen kommen. ( Brandenburg. ) Offenbar aus der Zeit, in welcher die Russen als Verbündete…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hanne

135 Bildungen · 124 Erstglied · 11 Zweitglied · 0 Ableitungen

hanne‑ als Erstglied (30 von 124)

hanne · 1+ Belege

KöblerAfries

hanne 1 und häufiger , F. nhd. Henne ne. hen Hw.: vgl. ae. hėnn, ahd. henin E.: germ. *haneni-, *haneniz?, st. F. (i), Henne; vgl. idg. *kan…

Hannebacker

MeckWB

hanne·backer

Hannebacker m. Spottname eines Schusters, dessen wenig haltbare Schuhe tausamenbackt waren.

Hanneballen

PfWB

hanne·ballen

Hanne-ballen m. : 1. = Hannebampel 2 a, Hanneballe [Spey u. Umg. ( Firmenich II 17)], Hamballe [verbr.]. Ich hab die ganz Zeit de H. mit mer…

Hannebambel

Wander

hanne·bambel

Hannebambel Es ist ein Hanne-Bambel. So heisst an der Lahn der faule und ungetreue Knecht, d.i. ein Johann (Diener), der sich baumeln, hange…

Hannebampel

PfWB

hanne·bampel

Hanne-bampel , Hanne-bampler m. : 1. a. 'nachlässiger, träger Mensch', Hannebambel (hanə-, hḁnəbambəl) [verbr. nördl. WPf NPf nördl. u. mitt…

hannebampelig

PfWB

hanne·bampelig

hanne-bampelig Adj. : ' nachlässig, energielos ', hannebambelich [ KU-Schmittw/O ]; vgl. Hannebampel 1 a.

Hannedatter

MeckWB

hanne·datter

Hannedatter Hanndatter m. fahriger, unzuverlässiger Mensch Lu Grab ; wer is hier (im zerwühlten Kommodenschubfach) wedder Hanndatter œwer wä…

Hannedokeboke

MeckWB

Hannedokeboke m. Dummerjahn, dummer Junge Puls Hw. 250.

Hanneich

Idiotikon

Hanneich N. Band 2, Spalte 1311 Hanneich N. 2,1311

Hanneigg

Idiotikon

Hanneigg N. Band 2, Spalte 1311 Hanneigg N. 2,1311

Hannejöde

MeckWB

Hannejöde m. 'Johann Joachim' im Volksreim Gaus uppe Däl: Hannejöde, Hannejöde, slah up din Lex Wo. Sa.

Hanne, Joh. Wilh

DWBQVZ

Hanne, Joh. Wilh. *1813 Harber/Lüneburg †1889 Hamburg.

Hannekack

MeckWB

hanne·kack

Hannekack m. derbes Liebkosungswort für einen kleinen Jungen Schw Pinn ; geckenhafter oder ähnl. auffallender Mensch Lu Grab ; Ro Ribn ; Sch…

Hanneke

WWB

hann·eke

Hanneke Haneke großes Gerät mit langem Stiel, um Gras und Getreide zu mähen (Frbg.) ( Bor We). ¶ Wohl zurückgebildet aus→ Hanneke-mäier .

Hannekemäier

WWB

Hanneke-mäier m. [verstr. Münsterl] Handkemeiers ( Stf Ka ) Grasmäher, die nach Holland gingen. ¶ RhWb 3,516: Hennen-mäher . — Vgl. auch nl.…

Hanneken

Wander

hanne·ken

Hanneken Hanneken, goah do vöran, do häst jo Spor'n un Stebbeln an, dat di de Hoas ne bîten kann. – Schlingmann, 596.

hanneln

MeckWB

hann·eln

hanneln handeln handeln 1. mit der Hand bearbeiten: 'dat (eine zu große Malzmenge) en kan me denne nicht wol handelen yn den vaten' (Braugef…

hannelseins

MeckWB

hannel·seins

hannelseins oft in hd. Form handelseins einig über ein Kaufgeschäft allgem.; De Preister, den de Brun (Pferd) geföllt, ... Ward handelseins …

Hannelslüd'

MeckWB

hannel·s·lued

Hannelslüd' Pl. m. Handelsleute, Händler, bes. Hausierer; übertr. hochragende, guten Ertrag versprechende Roggenähren: dat sünd dei Hannelsl…

Hannelsmann

MeckWB

hannel·s·mann

Hannelsmann m. Handelsmann, Händler; von einem Fleischermeister heißt es: hei wir 'n dullen Hannelsmann, œwer mit dei Slachteri dat wull nic…

hanne als Zweitglied (11 von 11)

baderphanne

MWB

bader·phanne

baderphanne stF. zur Ausstattung des Bades gehöriges Geschirr: eyn prewpfanne oder paderpfann sal der richter nicht czu pfande nemen SchöffI…

rœstphanne

KöblerMhd

rœstphanne , sw. F. Vw.: s. rœstpfanne*