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flappen

nhd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
11 in 9 Wb.
Sprachstufen
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18

Eintrag · Rheinisches Wb.

flappen

Bd. 2, Sp. 554
flappen Allg., weniger aber Klevld (bezeugt aus Klev-Calcar, Rees-Emmerich Brünen, Ess); Rhfrk, Mosfrk -ab-, sonst -ap-; doch auch Rip, bes. SNfrk -ab- (sth. -b-); Trier-Ld, Wittl, Bitb -ab- u. -ā:-; Heinsb-Dremmen Karken Lümb Saeffelen -ǫp-; Kemp-Hüls --; Kemp-Stdt auch -ā:-, Part. jəflapt schw.: eine schlagende Bewegung bezeichnend. 1. intrans. a. Subj. leblose Dinge. α. auf- u. zuschlagen, hin- u. herflattern (unregelmässig), z. B. de Lare hot de ganz Nacht geflappt Simm, Allg. bis einschl. Rip; do horten se em Wend jet fl. un schlage boven am Givel Köln; de Fahn flapp em Wend; de Wäsch flapp an de Leng (Leine) Rip, Allg. — β. lose um die Glieder schlagen, schlottern, von Kleidern ebd., auch Mörs-Orsoy; de Rock flapp er öm de Ben Rip, Allg.; die Rockzipfel fl. honne bei Prüm-Ihren. — γ. de Brih flappt noch kocht noch Bitb-Nussbaum. — δ. et flappt ein im Gefüge loser Gegenstand windet sich hin u. her Kreuzn-Allenf, Bernk-Rhaunen; er flappt hin un her Simm-Laub. — b. Subj. lebende Wesen. α. schwerfällig, plump, träge, schlappig gehen (wobei die Kleider, Hose oft hinterher fl.); sich bei einem Gang unterwegs aufhalten, säumen; do flappe doher; do küte widder geflapp; wo flappste dann widder eröm; wie küt der dohergeflapp, dropangeflapp, [] angeflapp! Mosfrk, Rhfrk, Rip; herumstrolchen Goar-Weiler. — Ein Vogel, der seine ersten Flugversuche macht, flappt; kann er fliegen, so fladdert er Neuw-Datzeroth, Saarbr-Völkl. — β. er es am fl. geistig nicht recht normal Köln-Kalk (sonst nicht bezeugt). — 2. absol. u. trans. a. einen fl., mit der flachen Hand leicht schlagen, meist an den Kopf; auch in folg. Konstr.: ech fl. der en; he krig se geflapp; de flapp de ganzen Dag an de Könder Rip, Allg. (auch Nfrk) [einen durch Irrtum oder Betrug in grossen Schaden versetzen; sich fl., durch eigene Schuld mSaar 1832]. — Geflapp(t) sein einen Hieb, Hau weg haben, halbverrückt, schwachsinnig, etwas närrisch, übergeschnappt sein Allg., auch Nfrk [ungewöhnlich munter u. spasshaft Prüm-Mürlenb 1860; zu losen, tölpelhaften Streichen geneigt Saarbr-Völkl; übermütig, ausgelassen Sol, Mörs-Neuk; übertrieben lustig u. dumme Scherze machend Gummb]; den Ubergang zu dieser Bed. vermitteln folg. Wend.: De es möm Beil geflapp Bergh-Hüchelhv, — vom Mond (Mond) Ahrw-Nierend, — töschen de Uhre Wittl. RA.: De es dörch de Hauf (Haube) söve Deddel (Drittel) gefl. Aach. Du gefl.ə Geck em Schwönkert (Frack) Rheinb-Hilberath. Net reit gefl. sen MGladb-Rheydt; half gefl. sen Allg. — Dazu flabbe Tüən ( u. ) Geckheiten Eup. — e. einen Hasen udgl. fl., schiessen Sieg-Rhönd.f. ein Weib fl., missbrauchen Sieg-Rhönd ODollend OCassel, Bo, Ahrw-Sinzig, Schleid-Marmag. — g. den Kleeacker fl., bis zur Wurzeltiefe umpflügen, auch umfl. mit dem Flappriester Mörs-Rumeln. — h. absol. α. Fussball spielen; gehste met fl.; beim Spiel wild auf den Ball los stossen, ohne sich zu fragen, ob er aufs Ziel los schiesst Dür-Derichsw. — β. kräftig (Tabak) rauchen, dass es zwischen den Lippen zu einem schnalzenden Geräusch kommt Wend-Schwarzerden, Saarbr-Völkl, Bitb-Bollend, Prüm-Mürlenb; -E- Aden-Antw. — γ. schwatzen, sich unterhalten, bes. mit jungen Mädchen Gummb-Berghsn; mit der Rede herausplatzen, Worte unbedachtsam herausbringen; en flappt (auch flappt et eraus); en flappt eraus demot (damit); mat ebbes erausgeflappt kommen Trier-Ld, Bitb, Prüm. — Die einmal gefasste Meinung nicht aufgeben; wo der hiflappt, do flappt er hin Trier-Mettnich. — δ. drafl. (drein-) ungeschickt handeln Bitb. — ε. lecken, naschen Siegld; auf unanständige Weise liebkosen ebd.; tändeln, spielen, schmeicheln Altk-NFischb, Sieg-Fussh. — ζ. das Futter aus der Krippe werfen u. beschmutzen Koch-Lutzerath. — Im WMosfrk, wo -ab- u. -ā:- nebeneinandersteht, wird meist unterschieden -ab- schlagen: -ā:- daherschlappen. — Abl.: die Flapperei (Tollheit, tolle Streiche), dat Geflapps, sich zerfl. []
3940 Zeichen · 105 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    flappen

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    flappen , plaudere, crepitare, klappen: der kerl ist geflappt. Callenbach quasi 64 . schlagen. Frommann 6, 14 .

  2. modern
    Dialekt
    flappen

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    flappe n [flàpə Dehli. ] anführen, betrügen. Der is t geflappt mit siner riche n Frau; er hätt e besser ein e von d e r …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit flappen

22 Bildungen · 2 Erstglied · 18 Zweitglied · 2 Ableitungen

flappen‑ als Erstglied (2 von 2)

Flappenplatz

RhWB

flappen·platz

Flappen-platz -blā:ts Prüm-Burb f.: üppig wuchernde Grasstelle um einen Kuhflappen.

flappen als Zweitglied (18 von 18)

abflappen

RhWB

ab-flappen: etwas a., in raschen Schlägen hintereinander etwas abhauen, z. B. Holz; ech konnt net genog a., su flöck gengk dat Luhschälle Si…

auflappen

RhWB

auf·lappen

auf-lappen: 1. etwas a., einen Flicken aufsetzen Allg.; de hät de Bocks allen Engen (Enden, überall) opgeloppt MGladb-Viersen . — 2. übertr.…

beflappen

RhWB

be-flappen: einen b., verhätscheln, beschmeicheln (o. O.).

durchflappen

PfWB

durch·flappen

durch-flappen schw. : = PfWB durchhauen 2, duʳchflappe [ BZ-Dörrb ]; vgl. PfWB abflappchen . BadWB Bad. I 602 . —

herumflappen

PfWB

herum·flappen

herum-flappen schw. : 'die Zeit untätig zubringen', erumflappe [ KU-Schmittw/O ]; vgl. PfWB flappen 2. RhWB Rhein. II 554 Z. 61. —

Huflappen

PfWB

huf·lappen

Huf-lappen m. : = PfWB Huflattich , Hoflabbe [ Wilde 110 (LA-Walsh)]. RhWBN Rhein. IX 1312 and. Bed. —

Kuhflappen

PfWB

kuh·flappen

Kuh-fläppe f. , Kuh-flappen m. : = PfWB Kuhpladder 1, Kuhfläpp [ KU-Elzw ], -flappe [Ingb FR-Carlsbg ]; vgl. PfWB Flappe 2 a. —

Sauflappen

PfWB

sauf·lappen

Sauf-lappen m. : 'Säufer', Sufflabbe [IB-Ensh ( Glass 116)]. RhWB Rhein. VII 804 ; LothWB Lothr. 512 .

Sufflappen

PfWB

suff·lappen

Suff-lappen m. : 'Säufer, Trunkenbold', -labbe [ Glass Klutzkopp 119]; Syn. s. PfWB Trinker , PfWB Säufer . Wass ischon dinn Babbe? - Ei, mi…

topflappen

DWB

topf·lappen

topflappen , m. , der lappen zum reinigen des küchengeschirrs: der hat een' mit'n topplappen an kopp gekriegt ' der ist sehr beschränkten ge…

verflappen

PfWB

ver·flappen

ver-flappen schw. : ' verprügeln ', eigentl. 'mit einem flachen Gegenstand schlagen', veflappe [ FR-Gr'niedh ]; vgl. PfWB durchflappen . Syn…

zuflappen

RhWB

zu-flappen: zuklappen, zufallen ebd.

Ableitungen von flappen (2 von 2)

beflappen

RhWB

be-flappen: einen b., verhätscheln, beschmeicheln (o. O.).

verflappen

PfWB

ver-flappen schw. : ' verprügeln ', eigentl. 'mit einem flachen Gegenstand schlagen', veflappe [ FR-Gr'niedh ]; vgl. PfWB durchflappen . Syn…