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demütig

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

demütig

demütig

Demut f. ‘Bescheidenheit, Bereitschaft zum Dienen’, ahd. thiomuotī (um 800), mhd. diemuot ist eine Abstraktbildung zu ahd. thiomuoti Adj. ‘dienstwillig’, das in seinem ersten Kompositionsglied germ. *þewa- ‘Sklave, Knecht’ (vgl. got. þius ‘Knecht’) enthält (s. dienen); ahd. -muoti ‘gesinnt’, nur in Komposita bezeugt, ist Ableitung von muot (s. Mut). Subst. und Adj. können im Ahd. entsprechend der Bedeutung von dienen und Dienst, die sich auf die Treue zum Gefolgsherrn beziehen, ursprünglich die ergebene Gesinnung des Gefolgsmannes bezeichnet haben, bevor sie den christlichen Begriff kirchenlat. humilitās ‘Niedrigkeit, Bescheidenheit’ wiedergeben. In dieser Bedeutung ist Demut ein Wort der ältesten Kirchensprache, das sich vom Obd. her gegen gleichbed. ahd. ōtmuotī allmählich durchsetzt, vgl. Frings/M. Germania Romana 1 (1966) 23 ff. Im 12. Jh. begegnet im Obd. die hd. Lautform demut (neben die-), die nach Norden vordringt (vgl. mnd. dēmōt, 15. Jh., woraus nl. deemoed) und sich am ehesten aus der lautlichen und semantischen Undurchsichtigkeit des ersten Kompositionsgliedes erklären läßt. – demütig Adj. ‘von Demut erfüllt, ergeben’, ahd. thiemuotīg (um 1000), mhd. diemüetec, mnd. dēmȫdich. demütigen Vb. ‘demütig machen, erniedrigen, herabsetzen’, mhd. diemüetigen (12. Jh.), mnd. dēmȫdigen; vgl. ahd. thiomuoten ‘demütigen’ (9. Jh.), thiomuotēn ‘demütig werden’ (um 1000).
1390 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    demütigadj. und adv.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    demütig , adj. und adv. in den verschiedenen bedeutungen von demut. ahd. deomuoti und deomuotig, mhd. diemüete und diemü…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    demütig

    Goethe-Wörterbuch

    demütig überwiegend -th-; vereinzelt ‘der, die D-(st)e’; etwa 75 Belege 1 als innere Einstellung a bescheiden, unprätent…

  3. modern
    Dialekt
    demütigAdj.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

     demütig Adj. : ' bescheiden, scheu, ängstlich '. Er is ganz demidich (ˈdēmiðiχ) gewest un hat net 's Herz, aach nore e…

  4. Spezial
    demütig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    de|mü|tig adj. 1 umil (umii, -a) 2 modest (-sć, -a) 3 (unterwürfig) sotmetü (-s, -da).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit demuetig

10 Bildungen · 9 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von demuetig

demut + -ig

demuetig leitet sich vom Lemma demut ab mit Suffix -ig, mit Umlaut-Wechsel.

demuetig‑ als Erstglied (9 von 9)

demütigen

DWB

demut·igen

demütigen , erniedrigen, humiliare, deprimere, frangere, ahd. diomuotan, mhd. dêmüeten und dêmüetegen ( Welsch. gast 10557. Elmendorf Haupts…

demütigen

FWB

1. ›jn. / etw. (die Seele) erniedrigen, herabsetzen, bezwingen‹; meist reflexiv; häufig in religiösen Kontexten (als grundlegende christlich…

demütigkeit

DWB

demuetig·keit

demütigkeit , f. gleich mit demut, zeigt sich nicht im ahd. dêmüetekeit erscheint in der zweiten hälfte des 13 ten jahrh., einmal im trojan.…

demütiglich

DWB

demut·iglich

demütiglich demütiglichen , adv. diemüetiklich Wolkensteiner 105, 1, 7 . diemutiglich Voc. teut. 1482 e 8 a . b . klag und beicht dem priest…

demütiglich

FWB

1. ›gottesfürchtig, gottergeben, fromm‹; besonders das Verhalten der Menschen gegenüber Gott kennzeichnend; 2. ›untertänig, unterwürfig, erg…

demütigstolz

GWB

demuetig·stolz

demütig-stolz zu demütig 1 a 22,98,1 Lj IV 16 Syn zu 1 a bescheidentlich bescheiden zu b untertänig unterwürfig zu b und c ergeben zu c from…

demütigung

DWB

demuetig·ung

demütigung , f. herabwürdigung, verdiente oder unverdiente beschämung, humiliatio, infractio, animi, ignominia. das muste ihm eine demütigun…

Ableitungen von demuetig (1 von 1)

verdemütigen

MeckWB

verdemütigen refl. sich demütigen Wa. Halbhd. zu Demaut.