lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

draen

ahd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

EWA
Anchors
5 in 4 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
2
Verweise raus
4

Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

drâen

drâenAWB sw. v. I, prät. drâta, part. prät. gi-
drâ(i)t, nur bei Notker, Williram und in Gl.
seit dem 8. Jh.: ‚drehen, tornare, torquere, ro-
tare; runden, drechseln, erhaben ausarbeiten‘

〈Var.: th-, -e-, mit hiatusfüllendem -h-, -g-,
-i-〉. – Mhd. dræen, dræjen, dræn, drân, prät.
dræte, drâte sw. v. ‚drehen, drechseln; sich
drehend bewegen‘
, nhd. drehen (auch fach-
sprachlich vom Drehen der Leier). Neben den
vom 11.–14. Jh. dominierenden und noch heute
besonders im Alem. geltenden j/ g-Formen,
wobei sich aus aj (vgl. mndd. dreyen; s. u.)
mdartl. dann ein Diphthong entwickelt hat
(spätmhd., frühnhd. alem., westmd. und in
heutigen schweiz. und schwäb. Mundartfor-
men), kommen auch Lautungen mit hiatusfül-
lendem -w-, -b- vom 13. bis 17. Jh. vor
(mdartl. noch ofrk., thür.). n-Formen treten
mehrfach im Bair. (neben Kontraktionsformen
wie drān) und Mfrk. auf; vgl. auch Gottscheer
Mundart drānǝn ‚drehen‘ (H. Tschinkel,
Gramm. der Gottscheer Mda. [Halle, 1908],
§ 195). Der nhd. schriftsprachlichen Form liegt
eine Form ohne Gleitkonsonant zugrunde. Seit
Mitte des 17. Jh.s ist das h als Zeichen für den
Hiatauslaut fest. Vom 15. Jh. an setzt sich für
das nicht mehr als Umlaut von ā empfundene
ǟ zunächst im Md. und auch in obd. Texten e-
Schreibung durch, die dann eine Aussprache
mit geschlossenem ē zur Folge hat.
1376 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    drâen

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    drâenAWB sw. v. I, prät. drâta, part. prät. gi- drâ(i)t, nur bei Notker, Williram und in Gl. seit dem 8. Jh.: ‚drehen, t…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Drän

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +1 Parallelbeleg

    Drän, Drain m. ‘Entwässerungsgraben, -röhre’, in der Medizin ‘Röhrchen zum Ableiten oder Absaugen von Flüssigkeiten oder…

  3. modern
    Dialekt
    Dränm.

    Nachträge (Mecklenb.)

    Wossidia Drän m. unterirdischer Abzugskanal (aus Tonröhren) Müll. Reut. 29 b .

Verweisungsnetz

7 Knoten, 4 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Kompositum 2 Sackgasse 5

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit draen

47 Bildungen · 46 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

draen‑ als Erstglied (30 von 46)

Dränag'

MeckWB

Wossidia MeckWBN Dränag' (-āž) f. Drainage, Entwässerung des Bodens durch Tonröhren: Leng. Reise 35; Gem. Arch. 233; Arch. Landesk. 2, 26; L…

Dränage

Pfeifer_etym

draen·age

Drän, Drain m. ‘Entwässerungsgraben, -röhre’, in der Medizin ‘Röhrchen zum Ableiten oder Absaugen von Flüssigkeiten oder Gasen’, Übernahme (…

Dränasche

PfWB

draen·asche

Dränasche f. : 1. 'Entwässerungsgraben', bes. im Wiesengelände, Dränasch (dręˈnāš) [ ZW-Kl'bundb RO-Als FR-Bockh LA-Nußd BZ-Nd'horb ], Drina…

Dräna’sje

WWB

Dräna’sje f. Drenāsche Drainage, Entwässerung ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl ).

dränen

MeckWB

dra·enen

Wossidia dränen Drainsröhren in Gräben legen Ha Hagenow@Lank Lank .

dränēren

WWB

draen·eren

dränēren V. drainieren, den Boden durch ein System von Gräben und Rohren entwässern. En Stück Land drǟnǟien ( die krfr. Städte Dortmund, Cas…

Dränge

RhWB

dra·enge

Dränge drę·ŋ. Rip, Nfrk; dra·ŋ. (u. drę·ŋ.ən m.) Gummb-Eckenhg f.: 1. Zwinge, Schraubenzwinge Eup . De Dr. draə sette erzwingen, sich anstre…

Drängelberger

Wander

Drängelberger Er ist, ein Drengelberger. – Frischbier, I, 630. Ein ungestümer Mahner; ferner einer, der sich im Volksgewühl durchdrängt; auc…

DRÄNGELEI

DWB2

drange·lei

DWB2 DRÄNGELEI f. DWB2 abl. von drängeln vb. B. gedränge, geschiebe von menschenmengen: DWB2 1965 die drängelei beim einsteigen Johnson ansi…

drängeln

DWB

drang·eln

drängeln , ein nur im gemeinen leben gebräuchliches iterativum von drängen, in einem haufen menschen, zumal bei einem eingang oder ausgang a…

drängen

DWB

draen·gen

drängen , dringen mit verstärkter bedeutung, mit gewalt, mit heftigkeit forttreiben, drücken, urgere, premere, angere, violenter cogere, ahd…

drängend

DWB

drang·end

drängend , adj. und adv. drückend, forttreibend. die drängende gewalt trieb ihn fort. lastende traube stürzt ins behälter drängender ( press…

dränger

DWB

draen·ger

dränger , m. wie bedränger, dringer. 1 1. unterdrücker, der bedrückt, quält, peinigt, afflictor, coactor, executor. drenger dringer Henisch …

drängerei

DWB

drange·rei

drängerei , f. gewaltherschaft. gepriesen sei der wackre schütz, er ist für manches raubthier nütz; sein aug ist hell, sein sinn ist frei, f…

drängerin

DWB

drang·erin

drängerin , f. coactrix, femina angustans Stieler 337 . s. dringerin.

dränglieren

LothWB

drang·lieren

drängliere n [drèlírə, Ptc. gədrèlírt Ri. Rom. ] tr. v. drängen, nötigen.

drängnis

DWB

drang·nis

drängnis , f. wie dringnis, bedrängnis, im 17 ten jahrhundert auch drängnus. darunter wir mögen sicher und frei sein für aller gewalt und dr…

drängung

DWB

drang·ung

drängung , f. wie bedrängung, dringung. gott vergebe dir die drängungen so du mir angethan hast Stieler 338 . drängung coarctatio Steinbach …

draen als Zweitglied (1 von 1)

Mandrän

RhWB

man·draen

Mandrän , Pl. -nən Saarl-Stdt (veralt.) m.: Spitzbube, Flegel, frz. mandrin; dau wuschter M.!