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genot

mhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 5 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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8
Verweise raus
5

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

genot adv.

Bd. 5, Sp. 3484
genot, adv., eifrig, angelegentlich, schnell u. ä., ein altes wort, das in oberd. mundarten erhalten ist: ahd. ginôto, mhd. genôte, zu einem adj. ginôti, genœte, eig. in der not, von not getrieben. schweiz. im 16. jh.: ein ding gnot beschauwen, steif und stäts anlugen, intentis oculis. Maaler 188b. bei Stalder 1, 460 gnoth und knoth (auch ahd. alem. schon knôto Graff 2, 1044), eilfertig, auch öfter (d. h. eig. andringend, dringlich), bei Tobler 228b gnoth eilig, oft, auch zum adj. erhoben, z. b. de gnota weg gon, schnellen schritts. auch bregenzerw. gnoth Felder Nümmam. 74, de gnotawäg, eilig Haupt 11, 173. tirol. [] gnoat, genau, peinlich, z. b. aufräumen, auskehren, aufessen (ganz); Schöpf 474, kärntn. klân und ginoate, ganz und gar Lexer 199. tirol. auch als adj. z. b. a gnoats mandl, genau, karg, geizig; auch cimbr. ganoat genau Schmeller 150b. dasz es auch im md. sich lange erhielt, zeigt hess. genotig, eilig, zu oft wiederholt, adv., s. Vilmar 286. vergl. auch ignot und unter genöt 2. 3.
1023 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    genôtstf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    ge-nôt stf. mir ist gen. s. v. a. mir ist nôt. daʒ ûch allen sô genôt ist ûf dises menschen tôt Pass. 64,14.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    genôtm.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    genôt , genôte , nôt , m. , Genosse, Gefährte; Standesgenosse mîn (ge)n., meinesgleichen (auch von Frauen in dieser Form…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    genotadv.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    genot , adv. , eifrig, angelegentlich, schnell u. ä., ein altes wort, das in oberd. mundarten erhalten ist: ahd. ginôto,…

  4. modern
    Dialekt
    Genotm.

    Mecklenburgisches Wb.

    Wossidia Genot m. a. Spr. Genosse, bes. Standesgenosse: 'were ok dat iemant umme rof beklaghet worde, de scal sick weren…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit genot

26 Bildungen · 13 Erstglied · 9 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von genot

ge- + not

genot leitet sich vom Lemma not ab mit Präfix ge-.

genot‑ als Erstglied (13 von 13)

genôtec

BMZ

genôtec adj. was genœte. eifrig beflissen. des was dâ vil genôtic diu alte Gêrlint, wie si daʒ rechen möhte Gudr. 737,1.

genôten

MNWB

genôten , swv. , refl. sik gen. c. D. p. sich jem. gesellen, sich jem. gleichstellen.

genotian

KöblerAe

genotian , sw. V. (2) nhd. nutzen, ausfüllen, genießen Vw.: s. fore- E.: s. ge-, notian L.: Hall/Meritt 252, Obst/Schleburg 318b

genôtinne

MNWB

genot·inne

genôtinne , nôtinne , f. , Genossin; Standesgenossin; Ehegenossin, Gattin.

genotip

LDWB1

genotip [ge·no·tịp] m. (-s) ‹biol› Erbmasse f.

Genotoponym

FiloSlov

Genotoponym , n генотопоним , м

genôtunge

Lexer

ge-nôtunge stf. ib. angaria Sum.

Genotyp

FiloSlov

Genotyp , m генотип , м

genotypisch

FiloSlov

genotypisch , adj генотипический , п

genôtzogen

Lexer

genot·zogen

ge-nôt-zogen swv. gewalttätig behandeln, notzüchtigen. wie mohte si mîn neve genôtzogen? Reinh. 1390.

genot als Zweitglied (9 von 9)

Beddegenot

WWB

bedde·genot

Bedde-ge-not. „ Bedde-, Berregenot Bettzeug“ ( Kr. Grafschaft Bentheim Ben Hi).

Hugenot

Wander

hug·e·not

Hugenot Er frisst todte Hugenotten in Pasteten. – Fischart. Nach dem Geschichtschreiber Thuanus (d.i. Jaques Auguste de Thou, geboren 1553 z…

Tagenot

RhWB

tage·not

Tage-not dā:xsnū:t Köln-Stdt f.: der tägl. Bedarf an Nahrung.

ungenôt

BMZ

ung·e·not

ungenôt adj. part. freiwillig, ungezwungen, ungenöthigt. daʒ ir iuch selben woldet hân ertœtet... bîtet eine wîle noch: jâ kumt iu wol ungen…

Ableitungen von genot (4 von 4)

gegenôte

Lexer

gegenôte stf. BMZ gegend, landschaft Lampr. Livl. Roth denkm. 60,170. Pass. K. 355,55. Jer. 56 b . 63 a . 68 d . 89 c u. oft, Evang. 257 a .…

gênôte

Lexer

gênôte stf. s. gegenôte.

ungenôt

BMZ

ungenôt adj. part. freiwillig, ungezwungen, ungenöthigt. daʒ ir iuch selben woldet hân ertœtet... bîtet eine wîle noch: jâ kumt iu wol ungen…

ungenôte

Lexer

un-genôte adv. der ungenôte liuget Ulr. Wh. 172 d ;