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Grotte

mnd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
12 in 11 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Grotte Die

Bd. 2, Sp. 465b
Die Grotte, Mz. die — n, ein zwar fremdes, die Deutsche Sprachähnlichkeit aber nicht beleidigendes und für eingebürgert zu haltendes Wort, eine Höhle, besonders eine Felsenhöhle zu bezeichnen. Vorzüglich versteht man darunter eine künstliche Höhle in Lustgärten  in einem Felsen oder Hügel angebracht, deren Wände man mit kleinen Steinen, Muscheln, Versteinungen, Moos  belegt oder bedeckt; dergleichen zusammengesetzte Arbeit man Grottenarbeit oder Grottenwerk nennt, und auch wol anderwärts noch anbringet. Uneigentlich. »Sieh wie auf dem Hügel die Haselstaude zu grünen Grotten sich wölbt.« Geßner.
605 Zeichen · 6 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    grotteF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    grotte , F. Vw.: s. grȫtede

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Grotte

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Grotte , plur. die -n, aus dem Ital. Grotta, und Franz. Grotte, eine jede Höhle, in der höhern Schreibart. Sieh wie …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Grotte

    Goethe-Wörterbuch

    Grotte a für einen unterirdischen gewölbeartigen Raum [ betr Wanddekorationen in antiken Räumen ] da durch den Ruin so g…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Grotte

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Grotte , gewölbte natürliche oder künstliche, nicht selten mit Nischen versehene Höhle von geringer Tiefe, im Altertum o…

  5. modern
    Dialekt
    Grotte

    Rheinisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Grotte -ǫt, Pl. -tə(n) f.: nach dem Nhd.

  6. Spezial
    Grotte

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Grot|te f. (-,-n) 1 grota (-tes) f. , ander (andri) m. , 2 (Bau) tana (tanes) f. , büsc m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grotte

30 Bildungen · 30 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

grotte‑ als Erstglied (30 von 30)

grotteln

DWB

grott·eln

grotteln , vb. , von fahriger, zweckloser arbeit: so du solchs von dir selbst nit machen kanst .., grottelst in den büchern umb Paracelsus c…

grottenarbeit

DWB

grotte·n·arbeit

grottenarbeit , f. , eine art mosaikarbeit, zunächst zum ausschmücken des inneren einer grotte: ouvrage de rocailles Marperger kaufm.-magazi…

grottenartig

DWB

grotte·n·artig

-artig : ( die bäume ) bilden hier einen halbkreis, den innern raum grottenartig überwölbend Eckermann in Göthes gespr. 5, 54 ; anders, in d…

grottenbau

DWB

grotte·n·bau

-bau : natürliche höhlen gaben .. die erste veranlassung zum grottenbau ( der tempel ) Ritter erdk. 5, 490 ; vgl. 1, 728; anders, zu grotte …

grottenfalsch

RDWB1

grotte·n·falsch

grottenfalsch umg. абсолютно неверно, в корне неверно, в корне неправильно

grottengrab

DWB

grotte·n·grab

-grab : die christlichen grottengräber Mommsen red. und aufs. 302 ; vgl. Motthes baulex. 1, 53 ;

grottenkirche

DWB

grotte·n·kirche

-kirche , in einer grotte angelegte kirche Ritter erdk. 15, 1139 ; R. Waldmüller wanderstud. 2, 43 ; vgl. grottentempel ;

Grottenkrebs

Meyers

grotte·n·krebs

Grottenkrebs ( Höhlenkrebs , Cambarus pelucidus Tellk .), ein Süßwasserkrebs in der Mammuthöhle Kentuckys, ist farblos, durchsichtig, blind,…

grottenposse

DWB

grotte·n·posse

-posse : die ( baumeister ) werden wissen, wie sie ihre wercke rechtschaffen ... auszieren sollen und sich an diejenigen, so solche grotten-…

grottenquell

DWB

grotte·n·quell

-quell : der grottenquell, der mit geplätscher tag und nacht das echo wach erhält Bürger 98 a B.; sasz ein Perser, überdeckt mit wunden, sin…

grottensaal

DWB

grotte·n·saal

-saal , dessen wände mit grottenarbeit verziert sind Jacobsson 2, 158 b ;

grottensäule

DWB

grotte·n·saeule

-säule , eine mit muscheln, drusen, korallen und andern steinen ausgelegte säule Krünitz 20, 146 ; Jacobsson 2, 158 b ;

grottenschlecht

RDWB1

grotte·n·schlecht

grottenschlecht umg. из рук вон плохо идиом. , разг. , хуже некуда идиом. , разг.

grottenstein

DWB

grotte·n·stein

-stein , ein zum bau von grotten besonders geeigneter fester, zelliger stein, wie die rauchwacke des zechsteins und mancher süszwasserkalk M…

Grottenstē²n

WWB

grott·ensten

Grotten-stē²n m. Grottensteen „Ofenstein (ausgebrannte Steine aus den Feuerkanälen des Töpferofens, mit Glasur auf der einen Seite; wurden f…

grottentempel

DWB

grotte·n·tempel

-tempel : aus den grottentempeln Oberägyptens Creuzer symb. und myth. 2, 181 ; auf den felsen .. indischer grottentempel Heine 3, 118 E.; vg…

grottenteufel

DWB

grotte·n·teufel

-teufel : die Sachsen haben dem irmenseul oder jedermans seul, dem grottenteufel .. göttliche ehr erzeigt Dannhauer catech. milch 4, 119 ;

grottentuff

DWB

grotte·n·tuff

-tuff : in dessen ( des bassins ) mitte auf grottentuff ein kleiner Amor stand R. H. Bartsch Hannerl 28 ;

grottenwerk

DWB

grot·tenwerk

-werk , künstliche felsanlage in allen ausmaszen, in älterer gartenbaukunst viel verwendet; schon im 17. jh. reichlich bezeugt: Schottel hau…

grottenwohnung

DWB

grotte·n·wohnung

-wohnung : die ... in den sandstein eingehauenen grottenwohnungen zu Petra G. H. Schubert selbstbiogr. 1, 257 ; Welcker alte denkm. 1, 369 .…