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el

ie. bis Dial. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
18 in 14 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

el

Bd. 3, Sp. 399
el , häufige auf ursprüngliches al, il, ul zurückgehende und im zweiten dieser fälle umlaut, insofern er möglich ist, wirkende ableitung; doch kann auch ein i der dritten silbe sich das a der zweiten assimilieren. einigemal wird das e ausgestoszen: karl, kerl für ahd. charal, bühl für puhil, seele für ahd. sêula, goth. saivala, gewöhnlich vor dem -lein der verkleinerungen. die nähere erörterung dieser el fällt der grammatik anheim, hier nur ein umrisz. AA) al liegt dem el zum grunde A@11) in den m. und n. adel, fasel, geisel, hagel, nabel, nagel, nebel, sattel, schwefel, segel, sessel, stadel, vogel, wimpel, wipfel, zagel, zweifel. A@22) in den f. achsel, angel, deichsel, fackel, gabel, gurgel, hasel, kugel, semmel, wachtel, wurzel. A@33) in den adj. dunkel, eitel. A@44) in den verbis A@4@aa) nägeln (ahd. nagalan für nagalian), segeln (ahd. sëgalan für sëgalian). A@4@bb) adeln, betteln, vereiteln, gaukeln, handeln, sammeln, stammeln, vogeln, wandeln, wurzeln, zweifeln. BB) ul liegt unter B@11) in den m. angel, apfel, schnabel, stiefel, teufel. B@22) in den f. gugel (cucullus), schindel, tafel. doch trat schon frühe ul in al über, oder wurde zu ol geschwächt. CC) il waltet C@11) in den m. bendel, beutel, bleuel, büschel, deckel, engel, ermel, esel, flegel, flügel, gürtel, hebel, himmel, kegel, kessel, kiesel, knebel, knüttel, kübel, löffel, meiszel, mündel, riegel, scheffel, schlegel, schlüssel, schwengel, sprengel, stempel, zügel. C@22) in den f. distel, eichel, fessel, geisel, nessel, schüssel, sichel, spindel, windel. C@33) in dem adj. edel (ahd. edili), frevel (fravili), übel. C@44) in den neutralen diminutiven äuglein, bändlein, büchlein, fältlein, fräulein, herzlein, häuslein, kindlein, mägdlein, männlein, mäntlein, nönnlein, röcklein, stäblein, stänglein, tüchlein, vöglein, zünglein u. s. w., vgl. 2, 615. mehr unter -lein. C@55) in den verbis C@5@aa) deren el schon im nomen steckt: kitzeln, meiszeln, meucheln, riegeln, würfeln, zügeln u. s. w. C@5@bb) deren el verkleinert: älteln, fälteln, frösteln, grübeln, hätscheln, hüsteln, lächeln, kränkeln, kräuseln, röcheln, schmeicheln, schnitzeln, spötteln, streicheln, träufeln, tröpfeln, witzeln u. s. w. DD) man merke, D@11) alle diese el sind nur überreste aus dem groszen vorrat unserer alten sprache, wie ihn gramm. 2, 98—121 unerschöpfend aufstellt, vgl. Graff 1, 5—29. D@22) da der laut i überhaupt minderung einer in a ruhenden kraft und fülle ausdrückt, verwandte ihn der sprachgeist naturgemäsz zur diminution, die schon allein durch i bezeichnet werden kann (gramm. 3, 683), am liebsten aber im geleit von l und k (ch) sich geltend macht. ebenso füglich erscheinen auch kleine, der menschenhand bequeme werkzeuge in der form eines el, das früher il war: flegel, löffel, meiszel, riegel, schlegel, schlüssel u. s. w. D@33) die oberdeutsche mundart bildet viele diminutiva auf bloszes el, das, scheint es, ehmals ili war (kindel, häusel, fässel = ahd. chindili, hûsili, feʒʒili), wo es nicht umlautzeugend ist (anel, mannel) jenen organismus verletzt. es heiszt aber plattdeutschem misbrauch und einflusz allzu viel nachgegeben, wenn auch ausgezeichnete schriftsteller hochdeutsche neutra, denen niemals ein pl. auf s gebührt, damit versehen: verschiedene junge herrn und fräuleins. Gellert 4, 197; wenn alle mädchens so sind, wie ich mich fühle. Lessing 1, 538; alles da lustiger, loser gieng, sof und spiel und mädels die menge. Schiller 322b, freilich in eines holkschen jägers munde. (schwäb. pl. mädle, schweiz. meitli, bair. diendln, östr. dearndln, dearndaln; nd. mäkens, deerens, nl. meisjes).
3630 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. * rekonstr.
    Indoeuropäisch
    el

    Idg. Etym. Wb. (Pokorny) · +1 Parallelbeleg

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    el

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    el.. Gl 4,125,33 s. elbiz.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ËLadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    ËL ( gen. -wes. ahd. ëlo , ëlawes Graff 1,225 ) adj. gelb, lohbraun. elbidum elweʒ sumerl. 35,46. fulvum rôteʒ vel elweʒ…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    elAdv.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    el , Adv. nhd. anders, sonst E.: aus dem Niederländischen R.: niet el: nhd. sonst nichts, nichts anderes L.: MndHwb 1, 5…

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    El

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    El , eine Endsylbe vieler Nennwörter, besonders einer großen Menge von Substantiven, welche von einem sehr hohen Alterth…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    El

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    El , holländ. Bezeichnung des Meters. Die alte Amsterdamer El enthielt 68,781 cm, wird aber in Niederländisch-Indien pra…

  7. modern
    Dialekt
    Eln.

    Lothringisches Wb.

    El [él Lix. u. s.] n. Öl nur in der Verbindung: ’S heilich El die letzte Ölung. Sonst Olich. s. d.

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Cotta, M. (2026). „el". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/el/dwb
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Cotta, Marcel. „el". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/el/dwb. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „el". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/el/dwb.
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