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Faulheit

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Faulheit

Faulheit

faul Adj. ‘verdorben, verwesend, unredlich, anrüchig, träge’, ahd. fūl (9. Jh.), mhd. vūl ‘verwesend, stinkend, modrig, morsch, verdorben, träge’, asächs. aengl. fūl, engl. foul, mnd. vūl, mnl. vuul, nl. vuil, anord. fūll, schwed. ful, got. fūls, germ. *fūla- ist auf die Wurzel ie. *pū̌- ‘faulen, stinken’ (vermutlich Weiterentwicklung einer Interjektion *pu ‘pfui’) zurückzuführen, zu der auch aind. pū́yati ‘wird faul, stinkt’, griech. pȳ́thesthai (πύθεσθαι) ‘faulen’, lat. pūs ‘Eiter’, pūtēre ‘nach Fäulnis riechen’ gehören. – stinkfaul Adj. ‘außerordentlich träge’ (17. Jh.), verstärkend zusammengesetzt mit stinken unter Rückgriff auf die alte Bedeutung faul ‘stinkend’. faulig Adj. ‘mit Fäulnis behaftet, verwesend’, mhd. vūllich. Faulheit f. ‘Trägheit’, mhd. vūlheit, daneben auch vūlkeit, vūlecheit, frühnhd. Faulkeit, Fauligkeit ‘Trägheit, Verwesung’. Fäulnis f. ‘Zersetzung, Verwesung’, ahd. fūlnussī (10. Jh.; auch fūlnissida, 11. Jh.), mhd. vūlnis; dafür bis zum 18. Jh. häufiger Faulung, Fäulung, mhd. vūlunge. Faulpelz m. ‘zur Trägheit neigender Mensch, Faulenzer’ (19. Jh.), schweiz. bereits seit dem 13. Jh. bezeugt; vgl. Pelz ‘Schimmelschicht auf Speisen’, so daß die Vorstellung ‘vor Faulheit Schimmel ansetzen’ zugrunde liegen kann; heute überwiegt wohl Assoziation an Faultier sowie der Gedanke eines trägen Verharrens im bequemen Pelz. Faultier n. südamerikanisches Säugetier von geringer Bewegungsfreudigkeit (17. Jh.), Wiedergabe von span. perezoso; dann auch scherzhaft ‘arbeitsscheuer Mensch’ (19. Jh.). faulen Vb. ‘sich zersetzen, verwesen’, ahd. fūlēn (9. Jh.), mhd. vūlen. faulenzen Vb. ‘träge, untätig sein’, spätmhd. vūlezen ‘faulig schmecken, träge sein’. Das Verb ist analog zu einer Gruppe von intensiven und iterativen Verben auf mhd. -e(z)zen (got. -atjan, ahd. -a-(z)zen, -e(z)zen) gebildet; der n-Einschub stammt aus dem Omd. Dazu Faulenz, Faulenzer m. (16. Jh.).
1901 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Faulheit

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Faulheit , plur. inus. von der zweyten figürlichen Bedeutung des Wortes faul, die herrschende Abneigung von der pfli…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Faulheit

    Goethe-Wörterbuch

    Faulheit Trägheit, mehrf mBez auf das Briefeschreiben die kleine F., die manchesmal in meinen Händen liegt ist durch mei…

  3. modern
    Dialekt
    Faulheitf.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Faulheit f. : wie schd., Faulet [verbr. südl. VPf Heeger Südostpf. 24 KU-Rothsbg], Faulheit [verbr.]. Der stinkt vor F. …

  4. Sprichwörter
    Faulheit

    Wander (Sprichwörter)

    Faulheit 1. Auf Faulheit folgt Krankheit. – Sailer, 291. Engl. : Idleness is the root of all evil. 2. Der Faulheit Acker…

  5. Spezial
    Faulheit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Faul|heit f. (-) fraidité (-s) f. ▬ vor Faulheit stinken tofé dala fraidité. ✒ Faulheit lohnt mit Armut le pest dla frai…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit faulheit

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Ableitung von faulheit

faul + -heit

faulheit leitet sich vom Lemma faul ab mit Suffix -heit.

Keine Komposita gefunden — faulheit kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.