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goldig

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

goldig

goldig

Gold n. Die gemeingerm. Bezeichnung des gelbglänzenden, in der Natur stets gediegen vorkommenden Edelmetalls ahd. gold (8. Jh.), mhd. mnd. golt, asächs. afries. aengl. engl. gold, mnl. gout, nl. goud, anord. gull, goll, schwed. dän. guld, got. gulþ (germ. *gulþa-) führt auf schwundstufiges ie. *g̑hḷtom, während die verwandten Formen lett. zelts, aslaw. zlato, russ. zóloto (золото), poln. złoto ‘Gold’, ostlit. žel̃tas ‘golden, goldgelb, blond’ ie. *g̑heltom, *g̑holtom voraussetzen, sämtlich Bildungen zu der unter gelb (s. d.) aufgeführten, weitverzweigten Wurzel ie. *g̑hel(ə)- ‘glänzen, schimmern’, in Farbbezeichnungen besonders ‘gelb, grün’, zu der auch aind. híraṇyam, awest. zaranya- ‘Gold’ gehören. Die Bezeichnung ist daher als ‘das Gelbschimmernde’ zu deuten. – golden Adj. ‘aus Gold bestehend, hergestellt, goldfarben, schön, wertvoll’. Neben dieser heute allein üblichen, doch vereinzelt schon spätmhd. bezeugten und an das Substantiv Gold angeglichenen Form steht (bis Anfang 19. Jh.) älteres gulden und umgelautetes gülden; vgl. ahd. (um 800), mhd. asächs. mnd. guldīn. vergolden Vb. ‘mit einer dünnen Schicht Gold überziehen, verschönen, angenehm, glücklich machen’; entsprechend dem Adjektiv golden setzt sich auch beim Verb die an das Substantiv angeglichene Form vergolden erst spät durch; mhd. vergulden, daneben vereinzelt auch schon vergolden; lange miteinander konkurrierend vergulden und vergülden. goldig Adj. ‘wie Gold glänzend’, heute vor allem in übertragenem Sinne ‘reizend, lieb, nett’ (um 1700), in der älteren Bergmannssprache ‘goldhaltig’ (16. Jh.). Goldfisch m. goldglänzender Zierfisch, ‘Goldkarausche’, in Wörterbüchern seit dem 15. Jh. gebucht. Goldkäfer m. goldgrüner, metallisch glänzender Käfer (15. Jh.). Goldlack m. halbstrauchartiger Kreuzblütler mit wohlriechenden goldgelben bis dunkelbraunen Blüten (18. Jh.). Goldwaage f. ‘Feinwaage für Edelmetall’ (14. Jh.), oft in der Wendung ein Wort, Worte auf die Goldwaage legen ‘das Gesagte genau prüfen, übergenau nehmen’ (seit frühnhd. Zeit).
2034 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Goldigadj, adv

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    ○ Goldig , adj . u. adv . golden, dem Golde ähnlich. So lange die freundliche Sonne Noch funkelt im goldigen Glanz. C. A…

  2. modern
    Dialekt
    goldigAdj.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    goldig Adj. : 1. a. 'aus Gold', vgl. golden 1 , goldenig . RA.: Das steht'm wie der Sau e goldich Halsband [ Schandein S…

  3. Spezial
    goldig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    gol|dig adj. (auch ‹fig› ) d’or.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit goldig

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von goldig

gold + -ig

goldig leitet sich vom Lemma gold ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von goldig 2 Komponenten

gol+dig

goldig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

goldig‑ als Erstglied (3 von 3)

goldigbraun

DWB

goldig·braun

goldigbraun , adj. , goldbraun: die fülle der goldigbraunen locken Zschokke ausgew. schr. (1824) 25, 110 ; ( die ) goldigbraune raupe Brehm …

goldiggelb

DWB

goldig·gelb

goldiggelb , adj. , goldgelb: mit krausgelocktem, goldiggelbem haar Gaudy s. w. (1844) 1, 165 . —

goldiggrün

DWB

goldig·gruen

goldiggrün , adj. , goldgrün: goldiggrüner strahlenschimmer, der durch saftges weinlaub lacht Gaudy s. w. (1844) 9, 40 .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „goldig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/goldig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „goldig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/goldig/pfeifer_etym. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „goldig". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/goldig/pfeifer_etym.
BibTeX
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