Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Gefecht
Gefecht
fechten Vb. ‘mit einer Hieb- oder Stoßwaffe kämpfen’. Für das nur im Westgerm. bezeugte Verb ahd. fehtan (8. Jh.), mhd. vehten, asächs. fehtan, mnd. fechten, mnl. nl. vechten, aengl. feohtan, engl. to fight läßt sich Verwandtschaft mit griech. pekté͞in (πεκτεῖν) ‘kämmen, scheren’, lat. pectere ‘kämmen’, lit. pèšti ‘rupfen, zupfen, ausreißen’, also Herkunft aus einer gemeinsamen Wurzel ie. *pek̑- ‘Wolle oder Haare rupfen, zausen, raufen’ (wozu auch lat. pecū, nhd. Vieh, s. d.) annehmen. Das Verb gilt zunächst für jede Art kämpferischer Auseinandersetzung, wird aber nach der außerordentlichen Erweiterung der Kampftechniken im Nhd. auf das Kämpfen mit blanker Waffe eingeschränkt. Die Bedeutung ‘betteln’ (17. Jh.) entwickelt sich wohl in Kreisen wandernder Landsknechte und Handwerksgesellen, die ihrem Betteln oft durch Demonstration ihrer Fechtkunst oder Drohen mit der Waffe Nachdruck verleihen. – anfechten Vb. ‘angreifen (mit Rechtsmitteln), in Gewissenskonflikt bringen’, ahd. anafehtan (9. Jh.), mhd. anevehten ‘gegen jmdn. kämpfen’. Anfechtung f. ‘Angriff, Versuchung’, ahd. anafehtunga (11. Jh.), mhd. anevehtunge. Gefecht n. ‘Kampfhandlung, Schlacht’, ahd. gifeht (8. Jh.), mhd. gevehte.