Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
farzen
farzen
Furz m. ‘entweichende Blähung’, ahd. furz (11. Jh.), daneben auch firz (Hs. 12. Jh.), mhd. vurz sind Abstrakta zu einem als stark anzusetzenden Verb germ. *fertan, ahd. ferzan (9. Jh.), mhd. verzen, das mit aengl. feorting ‘Furz’, engl. to fart, anord. (mit r-Umsprung) freta ‘furzen’ und mit den außergerm. Bezeugungen aind. párdatē ‘furzt’, griech. pérdesthai (πέρδεσθαι), russ. perdét’ (пердеть) ‘furzen’ auf ie. *perd- ‘laut furzen’ zurückgeht. Eine Lautvariante zu germ. *fertan liegt vor in farzen Vb., mhd. varzen, überwiegend gebräuchlich bis ins 18. Jh. Danach verdrängt durch das ältere, vom Substantiv Furz abgeleitete furzen Vb. ‘flatulieren, eine Blähung entweichen lassen’, md. forzen, ahd. furzen (Hs. 13. Jh.), mhd. vurzen.