Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Falter m.
Falter m.
Falter m. ‘Schmetterling’. Ahd. fīfalt(a)ra f. (9. Jh.), fīfaltar m. (Hs. 12. Jh.), mhd. vīvalter m., asächs. fīfoldara, mnl. vīveltere (weitergebildet zu nl. vijfwouter), aengl. fīfalde, anord. fīfrildi sind wie lat. pāpilio ‘Schmetterling’ reduplizierende Bildungen zur Wurzel ie. *pel(ə)- ‘gießen, fließen, füllen, schwimmen, fliegen, flattern’ (wozu auch flattern, Fledermaus, voll, s. d.) und bedeuten ‘Flatterndes’; weitere außergerm. Verwandte sind lit. petelìškė ‘Falter’ und die baltoslaw. Bezeichnungen für ‘Wachtel’ lit. píepala(s), russ. pérepel (перепел). Die reduplizierende Wortform hat zu vielen mundartlichen und volksetymologischen Nebenformen und Umdeutungen geführt, zumal (in Anlehnung an zwei, s. d.) Zwie-, Zweifalter m., ahd. zvīfaltra (Hs. 12. Jh.), frühnhd. zwivalder (15. Jh.), ferner auch Feifalter, Pfeiffalter; die vereinfachte Form Falter setzt sich erst gegen Ende des 18. Jhs. durch. – Nachtfalter m., Tagfalter m. (beide 18. Jh.).