Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
el
Ende des 8. Jh.s in Gl., bei O, N und im
Ph:
‚Elfenbein, Elefant; ebur, elephans, ele-〈Var.: hæl-; ele-; -ph-, -phant,
phantus‘
-phint, -fint, -fen, -phin; alpant〉. Das Wort ist
aus dem Lat. entlehnt (s. u.). Der älteste und
gleichzeitig einzige ahd. Beleg mit der Be-
deutung
‚Elfenbein‘in Gl. 1,654,38 elafante
dat.sg. (Cod. Karlsruhe Aug. IC, Rb, Ende des
8./Anfang des 9. Jh.s) ist ohne anl. h-, einige
weitere Graphien mit vokalischem Anlaut
finden sich hauptsächlich im SH und in Gl. ab
dem 12./13. bis 15. Jh. Die Mehrzahl der Be-
lege weist aber anl. h- auf, das nicht aus der
lat. Vorlage stammen kann. Nach allgemeiner
Auffassung ist das auf das Dt. beschränkte un-
organische h- volksetymologisch auf das Part.
Präs. helfant
‚helfend‘bezogen. Doch kann
diese Angleichung nur auf der Basis formaler,
nicht semantischer Ähnlichkeit erfolgt sein, da
man zur Zeit der Entlehnung nur sehr wenig
über Elefanten wußte (ihr Einsatz als Ar-
beitselefant war noch nicht bekannt). – Mhd.
él(e)fant, hélfant st. m.
‚Elefant‘, nhd. Elefant
‚großes, massiges Säugetier mit grauer,.
nahezu unbehaarter Haut, großen, beweg-
lichen Ohren, einem Rüssel und langen, gelb-
lich weißen Stoßzähnen‘