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Chur

mnd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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11 in 10 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Chur

Bd. 4, Sp. 140
Chur (rätoroman. Cuera, ital. Coira, franz. Coire), Hauptstadt des schweizer. Kantons Graubünden, 594 m ü. M., auf dem Schuttkegel der Plessur, eines rechtsseitigen Zuflusses des Rheins, Knotenpunkt der Bahnlinien C.-Sargans-Rorschach und Thusis-Landquart, Ausgangspunkt der Splügen- und Julierstraße. In dem höhern Stadtteil liegt der »Hof«, die bischöfliche Residenz, mit altem, romanischem Dom (teilweise aus dem 8. Jahrh., mit Wandgemälden nach Holbeins Totentanz). Vor dem Dom steht das Denkmal des Kapuzinerpaters Theodosius. Mit dem Bischofspalast in Verbindung steht der hohe Römerturm Marsöl (mit Archiv und Bibliothek); ein zweiter (Spinöl) ist fast ganz abgetragen. Die Stadt zählt (1900) 11,706 Einw. Seit der Eröffnung der Alpenbahnen hat die Durchfuhr von Waren abgenommen; nur der Zudrang von Touristen und Kurgästen ist größer geworden. C. hat 2 Banken, unbedeutende Industrie (Stickereien, Gerbereien, mechanische Werkstätten, Möbelfabriken, mehrere Bierbrauereien), eine paritätische Kantonsschule (Gymnasium, Industrieschule und Lehrerseminar umfassend), ein Priesterseminar in dem ehemaligen Prämonstratenserkloster St. Luci, ein rätisches Museum, eine Kantonsbibliothek von 50,000 Bänden. Die Stadt, eng und düster, ist römischen Ursprungs (Curia Raetorum) und wird schon 451 als Bischofsitz erwähnt. Durch Schenkung Ottos I. Eigentum des Bischofs geworden, aber einem Reichsvogt unterstellt, erhielt sie 1489 durch Erwerbung der Vogtei die Rechte einer Reichsstadt. 1527 wurde hier die Reformation eingeführt. Anfang des 17. Jahrh. war C. der Schauplatz wilder Parteikämpfe; 1799 ward es durch die Kämpfe zwischen Franzosen und Österreichern mitgenommen. In der Umgegend sind die Sauer- und Salzquelle von Pasugg u. der höher gelegene Luftkurort Churwalden (s. d.) zu erwähnen. Vgl. Planta, Verfassungsgeschichte der Stadt C. im Mittelalter (Chur 1879).
1881 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    churN., M.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    chur , N., M. Vw.: s. kōr (1) L.: MndHwb 2, 636 (kôr)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Chur

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Chur , (sprich Kur, und so auch in den Zusammensetzungen,) plur. die -en, ein in dem gemeinen Gebrauche der Hochdeut…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Chur

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Chur , romanisch Coira, Hauptstadt Graubündens und des Gotteshausbundes, unweit des Rheins an der wilden Plessur mit 620…

  4. modern
    Dialekt
    Churn.

    Mecklenburgisches Wb.

    Chur n. Chor der Kirche Bri. 2, 32; Kur Mi 48 a ; 'to chore gahn' (1410) Jb. 23, 226; 'to chor unde tho bande driven' Gr…

  5. Sprichwörter
    Chur

    Wander (Sprichwörter)

    Chur Das Bistumb Chur ist vnder den Bistumben am Rhein 1 das öberst. (S. Kostnitz.) – L. Rauwolfen, Raissbeschreibung, L…

  6. Spezial
    Chur

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Chur nom. propr. n. ‹topon› Coira f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit chur

126 Bildungen · 115 Erstglied · 11 Zweitglied · 0 Ableitungen

chur‑ als Erstglied (30 von 115)

Chur I

Idiotikon

Chur I Band 3, Spalte 446 Chur I 3,446

Chur II N

Idiotikon

Chur II N. Band 3, Spalte 448 Chur II N. 3,448

chur(r)leⁿ

Idiotikon

chur(r)leⁿ Band 3, Spalte 449 chur(r)leⁿ 3,449

Churamsleⁿ

Idiotikon

Churamsleⁿ Band 1, Spalte 241 Churamsleⁿ 1,241

c,hurbisc

AWB

c, h urbisc Gl 3,44,46 s. kurbiz st. m. n.

Churbrief

Adelung

chur·brief

Der Churbrief , des -es, plur. die -e, an einigen Orten, die Innungsbriefe der Handwerker, vermuthlich weil sie durch eine freye Chur oder K…

Church

Herder

Church (Tschörtsch), Sir Richard, engl. Offizier, befehligte 1813 u. 1814 ein griech. Regiment im engl. Solde, wurde 1827 griech. Oberfeldhe…

churchi

AWB

churchi Gl 2,122,55 s. kurzî st. f.

Church Missionary Society

Meyers

Church Missionary Society ( for Africa and the East), » kirchliche Missionsgesellschaft für Afrika und den Osten«, eine 1799 begründete engl…

Church of God

Meyers

Church of God (»Gemeine Gottes«), s. Baptisten .

churclich

KöblerMhd

churclich , Adj. Vw.: s. kurzlich

Churerbatzeⁿ

Idiotikon

Churerbatzeⁿ Band 4, Spalte 1971 Churerbatzeⁿ 4,1971

Churêrbe

Adelung

chur·erbe

Der Churêrbe , des -n, plur. die -n. 1) Der Erbe eines Churfürstenthums, der älteste Prinz oder nächste Erbe eines Churfürsten; der Churprin…

Churermīggeⁿ

Idiotikon

Churermīggeⁿ Band 4, Spalte 123 Churermīggeⁿ 4,123

Churerpfänning

Idiotikon

Churerpfänning Band 5, Spalte 1124 Churerpfänning 5,1124

Churerpiessli

Idiotikon

Churerpiessli Band 4, Spalte 1705 Churerpiessli 4,1705

Churerstīzeⁿ

Idiotikon

Churerstīzeⁿ Band 11, Spalte 1855 Churerstīzeⁿ 11,1855

Churfirst N

Idiotikon

Churfirst N. Band 1, Spalte 1024 Churfirst N. 1,1024

Churfirsten

Meyers

Churfirsten , Bergkette der Säntisgruppe im schweizer. Kanton St. Gallen, nördlich vom Walensee schroff aufsteigend, mit dem Speer (1954 m) …

Churfürstentag

Adelung

chur·fuerstentag

Der Churfürstentag , des -es, plur. die -e, eine Versammlung der Churfürsten, über ihre und des Reiches Angelegenheiten zu berathschlagen; S…

Churfürstenthum

Adelung

churfuerst·en·thum

Das Churfürstenthum , des -es, plur. die -thümer, dasjenige Land, welches ein Churfürst besitzet. Das Churfürstenthum Hannover, Baiern u. s.…

Churfürstenverein

Adelung

churfuerst·en·verein

Die Churfürstenverein , plur. die -e, in dem Deutschen Staatsrechte, eine Verein, oder Verbindung der Churfürsten unter einander.

churfürstisch

DWB

churfuerst·isch

churfürstisch , electoralis: so ein jede leibliche gemein einen namen hat von irem heubt, wie wir sagen die stad ist churfürstisch, diese is…

churgenosze

DWB

churgenosze , nd. kurnote. Möser 1, 250 .

chur als Zweitglied (11 von 11)

Bachur

Meyers

bac·hur

Bachur (hebr.), Jüngling, im weitern Sinn ein Unverheirateter; im vulgären Hebräisch auch Bocher , ein Jüngling, der dem Studium des Talmuds…

schafschur

DWB

schaf·schur

schafschur , f. tonsus ovium Stieler 2047 , tonsura, oder tempus tondendi oves Frisch 2, 157 a . Adelung, schaf-schure öcon. lex. (1731) 214…

sichur

EWA

sic·hur

sichurAWB adj., ab dem 9. Jh. in Gl., in B, GB, O, Ol, Ch, Prs A, NBo, Npg, Npw, HHö: ‚sicher, gefahrlos, furchtlos, unbehelligt, schuldlos;…

upschûr

MNWB

° upschûr , m. : Obhut, Schutz, „ Sunte Catharinen karspelbür, Gy latet unsen papen nenen upschür; Ick hape, gy thet noch wol dat bür ” (Zs.…

wildschur

DWB

wild·schur

wildschur , f. , seltener und namentlich österreichisch m. Castelli, plur. wildschuren; aus poln. wilczura ' wolfspelz '; volksetymologisch …

wollschur

DWB

woll·schur

-schur , f. , tonsura lanae Stieler (1691) 2047 . meist schur der schafe: ' ist auf den schäfereyen diejenige arbeit, da denen schaafen die …

zeichur

KöblerAhd

zeichur , st. M. (a)? Vw.: s. zeihhur*