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Futteral

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
15 in 13 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Futteral

Futteral

2Futter n. ‘Unterlegung, Auskleidung’ (meist auf der Innenseite von Textilien, Behältern, doch vgl. auch Türfutter), ahd. fuotar (Hs. 12. Jh.; vgl. fedarfuotar ‘Federbehälter, -büchse’, 8. Jh., bogafuotar ‘schützender Überzug über den Bogen, Bogenfutteral’, 9. Jh.), mhd. vuoter ‘Unterfutter, Futteral, Schwertscheide’, mnd. vōder ‘Unterfutter, Futteral, Besteck-, Brieftasche, Umschlag’, mnl. voeder, aengl. fōþor ‘Hülle, Futteral’, got. fōdr ‘Schwertscheide’ und (aus dem Mnd.) anord. fōðr ‘Futteral, Schwertscheide’ sind wie aind. pā́tram ‘Behälter, Gefäß’ mit dem Suffix ie. -tro- gebildete Instrumentalbezeichnungen zur Wurzel ie. *pō(i)-, *pī- ‘Vieh weiden, hüten’, daraus ‘schützen’, auch ‘durch Bedecken schützen’, zu der auch aind. pā́ti ‘schützt, behütet, bewahrt’, griech. pṓÿ (πῶυ) ‘Herde’, poimḗn (ποιμήν) ‘(Schaf)hirt’, lit. piemuõ ‘Hirt(enknabe)’ gehören. Ausgangsbedeutung für das Germ. ist ‘schützende Hülle, Behälter’. – 2füttern Vb. ‘mit einer Auskleidung, Polsterung versehen’, mhd. vuotern, vüetern. Futteral n. ‘Hülle, Etui’ (15. Jh.), gebildet nach mlat. fotrale, einer in Vokabularien des 15. Jhs. bezeugten Ableitung von mlat. fotrum ‘Kapsel, Behälter’, einer Latinisierung von mhd. vuoter bzw. mnd. vōder.
1231 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Futterāl

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Futterāl , des -es, plur. die -e, aus dem mittlern Lat. Foderellus, eine harte oder steife Bekleidung eines Körpers …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Futteral

    Goethe-Wörterbuch

    Futteral schützendes, auch verziertes, meist innen ausgekleidetes Behältnis, Kästchen (bes für Medaillen, Steine, Papier…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Futterāl

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Futterāl (mittellat.), Scheide, Kapsel, deren Höhlung von der Form des zu verwahrenden Gegenstandes.

  4. modern
    Dialekt
    Futteraln.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Futteral n. Futteral; bei starkem Frost rät man Kindern: treck di 'n Futteral œwer Näs' un Uhren Ro Ribn . Zss.: Faut-, …

  5. Sprichwörter
    Futteral

    Wander (Sprichwörter)

    Futteral 1. Das Futteral ist mehr werth als die Geige darin. – Eiselein, 200. 2. Ein Futteral passt nicht für alle Dinge…

  6. Spezial
    Futteral, durchsichtigesn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +3 Parallelbelege

    Futteral , n , durchsichtiges футляр , м , прозрачный → FiloSlov Schuber, durchsichtiger, m

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit futteral

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von futteral 2 Komponenten

futte+ral

futteral setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

futteral‑ als Erstglied (2 von 2)

futteralmachen

DWB

futteral·machen

futteralmachen , n. das verfertigen von futteralen, die kunst des futteralmachens. Krünitz 15 (1786) , 592.

futteralmacher

DWB

futteral·macher

futteralmacher , m. einer der futterale zu verfertigen versteht und solche verfertigt, thecarum opifex. schon bei Kramer teutsch-ital. wb. (…