Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
BREIS
1. eigentlich ir maget, brîset iuwer hemde wîʒ mit sîden wol zen lanken Nith. 15,3. sô wil ich brîsen mînen lîp das. 7. brîset iuch zen lanken Nith. 52,4. vgl. MS. 2, 78. a prîsent iuwern stolzen lîp. zwei schüehelîn gebrisen an ir beinlîn wol fragm. 27. a. Wigam. 2564. ir schuohe gebrisen und ir hosen Amur. 4. c. in irem underroc gebrisen Ls. 1,138. schuohe und rîsen dar in wolte si sich brîsen Enenkel Haupt's zeitschr. 5,280. brîsen in ein starkeʒ halsîsen Ls. 2,235. er zôch ein hirzhals an sich den hieʒ er vaste brîsen a. w. 3,27.
2. bildlich. in selbe wât gebrisen hât mich dîn zarteʒ mündel rôt MS. 1,192. b. — hierher gehört auch wohl: als ich danne wirde vol von mir wirt ûf gebrieren, 'lâʒa rumbelieren!' daʒ ist ein schwæbisch krîe Helbl. 13,129. vgl. J. Grimm zu der stelle.