Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
durchbruch stM.
2 ‘Einbruch, Einsturz’
1 ‘Durchbruch (vom Weltlichen in das Göttliche), Erweckung’ (vgl. durchbrëchen 2 ): si hâte des hoffenunge, daz [in dem toten Christus] got [die Gottheit Christi] einen durchbruch hæte genomen durch die menscheit [Christi] und etwaz gotes in dem grabe bliben wære Eckh 2:579,2; [dieses Buch] sait von aim zuͦnemenden menschen, wie er mit miden und mit lidenn und uͤbenne einen durpruch sol nemen durch sin selbs unerstorben vichlichkeit hin zuͦ grosser loblichen heilikeit Seuse 3,11. 333,6 u.ö.; Tauler 250,19; so der mönsche einen rosen in siner hant hat [...], so solt er behendenklich ein durhbruch nemen und gedenken bi dem suessen gesmak wie suesz [...] der schöpfer ist, der den rosen gemachet hat PrEngelb 200,247; MerswZM 79,1 2 ‘Einbruch, Einsturz’ so wirt uch dise bosheit als ein vallende durchburch [ interruptio ] irsporet an eynir hoen muren Cranc Jes 30,13
MWB 1 1406,60; Bearbeiter: Schnell