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Handwerker

nhd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

GWB
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Handwerker

Bd. 4, Sp. 694
Handwerkerauch -ck-, meist Pl; rund 160 Belege  a ein best Handwerk berufsmäßig Ausübender: in Hinsicht auf Art u Charakter der Tätigkeit, der Lebens- u Beschäftigungsverhältnisse, des Ausbildungsganges, häufig mBez auf Bauberufe, gelegentl mit Attr wie ‘wacker’, ‘friedlich’, ‘barbarisch’  Ich bin ohnehin hier außen in der Vorstadt zwischen manche H. eingeklemmt, zwischen Grob- und Nagelschmiede, Tischer und Zimmerleute .. Doch macht man sich über solche nothwendige Dinge noch Raison, indem man zugeben muß, daß ein Gewerb nicht geräuschlos seyn könne GWBB22,157,23 CWFritsch 27.8.11  Jeder H. scheint mir [in seiner ‘Beschränkung’] der glücklichste Mensch; was er zu thun hat, ist ausgesprochen; was er leisten kann, ist entschieden; er besinnt sich nicht bei dem, was man von ihm fordert, er arbeitet ohne zu denken, ohne Anstrengung und Hast, aber mit Application und Liebe, wie der Vogel sein Nest .. er ist nur eine Stufe über dem Thier und ist ein ganzer Mensch GWB19,205,3 BrSchweiz I  der wackere H. .. dem das Vaterland zur Pflicht machte, fremde Geschicklichkeit sich anzueignen und nicht eher, als bis ihm dieß gelungen, an den väterlichen Herd zurückzukehren GWB251,183,9 Wj III 9  Was der Mordbrenner zerstört, muß durch den gewerbsamen Bürger hergestellt werden, was der Kriegsmann zu Schutz und Trutz fordert, muß der friedliche H. leisten. Welche Nahrung und man kann sagen welchen Zuwachs von Bevölkerung gewährte nicht die öftere Erneuerung der Mauern, Thore und Thürme, die öftere Erweiterung der Stadt GWB44,340,2 CellAnh X GWB26,238,8 DuW 4  [Zit s v Gewerker] GWB251,289,3 Lj III 16 GWBB42,108,17 Grustner 30.3.27 GWBB14,147,6 Schiller 10.8.99 mehrf im Verhältnis zum Künstler, zum künstlerischen Schaffen, bes hinsichtl gegenseitiger Beeinflussung  daß sich aus diesen H-n [in Florenz] die Künste früher und allmählich entwickelten. Der Baumeister dirigirte den H. [>Maurer GWB44,340,18 CellAnh X], und der Tüncher arbeitete dem Mahler vor .. und der Steinhauer überließ die edelsten Blöcke dem Bildhauer GWB44,425 CellAnh Var  wie am H. so am bildenden Künstler kann man auf das deutlichste gewahr werden, daß der Mensch sich das am wenigsten zuzueignen vermag was ihm ganz eigens angehört. Seine Werke verlassen ihn, so wie die Vögel das Nest, worin sie ausgebrütet worden GWB20,223,4 Wv II 3 OttiliensTgb GWB38,379,18 FGA Sandrart [G/Merck] GWBB4,59,24 Krafft 9.9.79  [Zit s v Handwerk] GWBB19,200,8 CarlAug [25./26.12.06 Korr B30,267]   b bes mBez auf seinen sozialen Status u seine polit Funktion im städt Gemeinwesen  auf der ersten Bank [des Frankf Senats], saßen die Schöffen, in der Ecke selbst der Schultheiß .. zu seiner Linken .. die Herren der zweiten Bank; an den Fenstern her zog sich die dritte Bank, welche die H. einnahmen GWB26,26,17 DuW 1  In dem alten Hause [Theater] .. war für den Adel gesorgt durch den Balkon, und für die dienende Klasse und jungen H. durch die Galerie Gespr(FfA II 12,549,5) Eckerm 24.3.25 GWB26,235,14 DuW 4  [für: artigiano] GWB43,22,17 Cell I 1 GWB29,77,21 DuW 17  [für: artisan] GWB45,51,12 Ram Neffe pointiert: als Leichenträger bei Werthers stillem Begräbnis; seine Nähe zum einfachen Volk andeutend1)  Nachts gegen eilfe .. der Alte [Amtmann] folgte der Leiche und die Söhne .. H. trugen ihn. Kein Geistlicher hat ihn begleitet AA157,26 Werth1 II~Werth2Syn GWBGewerker 1) In Kestners Bericht über Jerusalems Beerdigung waren es Barbiergesellen, also Angehörige eines ‘unehrlichen’ Gewerbes (AKestner, G u Werther, 1854,99). Aufgrund ihrer durch die Zünfte garantierten relativen Unabhängigkeit übernahmen H. um die Mitte des 18. Jhs anstelle der bisher zuständigen Henker die Beerdigung von Selbstmördern. Auch sonst agierten zunehmend H., die mit dem Bestattungswesen Berührung hatten, in bezahlter Nebentätigkeit als Leichenträger; vgl Zedler 36, 1743,1612; PAriès, Geschichte des Todes, 91999,214; JSchweizer, Kirchhof u Friedhof, 1956,27u52u104f; GSchiller, Der organisierte Tod, 1991,25f; PMüller, Zeitkritik u Utopie, 1969,195, vgl auch WA I 26,117 [sa ‘Handwerksleute’] Michael NiedermeierM.N.
4046 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Handwêrker

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Handwêrker , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Handwerkerinn, plur. die -en, derjenige, welcher ein Handwerk in…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Handwerker

    Goethe-Wörterbuch

    Handwerker auch -ck-, meist Pl; rund 160 Belege a ein best Handwerk berufsmäßig Ausübender: in Hinsicht auf Art u Charak…

  3. modern
    Dialekt
    Handwerkerm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Hand-werker m. : wie schd., Handweʳkeʳ [verbr.]; vgl. Handwerksmann . a. 1553: so viel mit zimmerleut ... und andere han…

  4. Sprichwörter
    Handwerker

    Wander (Sprichwörter)

    Handwerker 1. Dem Handwerker zahle nie voraus, gib nie dein Pferd auf Borg aus dem Haus und führ' kein Weib ohne Mitgift…

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit handwerker

27 Bildungen · 25 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von handwerker

handwerk + -er

handwerker leitet sich vom Lemma handwerk ab mit Suffix -er.

Zerlegung von handwerker 2 Komponenten

hand+werker

handwerker setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

handwerker‑ als Erstglied (25 von 25)

Handwerkerabteilungen

Meyers

Handwerkerabteilungen bei den Truppenteilen, s. Bekleidungswirtschaft . Besondere Handwerkerkompagnien fertigten früher in den Artilleriewer…

Handwerkerbörsen

Meyers

Handwerkerbörsen , eine Art Börsen, an denen Gewerbtreibende mit Lieferanten von Rohstoffen etc. und mit Abnehmern für ihre Waren regelmäßig…

Handwerkerbude

PfWB

handwerker·bude

Handwerker-bude , Handwerker-butik f. : 'Werkstatt des Handwerkers', abwertend, Handweʳkeʳbud, -budik [ KU-Bedb ]. —

Handwerkerei

Campe

handwerke·rei

○ Die Handwerkerei , d. Mz . ungew. die Arbeit eines Handwerkers, die Art und Weise, bloß handwerksmäßig zu arbeiten, etwas zu behandeln. »W…

handwerkerisch

DWB

handwerke·risch

handwerkerisch , adj. : dise handwerkerische erfindungen ( magnetnadel, buchdruckerei, schieszpulver ). Schuppius 768 .

Handwerkertage

Meyers

handwerker·tage

Handwerkertage , mit wechselndem Versammlungsort stattfindende Vereinigungen selbständiger Handwerker verschiedener Städte. Solche H. fanden…

handwerkertalent

DWB

handwerker·talent

handwerkertalent , n. : der beruf des lebens fordert höhere als handwerkertalente. Schelling vorles. üb. d. methode des acad. studiums 43 .

Handwerkervereine

Meyers

handwerker·vereine

Handwerkervereine , Vereinigungen von Handwerksgenossen, die sowohl die geistige und sittliche Hebung, die allgemeine und die Berufsbildung …

handwerkervolk

DWB

handwerker·volk

handwerkervolk , n. : da ging es denn hoch her unter dem handwerkervolk. Riehl culturgesch. nov. 378 .

handwerker als Zweitglied (2 von 2)

hofhandwerker

DWB

hof·handwerker

hofhandwerker , m. handwerker der für einen fürstenhof arbeitet. auch der unter dem schutze eines solchen arbeitet, ohne zünftig zu sein ( v…