Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
firmen
firmen
firmen Vb. ‘einem jungen Katholiken das Sakrament der Glaubensstärkung spenden’ (als Bestätigung und Festigung der Taufe), ahd. gifirmōn (10. Jh.), firmōn (11. Jh.), mhd. firmen ‘stärken, bekräftigen, befestigen, weihen, das Sakrament der Firmung spenden’ ist entlehnt aus lat. firmāre ‘festmachen, befestigen’ (auch in Geisteshaltung und Glauben), zu lat. firmus ‘fest’ (s. firm). Daneben steht (in jüngerer Zeit selteneres) firmeln (16. Jh.). – Firmung f., ahd. firmunga (Hs. 12. Jh.), mhd. firmunge. Firmelung f., mhd. firmelunge. Firmling m. ‘wer gefirmt wird’ (19. Jh.), nach firmeln und wohl auch dem Muster von Täufling gebildet. konfirmieren Vb. ‘einen jungen Protestanten zur Bestätigung der Taufe einsegnen’, d. h. ‘ihn als vollgültiges Mitglied in die Gemeinde aufnehmen und zum Abendmahl zulassen’. Mhd. confirmiren ‘rechtskräftig bestätigen, festsetzen, einsetzen’ (in dieser Bedeutung noch im 19. Jh.) ist entlehnt aus lat. cōnfirmāre ‘befestigen, bestärken’ (auch in Geisteshaltung und Glauben) und wird im 16. Jh. (Bucer 1539), anfangs neben später nur von katholischer Seite gebrauchtem firmen, Terminus der protestantischen Kirchensprache. Dazu Konfirmation f. ‘Einsegnung’, in der protestantischen Kirchensprache seit der brandenburgischen Kirchenordnung Joachims II. (1540), als Einrichtung vom Reformator Bucer befürwortet und später vom Pietisten Spener verbreitet; anfangs daneben auch noch Firmung. Zuvor bezeichnet Confirmation die ‘rechtskräftige Bestätigung, Einsetzung’ (15. Jh., noch im 19. Jh. üblich). Der Ausdruck ist entlehnt aus lat. cōnfirmātio (Genitiv cōnfirmātiōnis) ‘Befestigung, Bestärkung, Anerkennung’. Konfirmand m. ‘wer eingesegnet und als Mitglied der protestantischen Gemeinde bestätigt werden soll’ (18. Jh.), lat. cōnfirmandus, Gerundivum zu cōnfirmāre.