Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gefäsz n.
gefäsz , n. coll. zu fasz, doch nicht ursprünglich so. 1 1, 1@a a) mhd. nicht geveʒʒe, wie man früher nach vaʒ annahm ( wb. 3, 283 a ), sondern auffallend gevæʒe, wie J. Grimm unter fasz III, 1358 nachwies aus reimen auf vergæʒe, sæʒe; bestätigung gibt auch die schreibung geveesze im 15. jh. ( s. 3, a ) und eigentlich auch noch die heutige lange aussprache, da sich vor sz, ss betonte kürzen sonst erhalten ( z. b. fasz, nässe, gehässig), eher umgekehrt verkürzung ursprünglicher länge eintritt, wie in lassen, müssen, landschaftlich grŭsz ( doch s. unter geflissen). demnach kann aber gevæʒe nicht…