Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
freidank
freidank . treffende, eindringende sprüche werden im mittelalter einem dichter Frîdanc beigelegt, namentlich von Hugo im Renner und von Seifried Helbling. noch im 16 jh. von Joh. Nas, der in der groszen glocke 16 den spruch aus 167, 24 anführt und das 'sagt Freidank' beizufügen nicht unterläszt. nun läge nahe Freidank auf die gedankenfreiheit zu ziehen, wie diesen sprüchen fast lauter wahre, freie gedanken zum grunde liegen. in unsrer sprache sind aber dank gratia und gedank cogitatio streng von einander gehalten und selten in den hss. heiszt es Frîgedanc, was sich auch Frîge-dank nehmen liesz…