Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
ganzên sw. v.
sw. v., mhd. ganzen, genzen, frühnhd. ganzen, gänzen DWb. IV,1,1 308 f.; mnd. gansen, mnl. gansen, gensen. — Graff IV,222.
Die Belege erlauben eine Interpretation nur als ên-Verb; im Widerspruch dazu steht die hier vorliegende faktitive Bed. (s. u. Bedeutungsteil), die hauptsächl. an jan-Verben gebunden ist.
kanc-: 3. sg. conj. -ehe Gl 2,484,15 (Sg 136, 9. Jh., k- über ungültig gemachtes c- geschr.). 486,22 (Sg 134, 10. Jh.); -eę 489,56 (Stuttg. poet. 6, 12. Jh.). — Zu den Formen mit -h- vgl. Braune, Ahd. Gr.13, § 152, Anm. 4.
jmdn. oder etw. erhalten, behüten, erretten: kancehe [gustus et ipse modum teneat,] sospitet [ut iecur incolume, Prud., H. a. cib. (III) 180] Gl 2,484,15. 486,22. 489,56. Zur faktitiven Bed. von g. vgl. Wilm., Gr. 22, § 32. Oder liegt eine Vok.-Übers. vor (vgl. die bei Diefb., Gl. 544a, s. v. sospitare aufgeführte Bed. ‘gesund sein’)?