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¹duᵉne

mnd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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13 in 11 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

¹duᵉne Adj.

Bd. 2, Sp. 348
¹duᵉne Adj. [verbr. OWestf SWestf, verstr. Münsterl] 1. fest, stramm, angespannt. Hä holl dä Lien nit duen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@BrechtenBr). Dau diän Stoppen dūne op de Flaske (Kr. IserlohnIsl Is). Dat sitt duenne, dat wackelt nich mäh (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). Dat Wams sāt mī te duene (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor SCHLEEF). Donne schriuben festschrauben, auch: jmdm. eine hohe wirtschaftliche Last aufbürden (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — Ra.: Den Schmachtreumen dönner teuhn sich einschränken, hungern (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). De es nich ganz donne backen er ist sehr unvernünftig, auf ihn kann man sich nicht verlassen (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo || mehrf. Ravensbg). — Sprichw.: Mīet Gewalt kann me ne Hitte amme Steerte dūhn hallen mit Energie kann man in der Erziehung viel erreichen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@NiedersfeldNf). — 2.1. nahe, eng, dicht gedrängt. He wuent duene bi mi (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@SchwelmSw). Donne buih in der Nähe (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@JöllenbeckJö || mehrf.). — Ra.: Hei hiat duanne ant Water bugget er weint häufig (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@OesterauOa). Datt Kohn stoeit donne, wie ’t Hoo ubb’m Ruün die Saat steht zu dicht (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). Hai is duene ächter mi er folgt mir auf dem Fuß (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@EstinghausenEs || mehrf.). Heu sitt jümmer donne vörn Rae er ist immer knapp bei Kasse (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Et wass eme so duanne ümme’t Hiätte er fühlte sich beklommen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HalverHa). — Sprichw.: Wuit achtern Örsten un donne vörn Läßten, dat kümmet up euns hariut Ausrede bleibt Ausrede (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Jiä düener bui d’r Kiärke, diäste liäter drin (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). De Vügel, de seo wüit her singet, sitt’t faken donne büi den Neste (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — 2.2. knapp, kurz [Ravensbg]. Dicke Luye hät ’n donnen Nacken (Kr. HerfordHfd Hi). — Ra.: Suin donne Bekuiken häbben es schwer haben, sich in Geldnöten befinden (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Hai harret duene er hat es eilig (KKWB || mehrf.). — 3. dicht, undurchlässig [OWestf, sonst verstr.]. Dat Vatt is duhne (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@RüthenRü). Dat Fatt mott in’t Water, domet dat et wieer donne wert (Lippe OESTERH). — Ra.: De Kopp es mi donne ich bin erkältet, ich habe Kopfschmerzen (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@DreyenDr || mehrf.). Halt hingen duan furze nicht (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). — 4.1. satt, voll, vollgefressen, dick. De Koh is donn die Kuh hat zu viel Klee gefressen, der im Pansen gärt, sie hat Koliken (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). En Sack duhn stoppen (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BödefeldBö). — Ra.: Ek sin seo donne wi’ne Wost ich bin ganz satt (Kr. HöxterHöx Lü). Moin Loif is seo donne, do kamme ne Lius uppe knicken dass. (Kr. HöxterHöx Lü). — 4.2. schwanger [Ravensbg Lippe]. Dat Wuiw es oll weer donne (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@LangenholzhausenLh) — 5. geizig [Kr. LübbeckeLüb Hfd]. De es donne buin Mōse (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). — 6. schwül. Nachts was et duene (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@LetmatheLe). — 7. In adv. Gebrauch verstärkend: sehr, heftig, tüchtig [Kr. SteinfurtStf Tek]. Duonne frūren hart gefroren (Kr. TecklenburgTek Me). Hau nich so duene (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). Dat häff so duehne nich riänget (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeddeLx). ⟨›duᵉne‹ [Münsterl Kr. WiedenbrückWie SWestf südl. OWestf], donne [Kr. TecklenburgTek nördl. OWestf (ohne Wie) Höx], ›dūne‹ (Kr. MindenMin Ha)⟩ ¶ Vgl. RHWB 1,1394: don II; NDSWB 3,321: donne² u. 3,690: dūn, dūne. Zus.: → fādem~, pedden~, tunken~.
2803 Zeichen · 83 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ³Dü̑nenpr.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    3 Dü̑ne , npr. , Düna. —

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Düne

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Düne , plur. die -n, eigentlich ein Hügel; doch nur in eingeschränkter Bedeutung, ein Sandhügel an der Küste des Mee…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Düne

    Goethe-Wörterbuch

    Düne hügelartige Sandaufwehung, meist als Strand- od Küstendüne, in geol Betrachtung auch als alte (eiszeitl) Binnendüne…

  4. modern
    Dialekt
    Düne

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Düne 'Dachboden' s. Döne 2;

  5. Sprichwörter
    Düne

    Wander (Sprichwörter)

    Düne 1. Die Düne gehört auch zum Strande. 2. Zu einer Düne gehört manch Sandkorn. ( Russ. ) – Altmann V.

  6. Spezial
    Düne

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Dü|ne f. (-,-n) duna (dunes) f. , banch de saurun m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit duene

91 Bildungen · 88 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

duene‑ als Erstglied (30 von 88)

¹duᵉnebī

WWB

¹duᵉne-bī Adv. [verstr.] ganz in der Nähe, nahebei.

²duᵉnefulweªrk

WWB

²duᵉne-ful-weªrk n. durch Alkohol verursachte unvernünftige Arbeit, Zerstörungen (WMWB).

Duᵉnekǟrl

WWB

Duᵉne-kǟrl m. Betrunkener, Trinker (WMWB).

duᵉneköpped

WWB

duᵉne-köpped Adj. donneköppt benommen, unfähig, klar zu denken ( Det Is = PLATENAUWB).

dünenartig

DWB

duenen·artig

dünenartig , adj. und adv. die grenzenlosen zauberformeln womit der grundsatz von polarisation des lichtes dünenartig zugedeckt wurde Göthe.

dünenberg

DWB2

duenen·berg

dünenberg m. : 1939 Tzschirner kraftfeld 193. 1966 frankf. allg. ztg. 72,23.

dünenbesing

DWB

dünenbesing , m. besingstrauch, rothe schlehe, hippophae rhamnoides, niederl. duinbes Nemnich 1, 151 . besing ist beere, goth. basi ( oben 1…

Dünengras

Adelung

duenen·gras

Das Dünengras , des -es, plur. inus. eine Art des Wollgrases mit runden Halmen, flachen Blättern und gestielten Blüthenähren, welches häufig…

dünenhaft

DWB

duenen·haft

dünenhaft , adj. und adv. im jahre 1791, als ich aus dem sande des dünenhaften judenkirchhofs zu Venedig einen zerschlagenen schöpsenkopf au…

dünenhalm

DWB

duenen·halm

dünenhalm , dünenhelm , m. sandhalm, sandhafer, sandschilf, helmkraut, arundo arenaria, niederl. duinhelm Nemnich.

dünenkette

DWB2

duenen·kette

dünenkette f. : 1852 Hanne zeitspiegelungen 249. 1976 Duden wb. dt. spr. 2,579 b .

dünenrose

DWB

duenen·rose

dünenrose , f. balsamrose, gelbe rose, weinrose, rosa eglanteria et spinosissima Nemnich Wörterb. 116 .

Dünensand

GWB

duenen·sand

Dünensand im Vergl wie das Meer, das den Bernstein, den es auswirft, gleich wieder mit D. bedeckt B25,207,28 Seebeck 23.2.15 K Horst Umbach …

Dünenschutt

GWB

duenen·schutt

Dünenschutt im Vergleich [ mBez auf Faust II ] wie ein Wrack in Trümmern daliegen und von dem D. der Stunden zunächst überschüttet werden B4…

dünenstrand

DWB2

duenen·strand

dünenstrand m. : 1907 C. Hauptmann Einhart 2,86. 1953 Miegel ges. w. [ 1952 ] 2,189.

dünental

DWB2

duenen·tal

dünental n. : 1881 Hesz streifzüge 18. 1968 Lenz deutschstunde 455.

dünenwall

DWB2

duenen·wall

dünenwall m. : 1858 Roszmäszler wasser 210. 1976 Duden wb. dt. spr. 2,579 b .

duene als Zweitglied (2 von 2)

Ableitungen von duene (1 von 1)

Gedüne

RhWB

Gedüne (-ī-) = Balken s. Don;