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Bȫrde

mnd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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9 in 8 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Bȫrde

Bd. 1, Sp. 1125
Die Bȫrde, plur. die -n, am häufigsten in Niedersachsen, ein fruchtbares Getreideland, eine Ebene, vermuthlich von dem alten bären, bören, tragen, eine fruchtbare Gegend überhaupt zu bezeichnen. In ganz Niedersachsen und Westphalen gibt es mehrere dergleichen Börden; z. B. die Söstische Börde, das Gebieth der Stadt Söst, die Lauensteinische Börde, welche jetzt das Amt Lauenstein heißet, und in die obere und niedere Börde getheilet wird. In dem Magdeburgischen sind die hohe Börde, und die Holzbörde bekannt.
512 Zeichen · 6 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ¹bȫrdef.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    1 bȫrde , bȫrden(e) , f. , Bürde, Beschwer, Beschwerung; Last, Menge, Gewicht (ên b. hows, holtes) (as. burthinnia). bȫr…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bȫrde

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Bȫrde , plur. die -n, am häufigsten in Niedersachsen, ein fruchtbares Getreideland, eine Ebene, vermuthlich von dem …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Börde

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Börde , in Niederdeutschland ein fruchtbarer ebener Landstrich, z. B. die Soester, die Warburger, die Magdeburger B.

  4. modern
    Dialekt
    BördePl.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Börde Pl. -en f. Bürde, Last, a. Spr.: 'dar he van der börde upleggende der Jünger redet' Gry. Paw. Tt 4 b ; 'welckh gei…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit boerde

22 Bildungen · 17 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

boerde‑ als Erstglied (17 von 17)

Brdefoªged

WWB

Brde-foªged. „ Bordevagt: Eigenbehöriger, den ein Edelmann zum beständigen Boten braucht“ ( Osn Strodtm ). „ Bordevuaget Bördevogt, ein Eig…

Brde Iª

WWB

bord·eia

Brde Iª ⟨ „ Boire “ ( Lst Rü , Alt Pl ), -ǫi Arn Mü , -öü- ( WoeN ) -- Alt Al ; boəįɐ Sos Na , „ Boiere “ ( Mes Br ), -ōü- Mes Br , boɐ …

Bördelmaschine

Meyers

boerdel·maschine

Bördelmaschine ( Siekenmaschine, Gesimswalzwerk ), Vorrichtung zum Umbiegen (Bördeln) von Rändern an Blecharbeiten oder zur Herstellung von …

Brdelmts

WWB

Brdel-mts ⟨ „ Bäördemeß “ BüldB, „ Bäör- “ ( Ahs We) ⟩ Messer zum Beseitigen von Unebenheiten bei der Herstellung eines Holzschuhs ( Ahs W…

Bördeln

Meyers

bord·eln

Bördeln , ursprünglich das rechtwinkelige Ausbiegen eines Blechscheibenrandes mit dem Bördeleisen , einem Werkzeug, das einem aufrecht stehe…

bördeln I

RhWB

bördeln I = einfassen s. Bord II;

bȫrdenholt

MNWB

boerden·holt

bȫrdenholt , n. , Holz, das in Bürden gekauft wird: Bündelholz, Reisig. (bördingholt dasselbe?)

bȫrdevōget

MNWB

boerde·voget

bȫrdevōget , m. , Vogt der Börde, des Distrikts , Vertreter des Gerichtsherrn.

boerde als Zweitglied (4 von 4)

ȫverbȫrde

MNWB

oever·boerde

° ȫverbȫrde , ōver- , f. : Teil eines Bezirks, oft de ȫ. nicht sôwol de borchveste schülle alse de wēderbȫrde dôn (Arch. Nds. 1835, 238).

Ableitungen von boerde (1 von 1)

Gebörde

RhWB

Ge-börde xəbrdə Ruhr n.: Zimmerdecke.