Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Borke f.
Borke f.
Borke f. ‘äußere, rauhe Baumrinde’, spätmhd. borke, wohl aus dem Nd. übernommen, vgl. mnd. bork(e), nl. bork, ablautend mnd. bark(e), mnl. barc, nl. bark, anord. bǫrkr (woraus engl. bark), schwed. bark. Die Etymologie von germ. *barku, *burk ist unsicher. Unter Berufung auf semantische Parallelen in anderen ie. Sprachen, z. B. lat. cortex, russ. korá (кора) ‘Rinde’, die zu der unter 1scheren (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *(s)ker(ə)- ‘schneiden’ gehören, stellt man Borke und die zugehörigen Ablautformen zu der unter bohren und Brett (s. d.) behandelten Wurzel ie. *bher- ‘mit einem scharfen oder spitzen Werkzeug bearbeiten, schneiden’. Anord. 70 hält auch Verwandtschaft mit anord. barr n. ‘(Nadel)baum, Laub’ und dem (seltenen) Adjektiv barr ‘rauh, scharf’ für möglich. Borke wäre danach ‘etw. Rauhes’ und zur Wurzel ie. *bhar-, *bhor- ‘Hervorstehendes, Borste, Spitze’ zu stellen (s. Bart, barsch, Borste). – Borkenkäfer m. unter der Borke oder im Holz eines Baumes minierender Schädling (Ende 18. Jh.).