lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Bō¹de

mhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
33 in 8 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
192
Verweise raus
19

Eintrag · Westfälisches Wb.

Bō¹de m.

Bd. 1, Sp. 932
Bō¹de ⟨gewöhnl. f., doch Bōen m. (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@HollageHl), „Baun“ f. und n. (Kr. CloppenburgKlo Kr. Cloppenburg@ThüleTü). — 1. Häufig wohl hd. (mit ū bzw. ›ū‹), so z. B. Būde Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@RhedeRh, (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BentheimBh, Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa, Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe Sh), Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe, (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@JöllenbeckJö, Lip WWB-Source:204:NdJbNdJb 43), Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh, (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo, Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@DattelnDa, die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl, Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@DalheimDa, Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü), Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@RhodenRo, Būden (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@BelmBe = WWB-Source:204:NdJbNdJb 33, Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@ElbrinxenEl), Biude Ravensbg Jell, (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa). — 2. Mit ›ō¹‹ (oder darauf zurückgehend): ›bō¹de‹ Ravensbg Jell, (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl), „Bouden“ (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@SchildescheSc); meist Ausfall des -d- (mit z. T. besonderer Entwicklung von ›ō¹‹): ›Bō¹’e‹ Boue Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@LathenLa (Kr. Aschendorf-Hümmling@LorupLo), „Baue“ (Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@VreesVr Kr. Aschendorf-Hümmling@WerpelohWl, Hümml Böckenh, Kr. LingenLin WWB-Source:154:KösterBKösterB), Bëu’e (Lip WWB-Source:219:OesterhOesterh); ›bō¹‹ Bō (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi Kr. Grafschaft Bentheim@Niedergrafschaft BentheimNg = JbBenth 1985), Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe; mit ausl. -n aus den flektierten Kasus „Baun“ (Kr. CloppenburgKlo Kr. Cloppenburg@ThüleTü), „Beon“ (Kr. HalleHal Kr. Halle@BockhorstBk Kr. Halle@HörsteHö, Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@WestenholzWh), mit sekundärem Nom. -e Bōne Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh, Boune Kr. MünsterMün Kr. Münster@MünsterMü = KaumL, dazu Weiterbildung mit ausl. -n „Beonen“ (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh), „Bounen“ (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@SpexardSp), (Diphthong unklar) „Baunen“ (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@StukenbrokSt); im Osnabr. Ma.-Gebiet mit Monophthong statt des normal (schwach) diphthongierten ›ō¹‹: Bō’e (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön WWB-Source:173:LyraLyra Strodtm, Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi), mit ausl. -n Bō’en (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@EvinghausenEv) Kr. Bersenbrück@GrotheGr Kr. Bersenbrück@WulftenWu, (Kr. Grafschaft DiepholzDie Kr. Grafschaft Diepholz@DickelDc, Kr. Nienburg (Weser)Nie Kr. Nienburg (Weser)@UchteUc, Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe, Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@AverfehrdenAf Kr. Osnabrück@GlandorfGl) Kr. Osnabrück@HagenHg (Kr. Osnabrück@HollageHl Kr. Osnabrück@IburgIb Kr. Osnabrück@LaerLa Kr. Osnabrück@SentrupSp Kr. Osnabrück@WellingenWe), Osn-Kr. TecklenburgTek = Baader, Bōn (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LotteLt, Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@NemdenNe, Kr. HalleHal Kr. Halle@BorgholzhausenBo Kr. Halle@LoxtenLo Kr. Halle@VersmoldVm), „Buon“ (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@HollageHl), hierher wohl „Boern“ (Kr. HalleHal Kr. Halle@BorgholzhausenBo Kr. Halle@CasumKa). — Pl. -(e)n (bzw. Sg. = Pl.); „Beonens“ (Kr. HalleHal Bh)⟩ 1. Bude (wie hd. umgangssprachl.): „Bude, leichtes Bretterhaus, baufällige Behausung“ (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl), altes Haus, kleine Wohnung, Zimmer (gewöhnl. abschätzig) (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe (Būde)) „Budoir“ (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@DattelnDa), ähnl. (meist jedoch nur die Ang. „Bude“) (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BentheimBh, Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa, Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön WWB-Source:282:StrodtmStrodtm We), Osn-Kr. TecklenburgTek = WWB-Source:12:BaaderBaader 9, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe, Ravensbg WWB-Source:136:JellJell § 63, Kr. MünsterMün Kr. Münster@MünsterMü = WWB-Source:141:KaumLKaumL 47, (Lip Oesterh, Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl, Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@DalheimDa, Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa, Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü), Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@RhodenRo; „oberster Raum im Hause unter dem Dach“ (Frbg.) (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@ElbrinxenEl). Ne ruëteligge Būde baufällige „Bude“ (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Alle Būde altes Haus Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@RhodenRo. Et äs al sṓ ’ne Būde! ein altes baufälliges Haus, eine dumpfe Stube (und ähnl.) (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs). Dǟ Būde äs gerappelt full (rappelfull) (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs). „Ne Būde opslōan“ (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). He stellt de gantse Būde up’m Kopp er kehrt das Unterste zu oberst (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe) || verbr. Op te Būde rükken jemanden drängen, zusetzen, „auf’s Dach steigen“ (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl) || verbr. Hai hiät de Būde tau ’emāket er ist bankrott (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl), geschlossen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Dat snigget (schneit) eäm in ’e Būde das hat üble Folgen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2. besondere Gebäude, Gebäudeteile. — a) kleine Fabrik (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@JöllenbeckJö). — b) einfache Wohnung der Ziegler auf der Ziegelei, oft aus Holz (Lip WWB-Source:204:NdJbNdJb 43, 105 1), Gerätebude auf Ziegeleien, früher oft Schlafstätte der Arbeiter (Lip WWB-Source:219:OesterhOesterh). — c) alter Schafstall, Erdhütte. Das Dach steht unmittelbar auf den aus Feldsteinen und Lehm hergestellten Grundmauern (Hümml Böckenh 189 Abb. 43 (Baue) und 45 (Hängelbaue)); Hütte, deren Sparren unmittelbar auf dem Boden stehen, dient(e) als Schafstall oder Scheune (Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@VreesVr); Moorhütte (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi), Hütte in der Heide (Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@WerpelohWl). — Kleine Hütte zum Aufbewahren von Torf und Plaggen (Schadden) (Kr. CloppenburgKlo Kr. Cloppenburg@ThüleTü); kleiner Schuppen, Schafstall, Torfschuppen (Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@LorupLo); Gebäude auf dem Hofe für Holz und Torf, auch für Bier und Branntwein; wer de Bō’en über dem Holzstall Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu; kleiner Schuppen oder Teil der Scheune für Brennmaterial und zum Wagenunterstellen (Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe), häufig in Zuss., z. B. Terfbō, Holt-, Wāgen- = Terfschǖre usw. Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe = WWB-Source:18:BeestermBeesterm 6, Torfabteil Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@LathenLa = WWB-Source:263:SchönhoffSchönhoff § 55,1. — „Erst is Torf inhalen. Se günk mit ’n Korf nao de Torfbaue. Nett [gerade] harr se den Korf vull un kam ut de Baue, ...“ (Kr. LingenLin WWB-Source:154:KösterBKösterB 78). — d) „an einigen Orten auch ein klein Bauernhaus“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:282:StrodtmStrodtm), kleinere Häuser, besonders: Heuerhäuser (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). „Häufig kamen die Dienstboten aus den Heuerhäusern, die zum Hofe gehörten. Kr. Grafschaft DiepholzDie plattd. Bezeichnung war Bōen, so Stiegel Bōen, Burbrinks Bōen ...“ (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — e) Hütten für das Jungvieh der Bauern in Niederung der Aa im äußersten N von Kr. Grafschaft BentheimBen beiderseits der dt.-nl. Grenze. Diese Bōen sind kleine Zweiständerbauten (mit einem Wohnteil für den Bōhē(r)), in denen das Vieh jedoch mit den Köpfen zu den Außenwänden aufgestellt wurde. Lit.: S. J. van der Molen, Het Drentsche boerenhuis en zijn ontwikkeling, ’s-Gravenhage o. J. (1941) S. 53 ff. (mit älterer Lit.), A. Rötterink, Kr. Grafschaft DiepholzDie „Boon“ im Aatal (JbBenth 1985, 61 ff.). — f) Markt-, Jahrmarkt-, Kirmesbude Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh (Bōne wird nur im Sinne ’Kirmesbude’ gebraucht), Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh, (Kr. TecklenburgTek Sh Kr. Tecklenburg@MettingenMe (Būde und Bōen), Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@WellingenWe, Kr. HalleHal Kr. Halle@LoxtenLo Kr. Halle@VersmoldVm, Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@SpexardSp), Marktbude, auch Telt (Lip WWB-Source:219:OesterhOesterh), Kirmeszelt Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@RhedeRh, Verkaufsstand Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@GrotheGr = WWB-Source:299:VehslageVehslage § 46, (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). „Up en Domhof gonk ’t kunterbunt düörneene; ’t gonk der wahn hiär. Drei Riegen Boonen, un dann die Ümgank stoppte vull“ (Kr. MünsterMün WWB-Source:166:LandoisFELandoisFE I 73). — „Ne Karmis aohne Buden un ne Markt aohne Juden, dat is niks“ (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo). — g) Krämerladen (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@WellingenWe), Laden (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh), Laden im Hause (Kr. HalleHal Kr. Halle@LoxtenLo Kr. Halle@VersmoldVm), „früher auch der kleine Kramladen, namentlich in Dorfkrügen“ (Lip WWB-Source:219:OesterhOesterh). „... dat Wicht, dat ’s Muarens up de Booen (Booe: Bude, Kramladen) passet harr’ ... konn ’r sick sau gawwe (geschwinde) nich wier up besinnen, ...“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:173:LyraLyra 120). „Vader harre sine Arbeit in de Bäckeree, un Mutter in de Köken un in de Boen, wo se Brot un Tweeback un Mulschellen verköffde“ (Kr. Nienburg (Weser)Nie Kr. Nienburg (Weser)@UchteUc = Hann. GeschBl. 24, 328). — h) „auch ein kleines Haus, dergleichen ehemals von den entlegenen Bauern auf dem Kirchhofe errichtet wurden, um an Sonn- und Festtagen darin abzutreten“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). — 3. Ladentisch, Ladentresen (Frbg.) (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@EvinghausenEv (früher), Kr. Grafschaft DiepholzDie Kr. Grafschaft Diepholz@DickelDc („nicht mehr gebräuchl.“), Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LotteLt, Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@AverfehrdenAf Kr. Osnabrück@GlandorfGl) Kr. Osnabrück@HagenHg (Kr. Osnabrück@HollageHl Kr. Osnabrück@IburgIb Kr. Osnabrück@LaerLa Kr. Osnabrück@NemdenNe Kr. Osnabrück@SentrupSp, Kr. HalleHal Kr. Halle@BockhorstBk Kr. Halle@BorgholzhausenBo Kr. Halle@HörsteHö („ganz alt“) Ka, Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@SchildescheSc („nicht mehr gebräuchl.“), Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@SpexardSp, Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@StukenbrokSt Kr. Paderborn@WestenholzWh). — In der Mühle: Būden hölzerne Umkleidung des obersten [Mahl-] Steines (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@BelmBe = WWB-Source:204:NdJbNdJb 33, 107). Zuss.: → Bleikebō¹de, Bū~, Fuᵉsel~, Hängel~, Hǟringes~, Holt~, Kārtenwīf~, Kirmis~, Plätsken~, Portjē~, Rāke~, Ro²ker~, Ro²wer~, Schē¹te~, Slächter~, Sprit~, Telt~, Tol~, Toªrf~, Wafel~, Wāgen~, Würpel~.
6027 Zeichen · 111 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bodestf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    bode stf. s. bude.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bodeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +22 Parallelbelege

    bode , F. nhd. Vorladung E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 59a (bode)

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bode

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +5 Parallelbelege

    Bode , Nebenfluß der Saale, entspringt am Brocken und mündet nach einem Laufe von 18 M. bei Nienburg im Anhalt-Köthensch…

  4. modern
    Dialekt
    Bō¹dem.

    Westfälisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Bō¹de ⟨ gewöhnl. f., doch Bōen m. ( Osn Hl ), „ Baun “ f. und n. ( Klo Tü ). — 1. Häufig wohl hd. (mit ū bzw. › ū ‹), so…

Verweisungsnetz

238 Knoten, 207 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 2 Hub 1 Kompositum 205 Sackgasse 30

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bode

697 Bildungen · 620 Erstglied · 76 Zweitglied · 1 Ableitungen

bode‑ als Erstglied (30 von 620)

Bode(n)b(e)schluss

Idiotikon

Bode(n)b(e)schluss Band 9, Spalte 745 Bode(n)b(e)schluss 9,745

Bode(n)bir(eⁿ)

Idiotikon

Bode(n)bir(eⁿ) Band 4, Spalte 1501 Bode(n)bir(eⁿ) 4,1501

Bode(n)blatt

Idiotikon

Bode(n)blatt Band 5, Spalte 185 Bode(n)blatt 5,185

Bode(n)blatteⁿ

Idiotikon

Bode(n)blatteⁿ Band 5, Spalte 199 Bode(n)blatteⁿ 5,199

Bode(n)blëtz

Idiotikon

Bode(n)blëtz Band 5, Spalte 281 Bode(n)blëtz 5,281

Bode(n)borer

Idiotikon

Bode(n)borer Band 4, Spalte 1507 Bode(n)borer 4,1507

Bode(n)brëcheriⁿ

Idiotikon

Bode(n)brëcheriⁿ Band 5, Spalte 340 Bode(n)brëcheriⁿ 5,340

Bode(n)brëtt

Idiotikon

Bode(n)brëtt Band 5, Spalte 904 Bode(n)brëtt 5,904

Bode(n)brōt

Idiotikon

Bode(n)brōt Band 5, Spalte 974 Bode(n)brōt 5,974

Bode(n)bürzel

Idiotikon

Bode(n)bürzel Band 4, Spalte 1645 Bode(n)bürzel 4,1645

Bode(n)bōn(eⁿ)

Idiotikon

Bode(n)bōn(eⁿ) Band 4, Spalte 1313 Bode(n)bōn(eⁿ) 4,1313

Bode(n)chappeⁿ

Idiotikon

Bode(n)chappeⁿ Band 3, Spalte 392 Bode(n)chappeⁿ 3,392

Bode(n)chilbi

Idiotikon

Bode(n)chilbi Band 15, Spalte 1080 Bode(n)chilbi 15,1080

Bode(n)chropf

Idiotikon

Bode(n)chropf Band 3, Spalte 848 Bode(n)chropf 3,848

Bode(n)chrott

Idiotikon

Bode(n)chrott Band 3, Spalte 881 Bode(n)chrott 3,881

Bode(n)chrëbs

Idiotikon

Bode(n)chrëbs Band 3, Spalte 783 Bode(n)chrëbs 3,783

Bode(n)chäfer

Idiotikon

Bode(n)chäfer Band 3, Spalte 162 Bode(n)chäfer 3,162

Bode(n)chīm(eⁿ)

Idiotikon

Bode(n)chīm(eⁿ) Band 3, Spalte 261 Bode(n)chīm(eⁿ) 3,261

Bode(n)chōlrāb

Idiotikon

Bode(n)chōlrāb Band 6, Spalte 10 Bode(n)chōlrāb 6,10

Bode(n)chǟs

Idiotikon

Bode(n)chǟs Band 3, Spalte 508 Bode(n)chǟs 3,508

Bode(n)darm

Idiotikon

Bode(n)darm Band 13, Spalte 1604 Bode(n)darm 13,1604

Bode(n)dechi

Idiotikon

Bode(n)dechi Band 12, Spalte 202 Bode(n)dechi -ck- 12,202

Bode(n)decketeⁿ

Idiotikon

Bode(n)decketeⁿ Band 12, Spalte 1222 Bode(n)decketeⁿ 12,1222

Bode(n)dili

Idiotikon

Bode(n)dili Band 12, Spalte 1641 Bode(n)dili 12,1641

Bode(n)dill

Idiotikon

Bode(n)dill Band 12, Spalte 1627 Bode(n)dill 12,1627

Bode(n)drāt

Idiotikon

Bode(n)drāt Band 14, Spalte 1444 Bode(n)drāt 14,1444

Bode(n)eier

Idiotikon

Bode(n)eier Band 1, Spalte 17 Bode(n)eier 1,17

Bode(n)epfel

Idiotikon

Bode(n)epfel Band 1, Spalte 373 Bode(n)epfel 1,373

bode als Zweitglied (30 von 76)

aschebôde

MNWB

asche·bode

aschebôde , f. , Aschbude, Bude zum Aufbewahren der Asche (als Handelsartikel).

börgerbōde

MNWB

boerger·bode

börgerbōde , m. , Bote, städt. Beamter, der z. B. Aufträge des Rates, des Bürgermeisters , der Bürgerschaft in der Stadt ausführt , Geld ein…

gārbôde

MNWB

garb·ode

gārbôde (-buͦde) , f. , Bude des Garkochs, des gārbrâders, Garküche.

goltsmēdebôde

MNWB

goltsmēdebôde , f. , Werkstatt und Verkaufsbude eines Goldschmieds.

grumbôde

MNWB

grum·bode

° grumbôde , f. , Arbeitsraum wo die Heringe verarbeitet werden (Schonen).

krâmbôde

MNWB

kram·bode

krâmbôde , -buͦde , f. , Krambude, Einzelverkaufsstand , Ladenhaus. S. noch krâmerbôde .

ōrtbôde

MNWB

ort·bode

ōrtbôde , -buͦde , f. : kleines Wohnhaus an einer Straßenecke gelegen, sîne ō.n dê belēgen is uppe der Broghstrâten ōrde unde der Vlêmeschen…

pîperbôde

MNWB

piper·bode

° pîperbôde , f. ( Pl. -n ) : Haus, Bude städtischer Spielleute? (Reval KR 1, 523 u. ö.).

postbōde

MNWB

post·bode

postbōde ( -pode ), -bāde, m. ( Pl. -n ) : reitender Bote, Postreiter, „Veredarius, pegasus” (Chytr.); — Belege erst 16. Jh.

prȫvenbôde

MNWB

proven·bode

° prȫvenbôde , f. : kleines Wohnhaus, Bude zur Unterbringung von Pfründnern (Meckl. Jb. 91, 166, Anm. 69).

râdesbōde

MNWB

rades·bode

râdesbōde , m. ( Gen. Sg. -n ; Pl. -n ): 1. Gesandter des Stadtrates, de r.n ût Prûzen ... hebben wēset vȫr dem râde tô dem Sunde (Strals. L…

Ableitungen von bode (1 von 1)

bebōde

MNWB

bebōde , n. , Ladung.