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zwiefalter

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zwiefalter m.

Bd. 32, Sp. 1149
zwiefalter, m. , schmetterling; alte volksetymologische umdeutung von ahd. vîvaltra; vgl. Kretschmer wortgeographie (1918) 53, schmetterling teil 9, 1047 und das jüngere zweifalter sp. 994, dazu auch Andresen volksetymologie 112, anmkg. 5. 11) schmetterling: papilio zvîualtre (Heinr. summ., 12. jh.) ahd. gl. 3, 130, 59 St.-S.; czwyfelder Diefenbach n. gl. 279a; fiunt enim quaedam ex zuifalder et emessen und spinnen Luther tischr. 3, 242 W.; ein sommervogel, ein zwiefalter, beschmeisset das kraut Bas. Faber thes. (1587) 585a; der zwiefalter ist ein würmlein, so da fleuget, mehrentheils weisz, sonsten bunt und unterschiedener farben, werden auch buttervögel genennet Harsdörffer teutsche secret. (1656) 1, Mmm 6a; für papilio bei Zehner nomencl. (1645) 215; Weismann lat.-germ. (1673) 599; Wachter (1737) 1986. in den süddeutschen maa. noch heute geläufig; vgl. weinfAelter, eine art zwiefalter Hügel Wien (1873) 188. in älterer zeit literarisch voll geläufig: wölt gott, es (das korn des wucherers) flüg im ausz dem hausz und wurden zwifalter da rausz (v. j. 1511) K. Steiff gesch. lied. Württemb. 94; wirt ein vögelein darausz, das sihet schier ausz, wie ein zwifalter oder pfeiffholder, hat artliche glider Joh. Gressaeus d. kleine baur (1618) 52; ausz den raupen (werden) wiederum die sommervögelein, so man sonst buttervögelein oder zwiefalter heisset Er. Francisci alleredelste veränd. (1617) 87; wann es viel zwifaltern ... im früling gibt v. Hohberg georg. cur. (1682) 1, 426; Thümmel reise (1791) 7, 268; die raupe ... sieht man sterben und eintrocknen, und aus diesem selbigen körper entsteht ein zwiefalter Bode Montaignes gedanken (1793) 3, 457; vom 19. jh. an tritt es in der schriftsprache zurück: wie in der jugend auch als raupe kriegt, im alter die blüthengleiche schwing entfaltet der zwiefalter Rückert ges. poet. w. (1867) 8, 16; dasz er sich eine sammlung angelegt, nicht von zwiefaltern, steinen, muscheln, schlangen Uhland ged. (1898) 1, 358. 22) gelegentlich für andere insekten: culex muk, zwiualder (14. jh.) ahd. gl. 3, 48, 3 St.-S.; fiszula zwiualder ebda 5; cantarides zwifalter ebda 63; hepiolus ein kleiner zwiefalter, so ins liecht fleuget und verbrennet Corvinus fons lat. (1646) 409; lieber, scheide ... eine biene von einer humel, zwiefalter, wespen, hörnausz Mathesius Syrach (1586) 68b; zwiefalter sind die nachtschmetterlinge ... lampyrides Overbeck bienenwb. (1765) 100. durch den namen sommervogel für schmetterling beeinfluszt, auch für vogel bezeugt: und ehe die sommervögel oder zwifalter zu singen anheben Joh. Riemer der pol. hasenkopff (1689) 334. zusammensetzungen:
2656 Zeichen · 72 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zwiefalter

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Zwiefalter , S. Adelung Zweyfalter .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zwiefalter

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von zwiefalter

zwiefalt + -er

zwiefalter leitet sich vom Lemma zwiefalt ab mit Suffix -er.

Zerlegung von zwiefalter 2 Komponenten

zwie+falter

zwiefalter setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

zwiefalter‑ als Erstglied (2 von 2)

zwiefalterblüte

DWB

zwiefalter·bluete

zwiefalterblüte , f. : die zwei seitenblätter, welche mit der fahne und dem schnabel eine zwifalterblüte bilden Blancard arzneiwb. (1788) 1,…

zwiefaltersamen

DWB

zwiefalter·samen

-samen , m. : gleichwie aus den raupen bald mucken, bald zwiefalter, aus dem mucken- und zwiefalter-saamen wiederum raupen werden Er. Franci…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „zwiefalter". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zwiefalter/dwb?formid=Z13330
MLA
Cotta, Marcel. „zwiefalter". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zwiefalter/dwb?formid=Z13330. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „zwiefalter". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zwiefalter/dwb?formid=Z13330.
BibTeX
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