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Gebinde

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
17 in 16 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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23
Verweise raus
35

Eintrag · Campe (1807–1813)

Gebinde Das

Bd. 2, Sp. 241b
Das Gebinde, des — s, d. Mz. w. d. Ez. 1) Х Ein wiederholtes Binden, und verächtlich, ein schlechtes Binden; ohne Mehrzahl. 2) Eine Anzahl mehrerer verbundener oder zusammengebundener Dinge. So nennen die Spinnerinnen eine Anzahl von zwanzig, an andern Orten von vierzig Fäden, die den Umfang des Haspels oder vier Ellen an Länge betragen, ein Gebinde; auch eine Fitze. Zwanzig Gebinde von 20, oder zehn Gebinde von 40 Faden gehen auf eine Zaspel oder Zahl, drei Zaspeln auf eine Strähne und vier Strähnen auf ein Stück. Bei den Zimmerleuten heißen zwei durch Riegel und Streben mit einander verbundene Säulen ein Gebinde. Bei den Schieferdeckern wird auch jede Reihe Steine nach der ganzen Länge eines Schieferdaches, ein Gebinde genannt. I Böhmen ist es in weiterer und uneigentlicher Bedeutung ein Maß zu flüssigen Dingen, das zwei Kannen hält. Uneigentlich und in Scherz nennt I P. Richter auch eine Anzahl Anmerkungen ein Gebinde: »Für beide werde hier einem kleinen Gebinde vermischter Anmerkungen Raum vergönnt.« 3) Die bestimmte Größe verbundener oder zusammengebundener Dinge; ohne Mehrzahl. Auf einem Felde muß einerlei Gebinde sein, die Garben auf demselben müssen gleich groß gebunden werden. So auch von Fässern. Eine Tonne schmal Gebinde.
1260 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gebindestv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    gebinde stv. swv. daʒ schif gebinden Nib. 454,2. Juppiter gebant Saturnus Barl. 249,22. — mit adv. präp. den helm er abe…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gebindeN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    gebinde , N. Vw.: s. gebint L.: MndHwb 1/2, 29 (gebinde), Lü 110b (gebinde)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gebinde

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Das Gebinde , des -s, plur. ut nom. sing. 1) Eine Anzahl mehrerer mit einander verbundener Stücke Einer Art. So ist bey …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gebinde

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gebinde , in der Baukunst die einzelne Rippe eines Dachstuhls (s. Dachstuhl ); im Garnhandel eine Unterabteilung der Str…

  5. modern
    Dialekt
    Gebinde

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Gebinde Band 2, Spalte 2,850

  6. Spezial
    Gebinde

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|bin|de n. (-s,-) (Strauß) smaz (smac) m. ▬ ein Gebinde von Blumen n smaz de ciüfs.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebinde

3 Bildungen · 1 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gebinde

ge- + binde

gebinde leitet sich vom Lemma binde ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gebinde 2 Komponenten

geb+inde

gebinde setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gebinde‑ als Erstglied (1 von 1)

Gebindels

LothWB

gebind·els

Ge-bindels n. Ri. Ha. Rom. Hom. das Umziehen aus einer Wohnung in die andere.

gebinde als Zweitglied (2 von 2)

angebinde

DWB

ange·binde

angebinde , n. donum natalicium, weil die gabe an den hals oder arm gebunden wurde, sonst auch eingebinde , einbund, gebindnis , strick, str…

eingebinde

DWB

einge·binde

eingebinde , n. donum baptismale: besuchten wir die wöchnerin, überreichten unser eingebinde. ehe eines weibes 16; das junge volk, es bildet…