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brüchig

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

brüchig

brüchig

2Bruch n. und m. ‘mit Bäumen und Sträuchern bewachsenes Sumpfland’. Die Herkunft des nur westgerm. bezeugten Substantivs ahd. bruoh (11. Jh.), mhd. bruoch, mnd. brōk, mnl. broec, brouc, nl. broek ‘Sumpfland, Moorboden’ sowie (semantisch abweichend) aengl. brōc, engl. brook ‘Bach, Fluß, Strömung’ ist unsicher. Dittmaier in: ZfdA 84 (1952) 174 ff. nimmt Verwandtschaft von germ. *brōka- mit air. mruig, mir. bruig ‘Landstrich, Gehöft’, kymr. bret. bro ‘Bezirk’ an, die ihrerseits (da anlautendes ie. mr- zu kelt. germ. br- wird) auf ie. *mrō̌g̑- zurückgehen und etymologisch zu lat. margo ‘Rand, Grenze’, nhd. 1Mark ‘Grenze, Grenzland’ (s. d.) gehören. Danach ist für Bruch eine semantische Entwicklung von ‘Rand, Grenze’ über ‘Grenzsumpf’ zu ‘Sumpfland’ vorauszusetzen (ein ähnlicher Bedeutungswandel findet sich unter 1Mark). – bruchig Adj. ‘sumpfig’ (15. Jh.); älter anders abgeleitetes gleichbed. ahd. bruohlīh (11./12. Jh.).
929 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brüchigadj., adv.

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Brüchig , — er, — ste, adj. u. adv. 1) Was Brüche hat oder bekömmt. Das Tuch wird brüchig, bekömmt Brüche, welche größte…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    brüchig

    Goethe-Wörterbuch

    brüchig zerbrechlich, leicht auseinanderbrechend, zerfallend; überwiegend als Eigenschaft von Mineralien Die aus dieser …

  3. modern
    Dialekt
    brüchig

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    brüchig Adj.: wie nhd.

  4. Spezial
    brüchig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    brü|chig adj. 1 (zerbrechlich) che se rump saurí 2 (bruchempfindlich) fragil (-ii, -a), zite (ziti, zitia) 3 (rau, heise…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bruechig

9 Bildungen · 1 Erstglied · 4 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von bruechig

bruech + -ig

bruechig leitet sich vom Lemma bruech ab mit Suffix -ig.

bruechig‑ als Erstglied (1 von 1)

bruechig als Zweitglied (4 von 4)

hodenbrüchig

DWB

hoden·bruechig

hodenbrüchig , adj. ramicosus, herniosus Maaler : er ist hodenbrüchig bisz ann hals. er heiszt ein man, aber der nam ist an im verlorn. S. F…

pflichtbrüchig

DWB

pflicht·bruechig

pflichtbrüchig , adj. oder eidbrüchig Ludwig 1401 ; pflichtbrüchiger weise, fidem non servando, perfide Frisch 2, 55 c .

schiffbrüchig

DWB

schiff·bruechig

schiffbrüchig , adj. naufragus, in älterer sprache neben schifbrüchic, schefbrüchic, schifbröchic, schifbrochig, auch schifbrüche, schifbröc…

unabbrüchig

DWB

unabbrüchig , heute kaum noch übliches adj. adv. auch ohne umlaut, z. b. unabbruchig Haltaus 1923 wie abprucheligen Fischer 1, 7 ; der umlau…

Ableitungen von bruechig (4 von 4)

gebrüchig

DWB

gebrüchig , adj. zu gebruch mangel, wie gebrechig zu gebrech; im 15. jh.: deficere, gebrichig sin, abwichen. Melber f 2 a , womit doch gebrü…

unbrüchig

DWB

unbrüchig , adj. adv. , nicht brüchig. veraltet, heute meist unverbrüchlich. mnd. unbre(o)kelik; mnl. onbre(o)kelijc; Hulsius-Ravellus 370 a…

verbrüchig

DWB

verbrüchig , adj. einen ( rechts ) bruch begehend: jemand in einem stücke verbrüchig oder strafbar betretten. waldordn. von 1694 bei Schm. 1…

zerbrüchig

DWB

zerbrüchig , adj. , gleich dem folgenden: was die elementur ist, ist z. Paracelsus op. (1616) 2, 9 c H.; die glatte gunst der falschen fraue…