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funse

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

funse f.

Bd. 4, Sp. 613
funse, f. eine kleine, überhaupt eine geringe, eine dunkel, wenigstens nicht gar hell brennende öllampe. braunschw. (Castelli 134), eben so in Schlesien und zwar, wie hier Weinhold 24b genauer angibt, zu Breslau, Reichenbach und Glaz. östr. funzn (Ziska 1, 27. Castelli a. a. o.). im Kuhländchen fons; im hennebergischen fonse, ölfonse, woneben fonsel, ölfonsel (Reinwald 1, 112). in Hessen, der Wetterau, Nassau, am Rhein kennt man das wort nicht, das sonach von dem braunschweigischen über einen theil des östlichen Mitteldeutschlands und von diesem südlich bis über die Donau sich erstreckt, während das von funse abgeleitete funsel vorzugsweise einem groszen theile Norddeutschlands eigen ist und nach Mitteldeutschland stark vordringt. was die herkunft betrifft, so führt funse auf goth. fôn gen. funins, altn. funi, feuer, das, nach GDS 84 (vgl. auch wb. 3, 1581) ein wurzelverbum funan fan fônum, leuchtend sein, brennen, voraussetzt. aber für das ableitende s, ursprünglich -as, findet sich durch misverstand auch z geschrieben, da sich nach n beide laute in der aussprache kaum unterscheiden lassen. du wurdest jederzeit vor andern wohl empfangen, wir steckten fremden nur die hellerfunzen an: dir aber muste stets der tisch mit kerzen prangen. Günther 1100. in dieser stelle erscheint im gegensatze zu der kerze die funse, ohne dasz es der verstärkung durch die zusammensetzung hellerfunse bedurft hätte, in schlagender weise als geringfügig, wie denn auch überhaupt mit funse eine lampe oft mehr verächtlich benannt wird. Klein in seinem deutschen provinzialwörterbuch 1, 129 führt als zweite bedeutung an: »auch das ausgebrannte docht vom licht, wenn es noch dunstet«, und bezeichnet dieselbe mit der ersten als schlesisch. aber weder Bernd noch Weinhold verzeichnen sie.
1795 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    funsef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    funse , f. eine kleine, überhaupt eine geringe, eine dunkel, wenigstens nicht gar hell brennende öllampe. braunschw. ( C…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit funse

11 Bildungen · 11 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

funse‑ als Erstglied (11 von 11)

Funsel N

Idiotikon

Funsel N. Band 1, Spalte 871 Funsel N. 1,871

Funselloch

SHW

Funsel-loch Band 2, Spalte 1007-1008

Funselersche

RhWB

funsel·er·sche

Funselersche fu·n.zəlĭš, Pl. -šən Bitb-Rittersd f.: Schimpfn. für eine in Fetzen gehende, in der Kleidung nachlässige weibl. Person.

Funseli

Idiotikon

funs·eli

Funseli Band 1, Spalte 871 Funseli 1,871

Funselkrämer

RhWB

funsel·kraemer

Funsel-krämer -ī:- Bitb m.: eine in zerfetzter Kleidung erscheinende Mannsperson; nachlässig gekleidete M.

funselkram

DWB

funsel·kram

funselkram , m. der kleinigkeitskram, die kleinigkeitskrämerei, schlechtes wesen bei dem kein vorwärtskommen, kein fortgang ist. auch, aber …

funseln

DWB

funs·eln

funseln , ein nd. verbum, das von dem pl. praet. der unter funs aufgestellten wurzel finsan fans funsun funsan abzuleiten ist mit dem grundb…

Funselte

RhWB

funs·elte

Funselte -tsəltə, Pl. -tən Barm f.: schlampiges Weib.