Granit abgekürzt ‘Gr’ Corpus VB,81 Nr196
; rund 550 Belege, mehrheitl in 1a1). — Erste Erwähnung GWBTgb 10.10.79
, Ausbildung der Grundideen (in Anlehnung an de Saussure u in weitgehender Übereinstimmung mit der zeitgenöss Geologie) bis 17842), bes während (u im Gefolge) der Harzreisen Sept 1783 u 1784, grundlegende Aufsätze ‘Granit I’ ( GWBN9,178ff
) Jan 1784 u ‘Granit II’ ( GWBN9,171ff
, unvollendet) von 1785, Differenzierung bzw Weiterentwicklung der Vorstellungen bis ins hohe Alter, ua unter dem Einfluß des Neptunisten Werner, durch Forschungen am konkreten Naturobjekt vor allem in Böhmen, ohne prinzipielle Veränderungen der Grundpositionen.3) — Bemerkenswert ist die wechselseitige Durchdringung, Beeinflussung von empirischen, theoretischen u symbolisch-poetischen Aspekten in G-s Beschäftigung mit dem Gestein, das Nebeneinander von nüchterner Akribie u hymnischer Verehrung, welche die in der Forschung konstatierte Spezifik Goethescher Naturbetrachtung als Einheit ‘realer u transzendenter’ Elemente4), ‘ästhetische Naturerfahrung’5), ‘Zeichen eines Sinnes, der mehr als Wissenschaft ist’6) exemplarisch bestätigt. Auffällig ist weiterhin G-s Versuch einer Auflösung/Dynamisierung strenger taxonomischer, typologischer Ordnungsmodelle. Übergänge der mineralischen Zusammensetzung vermitteln vom Granit zu anderen Gesteinstypen (so Gneis od Syenit). ‘Granit’ bezeichnet damit sowohl den ‘granitischen Archetypus’, den stoffl Ursprung alles jüngeren Gesteins wie auch Varietäten mit abweichender Zusammensetzung u differierender Gefügeform (bis hin zu nichtgranitischen Gesteinsarten), wobei G diese Bildungsstufen sowohl iS einer eher simultanen Morphologie wie iS einer sukzessiven Abfolge verstehen kann7). Im Streit zwischen Neptunisten u Vulkanisten bürgen vor allem die kristalline Entstehung, Struktur u Großgestalt u die zahlreichen konstatierten Übergänge/Varietäten des Granits für die von G vertretene Auffassung einer nicht gewaltsam-mechanischen, sondern chemisch-dynamischen Entstehung. — Ungeachtet einzelner Spekulationen über späte Bildung (vgl 1b u ‘granit secondaire’) ist Granit für G erstes u ältestes Gestein, urozeanisches Kristallisationsprodukt u, als erstes Gestaltetes, Grundlage der natürl Welt, ein Gegenstand nie erlahmenden Interesses in seiner konkreten Erscheinung wie in der Reflexion, ein Faszinosum in der ‘trinitarischen’ Einheit seiner Komponenten Feldspat, Quarz u Glimmer, in seiner Mikro- wie Makrostruktur (letztere visualisiert durch zahlreiche Zeichnungen)8), in seiner Urphänomenalität als Symbol neptunisch-fester, durchhaltend-beharrender Präsenz im Vergehen der Zeit. 1
hartes, kristallines Gestein mit den mineralischen Hauptbestandteilen Feldspat, Quarz, Glimmer; Pl (vereinzelt auch Sg) für einzelne Granitvarietäten bzw Granitformen, -stücke, -blöcke a
als konkrete kristalline Masse, sowohl als gewachsener Fels, gebirgsbildendes Gestein (Felsgipfel u Grundgebirge), Gesteinsformation (auch in kartographischer Darstellung) wie auch als einzelner Gesteinsbrocken, als Stufe, Sammlungsstück9) [
Gebirgstour im Jungfraumassiv] Das Tschingel horn mit Wolcken stand vor der sonne .. Grau die Decke der absinckenden Eise, blau die Klüfte die Felsen,
d. Stein alles G. GWBT1,101,5 v 10.10.79 [
Beschreibung der Gesteinsschichten Thüringens anhand einer Karte10)] aus diesem [
Porphyr] wieder an sehr vielen Stellen der G. .. hervorstach .. und weil der Gibichenstein und der Petersberg bei Halle wirklich auf ihren Gipfeln denselben Porphyr wie der Schneekopf haben, so wagten wir auch dieses Gestein unter allen Lagen, und tiefer den Granit unsichtbar fortlaufen zu lassen GWBB5,22,12 Ernst II 27.12.80 Die hohen Felsklippen [
der Voralpen] sind alle Kalck .. Sie lehnen sich an den G., Porphyr u.s.w. GWBT1,157,
[] 11 v 7.9.86 Umherliegende G-e. Können verschiedentlich abgeleitet werden. 1. Als Reste von an derselben Stelle gestandenen Felsenklippen .. 2. Herbeigeführte oder in der Nähe umhergetriebene Massen GWBN10,90,1 Titel [
nach Abschluß der Rheinreise] Mir sind unendliche Schätze des Anschauens und der Belehrung geworden, vom G. an bis zu den Arbeiten des Phidias GWBB25,66,10 Zelter 31.10.14 GWBN9,218,4 Rez:Keferstein GWBB4,287,28 ChStein 11.9.[80] GWBN10,169,4 Anthrazit Tgb 9.5.20 GWBN10,259 MinGeol Plp
uö im Hinblick auf Verbreitung, Schichtung, Fundort uä (als Zeugnis für G-s Auffassung des Granits als Urgestein, urälteste, erste üb die gesamte Welt verbreitete Gesteinsmasse); auch mit Charakterisierungen wie ‘verwittert, aufgelöst, ausgefressen, zerstreut’, ‘Wunsiedler, Fürstenwalder G-e’, häufiger ‘Karlsbader G(-e)’ Indem wir im nördlichen Deutschland die Urgebirgsarten der nördlichsten Reiche erkennen, so folgt noch nicht, daß sie dort hergekommen; denn dieselbigen Arten des Urgebirgs können so hüben wie drüben zu Tage ausgegangen sein. Ist doch das Urgebirg eben deßhalb so respectabel, weil es sich überall gleichsieht und man G. und Gneis aus Brasilien .. von dem europäisch-nördlichen nicht zu unterscheiden vermöchte GWBN9,256,24 GeologProbl Das Schneeberger Bergfeld, welches jetzo gebaut wird, liegt zwischen zwei Granit-Grenzen in der Mitte. An der einen Seite besteht der Berg, worauf die Stadt liegt, aus dieser Steinart, auf der andern Seite fängt die Region des G-s im Filzteiche wieder an LA I 1,116,16 BergbauGeologieSchneeberg Der Ilmenauer Bergbau veranlaßte nähere Beobachtung der sämmtlichen thüringischen Flötze; vom Todtliegenden bis zum obersten Flötzkalke, hinabwärts bis zum G. GWBN9,259,18 VerschBekenntn Werner, in Sachsen, Schlesien, Böhmen, hauptsächlich nur auf G. und Gneis den Basalt aufgesetzt findend, mußte ihn zu den Urgebirgsarten zählen GWBN9,184,25 Üb:KWNose Es liegt ein durch mineralische Dünste ausgefressener G. vor uns, den man gar wohl in die Nähe des glasartigen Bimsteins legen könnte GWBN9,392 Ausz aus Nose,Krit der geol Theorie GWBN13,309,1u15f u 18 MinGeol Plp GWBN9,10,13 JMüllerSammlg [1807] GWBN10,273 Min Geol Plp GWBN13,421,6 MinGeol Plp
uö im Hinblick auf Erscheinungsform, Gestalt, Farbe, Mischungs-, Gefügeverhältnisse uä (als Zeugnis einer regelhaften, gesetzmäßig chemisch-dynamischen Gestaltung durch Kristallisation); öfter ‘groß-, grob-, fein-, gleichkörniger G.’, ‘gräulicher, schwärzlicher, grüner, (dunkel)roter G.’; ‘Nester von G.’ für (von Hornfels) verkittete Granitstücke Von Thale .. der Bode nach .. sodann einen Berg hinan, der aus Thonschiefer bestand. In mehrerer Höhe kommt der G. hervor. Er ist aus graulichem Quarz, weißem Feldspat, und silbergrauem, auch wenig schwärzlichem Glimmer zusammengesetzt .. Ich glaubte regelmäßige Lagen in der großen unordentlichen Mannichfaltigkeit zu erblicken. (Wäre genauer zu untersuchen.) GWBN10,140,5 Harzreise 1783 [Korr LA II 7,61] Der G. des Bude Thals unter dem Roßtrapp wird durch Klüffte die hor 12 [
Nord-Süd] streichen in Wände, diese wieder durch gegen Klüffte ohngefähr h. 8 streichend in Rhombische Säulen getheilt, welche wieder durch Flözklüffte dergestalt getrennt werden daß bald größere bald kleinere Rhombische Säulen und Blöche daraus entstehen. Die Flözklüffte schneiden obgedachte Rhomben unter einem solchen Winckel daß kein Winckel des Parallelepipedon rechtwincklich ist vielmehr nur schiefe Winckel entstehen. Dadurch erhalten die Gipfel der Klippen ein Piramidalisches ansehen GWBN13,292,6 MinGeol Plp [
Aufstieg zum St. Gotthard] Ungeheuere ganz glatte Wände des blättrigen G-es, große Massen, Platten und Blöcke desselben Gesteines GWBT2,174,23 v 3.10.97 GWBN10,175,27 Bernhardfelsen GWBN13,277,6 An Freunde dGeognosie Plp GWBN9,16,21 JMüllerSammlg GWBTgb 10.7.06 GWBN13,294,3u11 MinGeol Plp GWBN9,236,18 GestaltgAnorgMassen
uö im Hinblick auf Kontaktphänomene, Differenzierungen, Abwandlungen u Übergänge des Gesteins (als Beleg für uranfängliche Bildung, Versatilität, Umgestaltungsvermögen uä) 13a. Vom Rehberger Graben [
Harz] G. mit ansitzendem grauwackähnlichen Gestein. 14. Ebendaher. Sehr feinkörniger G. mit ansitzendem Thonigen Quarzgestein
11) GWBN13,364,1u3 MinGeol Plp G. .. wie er unmittelbar gangartig in Schriftgranit übergeht .. Nun verzieht sich der G. beynahe in Porphyr, um so hornsteinartige chalcedonische Gänge, hie und da sich dem Jaspis nähernd, aufzunehmen .. G. mit eingeschlossenem Gneis .. G. in Gneis übergehend als stärkerer und schmälerer Gang in demselben GWBN13,284,28u33 u 285,7f MinGeol Plp man fand es [
jaspisähnl Tongestein] in einen feinkörnigen G. verflochten, und es ließen sich Stellen bemerken, wo es in den vollkommenen Hornstein übergeht. Dieser fand sich denn auch in starken, obgleich unregelmäßigen Gängen das Gestein durchziehend, so daß bald der Hornstein den G., bald G. den Hornstein zu enthalten scheint GWBN9,131,3u7f Problemat In und an dem G. von Engelhaus finden sich mancherlei Abweichungen. Besonders merkwürdig sind Stellen desselben, wo sich in dem Feldspath erst Quarztheile unregelmäßig eingestreut befinden, nachher aber Quarz und Feldspath zusammen einen vollkommenen Schriftgranit bilden GWBN9,15,3 JMüllerSammlg GWBN9,34,6 ebd GWBN10,175,17 Bernhardfelsen GWBN13,279,35 An Freunde dGeognosie Plp GWBB33,3,28 August 29.4.[20]
uö b
als Gegenstand der Reflexion (überwiegend anknüpfend an konkrete Beobachtung, äußere Gestaltung, Anordnung des Gesteins); im Hinblick auf die Genese (als älteste Kruste u tragender Grund, Basis einer geregelten Folge sich an- u auflagernder Gesteinsarten), die mineralische Bildung (als Produkt simultaner Kristallisation der primären Gemengteile), die Großgestalt (als rhomboides Gebilde mit bei der Kristallisation uranfänglich entstandenen horizontalen Lagenabsonderungen, durchsetzt von mehr od weniger senkrechten, sich kreuzenden Klüften) Zu der Zeit als der Erdkörper mich wissenschaftlich zu interessiren anfing .. war uns ein fester Punct gezeigt, wo wir stehen sollten .. wir waren auf den G., als das Höchste und das Tiefste angewiesen, wir respectirten ihn in diesem Sinne, und man bemühte sich ihn näher kennen zu lernen .. Das Hauptkennzeichen jedoch ward fest gehalten: daß er aus drei innig verbundenen, dem Gehalt nach verwandten, dem Ansehen nach verschiedenen Theilen bestehe, aus Quarz, Feldspath und Glimmer, welche gleiche Rechte des Beisammenseins ausübten; man konnte von keinem sagen daß er das Enthaltende, von keinem daß er das Enthaltene sei GWBN9,124,16 GeolBöhm Da wir von denen Gebirgs-Lagen [
Gesteinsschichten] reden wollen, in der Ordnung, wie wir solche auf
[] und neben einander finden, so ist es natürlich, daß wir von dem G. den Anfang machen. Denn es stimmen alle Beobachtungen .. darin überein, daß er die tiefste Gebirgsart unseres Erdbodens ist, daß alle übrigen auf und neben ihm gefunden werden, er hingegen auf keiner andern aufliegt .. Es unterscheidet sich diese merkwürdige Gesteinart dadurch von allen andern, daß sie zwar nicht einfach ist, sondern aus sichtbaren Theilen besteht; jedoch zeigt der erste Anblick, daß diese Theile durch kein drittes Mittel verbunden sind, sondern nur an und neben einander bestehn und sich selbst unter einander festhalten. Wir nennen diese von einander wohl zu unterscheidenden Theile: Quarz, Feldspath, Glimmer, wozu noch manchmal einige als Schörl hinzukommen .. sie [
die Teile] scheinen nicht zusammengesetzt oder an einander gebracht, sondern zugleich mit ihrem Ganzen, das sie ausmachen, entstanden GWBN9,178,6 Granit Ungezweifelte [
Korr GWBN13,422] Entstehung des G-s durch Krystallisation. | Inneres. | Äußeres. | Form desselben. | .. Mischung aus allem was am schwersten auflöslich. Bestimmte aber schwer zu bestimmende Form des G-s, eben weil er aus mehreren sich gleichwiegenden Grundelementen besteht, die alle gleiche Rechte ausübten [
Korr GWBN13,422] .. Rhombische Gestalt Ursache der Klippenform GWBN10,60,4u12 Gänge [1785] Die erste Epoche des G-s ist einfach und allgemein über die ganze Welt. Was sich nach dem G. zuerst niederschlug, war eine ungeheure Masse von Thon und Glimmer, die überall den G. in einer gewissen Höhe bedeckt .. Dieser Niederschlag .. geschah gleich, nachdem der G. sich krystallisirt hatte, denn wir finden diese Gesteinart in den G. verwachsen, ja mit ihm abwechselnd GWBN9,297,15u17u 19u23 GesteinsLagerg Solange diese drei sichtbare und fühlbare Bestandtheile [
des Granits] einander das Gleichgewicht halten, so daß alle mit und neben einander sich befinden, sich an einander schließen und ihre trinitarische Einheit behaupten, so behält das Gestein, wenn es sich auch noch so mannichfaltig in Farbe und Form seiner Theile darstellt, mit Recht den Namen des G-s, und bildet hohe weit ausgebreitete Grund- und Urgebirge GWBN10,122,16 Zinnformation GWB47,63,2 ZTheorie bildKünste:Baukunst [
Zit s v Granit 1d] GWBN9,129,3 Problemat GWBN9,224,23 Rez:d’Aubuisson GWBN11,307,9 DogmatismSkeptizism GWBN9,262,18 VerschBekenntn
uö im Hinblick auf unterschiedl Theorien der Erdentstehung u -entwicklung, als archetypische Ausprägung des Gesteins im Gleichgewicht seiner mineralischen Hauptkomponenten, auch in Abgrenzung zu Granitvarietäten, anderen Gesteinsarten; mehrf ‘eigentlicher, entschiedener, alter G.’ ein sehr interessantes Buch .. Par J.-
M. Bertrand-Roux [
Doux] .. Freylich erschreckt den guten Mann das trachitische Gestein, das, wie aus einer Theater-Versenkung mit dem G. sich empor gehoben, er unterscheidet alte und neue vulkanische Producte, die ich künftighin als plutonisch und vulkanisch aufführen werde GWBB38,127,12 Sternbg [30.]4.24 mehrere Aufsätze vom Herrn Doctor [
NA]Binge .. über die Paternität des G-s GWBB34,167,11 JGLenz 17.3.21 wenn man auch dem G. in seinem vollkommensten Urzustande einen Eisengehalt nicht abläugnen wird, so erscheint doch in der .. abgeleiteten Epoche zuerst das Zinn .. Wenn nun in dem eigentlichen G. kein Zinn gefunden worden, in welcher abgeleiteten Gebirgsart treffen wir denn auf diese wichtige Erscheinung? GWBN9,126,10u20 GeolBöhm [
aus Marienbad] Entschiedener G. findet sich an mehreren Stellen und macht die Base der ganzen Localität, die Ab- und Ausweichungen, die Übergänge desselben sind unterhaltend GWBB35,47,6 CarlAug 16.8.21 K Feldspath .. mit Hornstein durchzogen. Nun ist solcher verzweigter Feldspath mit dem Schriftgranit nahe verwandt, beide vom G. ausgehend und eine erste Abweichung desselben GWBN9,133,18 Problemat Über Rauhensteig hinauf Gneis, der die Verwandtschaft des G-s nicht verleugnen kann GWBN10,258 MinGeol Plp GWBN9,48,2 AnLeonhard 25.11.07 GWBB49,55,25 Zelter 4.[9.]31
uö in begriffl Erweiterung im Hinblick auf Differentiationsvorgänge, Variationen, Spezifikationen, Übergänge, Bildungsstufen (auf Grund der Mengenverschiebung der granitischen Komponenten, sa s v Gneisgranit u Granitgneis), auch ‘differenzierter G.’, ‘regenerierter G.’, ‘älterer, neuerer G.’ ua; ‘bildsamer G.’ für einen im Bildungsstadium befindl, nicht auskristallisierten Granit Gneis ist der G., der sich nach der ersten Grundbildung aus dem Wasser niederschlug GWBN9,297,26 GesteinsLagerg Die Mannichfaltigkeit des G-s kann man in Karlsbad .. in einem ziemlich engen Raume kennen lernen. Er wechselt groß-, grob- und feinkörnig mit verschiedener Proportion und Verbindungsweise der Bestandtheile öfters mit einander ab .. Die Fragen, welcher G. älter oder neuer sei? ob es wohl gar einen regenerirten G. gebe? kommen uns immer bedenklicher vor: denn genau betrachtet, so entstehen solche Zweifelsfragen daher, daß man erst den Begriff des G-s zu eng gefaßt und ihn bei vielfacheren Erfahrungen nicht zu erweitern getraut GWBN9,43,12u25f u 44,1 AnLeonhard 25.11.07 Es sei dieß alles hier niedergelegt, um die Wichtigkeit der ersten Übergänge des G-s in ein anderes, mehr oder weniger ähnliches, oder unähnliches, ja ganz verschiedenes Gestein bemerklich zu machen. Eben dieses Differenziiren der Urgestein-Art scheint die größten Wirkungen in der ältesten Zeit hervorgebracht zu haben und wohl manche derselben im gewissen Sinne noch fortzusetzen GWBN9,135,19 Problemat Nachgenannte [
Gesteins-]Epochen folgten sich, waren aber auch gleichzeitig. Schoben sich an einander her. So ist sehr möglich, daß G. mehrmals vorkommt GWBN10,89,1 ChemKräfte Wegen des G-s, ob ich gleich überzeugt bin daß er die Basis unserer bekannten Oberfläche ist, werden wir aber doch wohl nachgeben und einen granit secondaire statuiren müßen .. wir sehen daß der aufgelöste G. als Gneuß wieder zum festen Steine wird, warum sollte er aufgelöst nicht auch wieder als G. zum zweytenmale zur Festigkeit gelangen. Wir finden welchen der mit den Säuren braußt; sollte dies nicht G. der Zweyten Zeit seyn? Was hältst du von der Idee, daß aus einem G-e, in dem Feldspat und Glimmer zum größten Theile verwittern, wenn ihn eine Auflösung von Eisen durchdränge und er sodann wieder in den Zustand der Versteinerung käme, daß daraus eine Art rothen Porphyrs entstehen müße GWBB6,83,7u13u15u18f Merck [Nov 82] GWBN9,44,14 AnLeonhard 25.11.07 GWBN9,185,10 Üb:KWNose [1820] GWBN9,134,20 Problemat GWBN11,106,3 MuR(1403)
uö für (Karlsbader) Feldspatdoppelkristalle (Orthoklaszwillinge); meist ‘kristallisierter G.’ 12) Zwey Talismane [
wohl Feldspatzwillingskristalle] .. Es
[] sind die ersten uns bekannten Gebilde der entstehenden Welt; Trebra nennt sie crystallisirten G. GWBB26,194,22 Boisserée [21.12.15] G., gebildet, anerkannt [gebildet anerkannt FfA I 2,793
nach Ms] GWB4,130 Vs 1 Das Verhältniß seiner [
des Granits] drei Theile höchst mannichfaltig und verschieden: von dem feinkörnigsten, wo die Theile kaum zu erkennen sind, bis zu demjenigen, der wegen seiner großen Krystalle porphyrartig genannt wird. Diese Zwillingskrystalle eigentlich krystallisirter G., wo der Feldspat die Oberhand und das Gestaltende hat GWBN10,29,13 Granit GWBN10,18,6 Porphyrartig GWBN9,243,18 GebirgsGestaltg
im Hinblick auf spezielle Phänomene (Vererzung, Gangmineralisation, Einschlüsse, terminolog Unsicherheiten uä); auch ‘porphyrartiger, hornblendischer G.’ [
mBez auf Leonhards ‘Propädeutik der Mineralogie’] Artikel Zinn .. “Zinn, als unmittelbarer Gemengtheil, fein eingesprengt in G., oder vielmehr in Gebirgsarten, in die er übergeht als Gneis, Greißen .. ” GWBB25,214,12 Leonhard 27.2.15=GWBN13,386,5 MinGeol Plp Porphyrartiges Gestein, als Gangart im G. vorkommend GWBN9,75,17 RechtPflicht Schörlnester im G. Andeutung von Glimmerkugeln in demselben. Diese Glimmerkugeln erscheinen häufiger und größer in dem Verhältniß, in welchem der G. seine Dreieinigkeit aufgibt GWBN10,29,23 u 30,3 Granit Noch verwechseln die Italiäner eine Lava mit dem kleinkörnichten G., und die Franzosen den Gneis, den sie blättrichten G. oder G. der zweiten Ordnung nennen; ja, sogar wir Deutsche .. haben noch vor kurzem das Todteliegende .. ferner die graue Wacke des Harzes .. mit dem G. verwechselt GWBN9,177,12f u 20 ÜbGranit Porphyrartiger G. [
Zwischentitel] So hat man denjenigen merkwürdigen G. genannt, welcher vorzüglich in Karlsbad und die Eger weiter hinauf, bis an’s Fichtelgebirge hin vorkommt, in welchem große, meist Zwillingskrystallen von Feldspat vorkommen GWBN10,8,22f Porphyrartig GWBN9,167,28 Harzreise 1784 GWBN10,31,9 Granit GWBN10,125,3 Zinnformation
uö c
als Zeugnis erdgeschichtl Präsenz, Symbol des (in seiner Drei-Einheit) Gesetzlich-Einfachen, Unerschütterlich-Dauernden, Ruhenden, Festen, Gründenden (in Analogie von Landschaft u Erlebnissubjekt, Ältestem, Zeitlosem u Jüngstem, Bewegtestem) Der G. war in den ältsten Zeiten schon eine merkwürdige Steinart .. Die Alten .. nannten ihn Syenit .. Die ungeheuren Massen dieses Steines flößten Gedanken zu ungeheuren Werken den Ägyptiern ein .... die Würde dieses Gesteines wurde .. endlich befestigt. Jeder Weg in unbekannte Gebirge bestätigte die alte Erfahrung, daß das Höchste und Tiefste G. sei, daß diese Steinart, die man nun näher kennen und von andern unterscheiden lernte, die Grundveste unserer Erde sei, worauf sich alle übrigen mannichfaltigen Gebirge hinauf gebildet. In den innersten Eingeweiden der Erde ruht sie unerschüttert, ihre hohe Rücken steigen empor, deren Gipfel nie das alles umgebende Wasser erreichten .. GWBN9,171,1 u 172,10 ÜbGranit [1784] Mein Geist hat keine Flügel, um sich in die Uranfänge emporzuschwingen. Ich stehe auf dem G. fest und frage ihn, ob er uns einigen Anlaß geben wolle zu denken, wie die Masse, woraus er entstanden, beschaffen gewesen GWBN9,180,5 Granit GWB4,237 Nicht am Susquehanna 44 Gespr(He3
1,405) AMartius [7.8.22]
uö(selten) in Opposition zu Basalt u Gneis (in Anspielung auf vulkanist Theorien), auch personifiziert Wie man die Könige verletzt, | Wird der G. auch abgesetzt; | Und Gneis der Sohn ist nun Papa! | Auch dessen Untergang ist nah: | Denn Pluto’s Gabel drohet schon | Dem Urgrund Revolution GWB3,358 ZXen VI 1695 Felix .. freute sich über sein erworbenes Wissen, daß er nun von G. zu G. hüpfe. Und so ging es aufwärts, bis er endlich auf zusammengestürzten schwarzen [
Basalt-]Säulen stehen blieb und auf einmal das Riesenschloß vor Augen sah GWB24,59,14 Wj I 4 GWB25
2,216, 12 u 217,3u8u14 Wj I 4 Schemata GWBN10,47,14u28 KingCoal d
als Werkstoff, Material für künstlerische, handwerkl Zwecke (Skulpturen, Bauten ua), einmal als Vorbild der Imitation, gelegentl mit symbolischer Bedeutungsfunktion; mit Kennzeichnungen wie ‘ägyptisch, mecklenburgisch, vaterländisch’ ua, auch ‘G. brechen, bearbeiten’, vereinzelt metonym für das aus Granit gefertigte Kunstwerk Er [
der Obelisk Psammetichs II auf der Piazza di Montecitorio] ist aus dem echtesten ägyptischen G. gehauen GWB32,91,3 ItR [
iZshg mit Überlegungen zum antiken Tempelbau] es liegt in der menschlichen Natur immer weiter .. fortzuschreiten .. da .. zuletzt noch der Urvater alles Gesteins, der alte Granit, aus Ägypten herüber nach Asien und Europa gebracht ward, und seine großen und schönen Massen zu jedem ungeheuren Gebrauche darbot. So viel ich weiß, sind noch immer die größten Säulen von G. GWB47,63,6 ZTheorie bildKünste:Baukunst Der Kornberg links. Dieß ist derselbige, wo die von Rehau ihren G. holen. Kirchenlamitz, hier sieht man G. zu Platten, Bänken und Gewänden verarbeitet GWBT7,163,20f v 25.4.20 Sie [
Natalie] führte ihn [
Wilhelm] durch einen geräumigen Gang auf eine Thüre zu, vor der zwei Sphinxe von G. lagen GWB23,197,17 Lj VIII 5 GWBB8,92,13 Herders Kinder 13./16.12.86 GWBB31,325 Schadow 11.3.19 K GWBT1,278,20 v 7.10.86 GWB49
2,77,25 Blüchers Denkm GWBN9,108,4 Pograd GWBB32,13,20 August 8.9.19~Tgb 8.9.19
uö e
als Gegenstand bildkünstlerischer Darstellung Erscheinungen .. Unorganische .. daß sie in der Natur als Gattungen pp. oder Individuen angetroffen werden, und sich der Nachahmung darbieten. Z.B. G., Marmor GWBN13,456,4 Plp 2
‘Mensch aus G.’, metaphor zur Kennzeichnung von Unerbittlichkeit, Härte (der Gestalt Napoleons) Gespr Eckerm 11.3.28 Armin Giese A.G.